Jesus sagt einem Gelehrten gegenüber den Satz: »Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder.« Markus 2,17
Geht es ihm in erster Linie um körperliche Gesundheit? Nein, sondern darum, wie er sagt, Menschen, die in Schuld gefangen sind zu rufen.
Was er am Kreuz getan hat ist zentriert um die Wiederherstellung von Beziehung und die Befreiung von Schuld.
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Gesundheit für kranke Beziehungen
Wenn Jesus also sagt, dass er für die Kranken gekommen ist, sind auch seine Ratschläge und Gebote für die Kranken hilfreich um am Herzen gesund zu werden. Und sie gelten auch für die, die sich für gesund halten. Wenn er sagt: „Ihr seid meine Jünger wenn ihr meine Gebote haltet“, gilt das für alle.
Lukas 6,46 Was nennt ihr mich aber: Herr, Herr!, und tut nicht, was ich sage? 47 Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hört und sie tut – ich will euch zeigen, wem er gleich ist…)
Ein Arzt arbeitet folgendermaßen:
1. Er verschreibt ein Medikament, das zur Heilung führen soll
Das ist bei Jesus sein wundervoller Heiliger Geist, der immer sein Ziel erreicht, wenn ich ihn „einnehme“
2. Dann gibt er Ratschläge für die Einnahme und Weise Lebensweise, um gesund zu werden.
Das sind bei Jesus seine Lehren. Jesus hat ganz klar gesagt: wenn du das umsetzt, was ich lehre, dann bin ich wirklich dein Arzt und dein Lehrer. Sonst tust du nur so als wäre ich dein Arzt.
3. Als drittes verweist er an evtl. Spezialisten, die unterstützend mitwirken.
Das ist bei Jesus seine Gemeinde, die anderen Christen, die mit dir auf dem Weg sind. Manche sind schon mehr gewachsen und helfen dir, anderen kannst du helfen. Aber was sie alle gemeinsam haben müssen ist dies: sie wollen wachsen, wollen sich verändern und wollen Jesus mehr Raum in ihrem Leben und Handeln geben.
Nervige Christen?
Wenn dich das nervt, dass Christen „dich verändern wollen“, dann hast du nicht verstanden worum es geht: Sie wollen genauso sich selbst verändern.
(Es gibt allerdings die kaputte Form von Christen. Denen geht es tatsächlich nur darum, andere zu verändern und sich selber verschließen sie völlig vor Gott. Diese darfst du an ihren Früchten erkennen und aus der Kategorie „Christ“ aussortieren.-> siehe Zitat von Jesus oben Lk.6,46)
Also siehe es mal so: Wenn du an dir Verhalten hast, mit dem du tatsächlich andere oder dich selbst zerstörst, lohnt es sich, das zu verändern. Und das ist wirklich die Aufgabe von jedem Christen: Jesus Geboteernst zu nehmen und mich darauf auszurichten.
Und dann kommt der wichtigste Schritt, ohne den alles nur scheitern wird: Seinen Heiligen Geisternst zu nehmen, der in mir das Wunder tut, dass ich tatsächlich verändert werden kann.
Lust auf einen 3 Teiligen Kurs wo du darin wachsen kannst, Gott mehr und mehr wirklich zu vertrauen? Schau dir alleine oder mit Freunden, einem Hauskreis oder ähnlich meine drei Videos zu diesem Thema an.
Was schadet deiner Beziehung? Ein riesen Zerstörer ist das Verurteilen. Er ist dein Feind wenn es darum geht, deinem Partner (oder irgendeinem Mitmenschen) zu vergeben. Mach dich heute auf den Weg und befreie dich von der Last, deinem Partner kritisch gegenüber zu stehen.
1. Verurteile deinen Partner nicht dafür, nicht perfekt (für dich) zu sein. Du bist es auch nicht.
Verliebte können das nur zu gut: die Schwächen des anderen ignorieren… manchmal gegen alle Vernunft. Verachtung beschreibt der Beziehungsforscher John Gottman als absoluten Liebeszerstörer. Wenn er Verachtung in einer Ehe beobachtet, gibt er der Beziehung nicht viel Hoffnung.
Wenn Gefühle der Verachtung eine Pflanze wären, dann ist Verurteilung ihre Wurzel. Bei den meisten Wurzeln bringt es wenig, die Blätter abzuschneiden. Da wachsen halt Neue nach. Die Wurzel muss raus.
Verurteilen geht ganz einfach: Du siehst die Schwächen deines Partners und hast kein Verständnis für sie.
„Dass du so bist, kann ich einfach nicht verstehen. Ich wäre an deiner Stelle nicht so blöd wie du. Und du hast keine Entschuldigung dafür, dass du so bist.“ Das, würde ich sagen, ist die Essenz, wenn du jemanden verurteilst.
Mit Verständnis würdest du sagen: „Das ist zwar ein Problem in dir. Aber ich liebe dich trotzdem.“
Aus diesem Grund ist Verurteilen so zerstörerisch: Je mehr du deinen Partner kritisierst, umso mehr wirst du nur noch das Schlechte sehen und das, was er oder sie falsch macht.
Wenn du vorhast deine Ehe zu zerstören, dann tu es mit Verurteilung! Das verspricht ein 100%ige Erfolgsgarantie. Verurteilung tötet jedes Gefühl von Liebe, das du für deinen Partner hast; und mit ein bisschen Zeit stirbt auch seine Liebe für dich.
Neues Denken – ein Projekt für dich (und deinen Partner)
Aber Veränderung ist möglich. Die Lösung ist allerdings nicht, einfach nichts Kritisches mehr zu sagen. Es geht vielmehr um dein Denken. Nimm dir heute einmal Zeit, über das nachzudenken, was du so an deinem Partner kritisierst.
Und dieses Mal schau dich selbst kritisch an! Bist du perfekt, dass du das Recht hast, deinen Partner zu verurteilen? Wenn deine Antwort „Ja“ ist, dann ist sie in Wirklichkeit „Nein“. Denn ein „perfekter“ Mensch weiß, dass er nicht perfekt ist und nicht das Recht besitzt, die Menschen um ihn herum zu verurteilen. 😉
Und dann nimm deinen inneren Kompass und dreh dich von „ich verurteile meinen Partner“ zu „ich will meinen Partner nicht mehr verurteilen“. Veränderung geschieht mit kleinen Schritten. Deine innere Einstellung, was du ganz tief in deinem Herzen für wahr hältst, ist dabei das Entscheidende.
Denn mit dieser neuen inneren Haltung kommt eine ganz neue Befreiung und Entspannung in dein Denken. Die Fehler deines Partners sind dann nicht mehr bedrohlich. Aber um diese Perspektive zu haben brauche ich Gott.
Deshalb ist es für mich so wichtig Gott in diese tiefen Gedanken einzuladen, dass er in mir das bewirkt, was nur er tun kann: Das mein Herz sich verändert. Ich kann nur meine Ausrichtung ändern, aber er befreit mein Herz.
Fang heute an, und dann morgen wieder. Gib nicht auf, denn mit Gott an deiner Seite wirst du frei werden und mit der Zeit färbt es auch auf deinen Partner ab.
Wie geht es eigentlich Gott zu vertrauen? So viele Christen laufen durch ihr Leben mit Gott, aber erleben kaum seinen Frieden oder seine Kraft, die er ja für die versprochen hat, die mit ihm leben. Wie kann das passieren? Und vor allem: Was muss passieren, damit ich und du Gott und was er uns schenken will, mehr erleben können?
Stell dir vor, du setzt dich auf einen Stuhl, von dem du sagst: „Dieser Stuhl ist der Wahnsinn! Es gibt keinen besseren und stabileren.“ Aber in Wirklichkeit glaubst du, dass dieser Stuhl zu klapprig ist, um dein Gewicht für länger als zwei Minuten zu tragen. Das wird dazu führen, dass du dein Gewicht niemals ganz auf den Stuhl legen wirst, sondern einfach nur so tun wirst als ob du sitzt. Wie gemütlich wäre das? Du kannst so viel du willst glaubensvoll verkündigen: „Ich bin so froh, dass ich diesen Stuhl in meinem Leben habe. Ohne diesen Stuhl wäre das Leben so anstrengend. Ich könnte nie richtig ausruhen.“
Nach spätestens zwei Minuten würden die Menschen um dich herum wohl bemerken, wie deine Muskeln zu zittern beginnen. Und nach fünf Minuten würde auch der letzte bemerkt haben, dass du nicht wirklich entspannt aussiehst und der Stuhl nicht im Entferntesten das hält, was er verspricht.
Darf Gott dich tragen?
Gott ist wie dieser Stuhl. Und es macht ihm wirklich keine Freude, wenn du dich nicht mit deinem ganzen Gewicht und deiner ganzen Last auf ihn lehnst.
Kennst du diesem Vers: „Ohne Glaube ist es unmöglich Gott zu gefallen“ (Heb 11,6). Warum ist das so, dass du ohne Glaube Gott nicht gefallen kannst? Eben genau deshalb, weil Gott dein Sessel sein will, auf den du dich mit deinem ganzen Lebensgewicht werfen darfst. Hätte ein Sessel Gedanken, könnte es ihm auch absolut nicht gefallen, wenn sich ein Mensch nie richtig hinsetzt, sondern so halb stehend. Das sieht auch bescheuert aus. Ein Sessel ist dazu bestimmt, dich zu tragen.
Gott hat auch eine Bestimmung für sich festgelegt, wer er für dich sein will. Er will dein Hirte, dein Wasser, deine Nahrung, deine Kraft, dein Vater, dein Liebhaber, dein Versorger, dein König, dein Chef, dein Friedefürst, deine Hoffnung und deine Lebensquelle sein.
Was bleibt für dich zu tun? Werfe dich voll auf ihn und akzeptiere, wer er ist.
Hast du schon mal darüber nachgedacht ob du Gott eigentlich vertraust? Öfter wirst du dich vielleicht fragen, ob du an Gott glaubst – oder ob du genug glaubst. Aber wenn es um Glauben geht, muss es auch um Gott Vertrauen gehen. Denn du glaubst niemandem, dem du nicht vertraust. Und du vertraust niemandem, dem du kein Wort glaubst.
Ich habe in meinem Leben immer wieder bemerkt, dass ich die Fähigkeit besitze, Gott theoretisch zu vertrauen: Theoretisch glaube ich, dass Gott bei mir ist. Auf die Frage, ob er mir helfen will, antworte ich dann: „Ja, also theoretisch schon…“.
Hat Jesus meine Sünden bezahlt und mich freigesprochen von jeder Anklage? „Theoretisch, Ja.“ Fragt sich dann nur, warum ich mich praktisch gesehen immer noch ständig angeklagt und verurteilt fühle…
Das Problem ist natürlich, dass theoretisches Gottvertrauen praktisch bedeutet: „Ich vertrau dir nicht!“
Vertraust auch du Gott manchmal theoretisch? Dann lade ich dich ein, mit mir zu überlegen, warum das so ist und was du dagegen unternehmen kannst. Es lohnt sich! Denn wenn du es nie lernst, Gott praktisch zu vertrauen, bist du dabei, das Wichtigste deines Lebens zu verpassen: Gott zu erleben.
Der Heilige Geist ist in ungläubigen Gläubigen eingesperrt. Und er will ausbrechen.
Bill Johnson
Wer Gott misstraut kann ihm nicht vertrauen
Misstrauen ist wichtig. Es bewahrt uns davor, blind in große Gefahren zu laufen. Sobald sich dir eine Ungereimtheit präsentiert, gehen die Alarmglocken an. Und das ist gut so –
Außer natürlich jemand benutzt deine an und für sich korrekte Bereitschaft zum Misstrauen, um dich hinters Licht zu führen.
Und dieses Spiel präsentiert sich uns Menschen leider in zahllosen Erlebnissen im echten Leben genau wie in Geschichten, Fabeln und Filmen.
Das menschliche Misstrauen eignet sich perfekt für ein Doppelspiel. Denn es genügt, einfach nur einen Zweifel zu „säen“. Dieser Gedanke bohrt sich in deinem Gehirn fest und verselbstständigt sich schnell.
Misstrauen und wie es immer zweifelt
Dieses Spiel des Bösen (so nenne ich das jetzt einfach mal) findet sich oft in der Menschheitsgeschichte. Das erste Mal wohl bei Adam und Eva: „Hat Gott wirklich gesagt, dass ihr nicht von dem Baum essen sollt? Das sagt er nur, weil er euch was vorenthält.“ Der Gedanke ist gesät.
Die britische Schriftstellerin Jane Austen malt in ihrem Roman „Stolz und Vorurteil“ von 1813 dasselbe Geschehen aus: der gutherzige Mr. Darcy wird von Elisabeth verurteilt, da der charmante Mr. Wickham schlimmes über ihn zu berichten hat. Am Ende stellt sich heraus, dass Wickham der eigentliche üble Kerl ist, der das Schlimme getan hat, und Mr. Darcy in der ganzen Geschichte der eigentliche verkannte Held ist.
Bei den Filmen Star Wars herrscht das gleiche Prinzip: Darth Sidious belügt Anakin und säht in ihm den Zweifel, der ihn in den Wahnsinn treibt: „Die (gute) Macht ist nicht stark genug, um dich und deine große Liebe zu beschützen! Wende dich der dunklen Macht zu und du wirst deine Frau beschützen können!“ Anakin glaubt der Stimme des Bösen und verliert genau das, was er dadurch beschützen wollte: Er bringt in seiner wachsenden, allem misstrauenden Wut seine große Liebe um.
Ja, Misstrauen ist oft gut. Aber Misstrauen aufgrund einer Lüge ist die reinste Katastrophe.
In der Beziehung zu Gott ist das nicht anders. Hier stehen die Gedanken des Misstrauens dem Glauben in dir direkt gegenüber und kämpfen gegen ihn. Richtig wäre das Misstrauen nur dann, wenn Gott tatsächlich ein Bösewicht wäre…
Gott der Bösewicht?
Von Anfang an war es das Ziel des Bösen, dich von dem Vertrauen auf Gott abzubringen. Wer ist dieser Böse? Jesus nennt ihn den, der lügt sobald er den Mund öffnet (Joh 8,44).
Du glaubst nicht, dass es eine dunkle und zutiefst böse Macht in dieser Welt gibt? Dass das Böse nur ein Hirngespinst ist – mit dieser Idee steht die westliche Welt ziemlich alleine da.
Ich will dich ermutigen: Schau dir einmal die unglaublich und abgrundtief bösen Taten von Menschen an, die ihre eigenen Kinder mit unaussprechlich grausamen und abscheulichen Taten zerfressen. In solchen Leben ist das Böse zum Greifen nah.
Es gibt das Böse in dieser Welt, das gleichzeitig auch strategisch und klug agiert. Und es strengt sich mächtig an, um dir ständig diesen Gedanken einzuflüstern: „Gott ist nicht gut. Schau doch hier und schau doch da, was er schon wieder getan hat. Er war’s!“ Häufig stimmen dann alle Menschen wie in Trance mit ein: „Ja, er war’s! Warum hat Gott das getan!”
Welcher Stimme kann ich glauben?
Das schwere in Situationen des Misstrauens ist Folgendes: Wie kannst du die Wahrheit erkennen? Das ist wirklich nicht so einfach. Aber es gibt auch gute Anhaltspunkte, die wie ein Kompass beim Orientieren helfen.
Denn was machst du in deiner Beziehung zu Gott, wenn dir Vertrauen schwerfällt? Bist du mit gutem Grund vorsichtig mit deinem Vertrauen oder nicht? Wenn du mit Gott leben willst, hast du sicher den Wunsch, Gott zu vertrauen.
Aber ich bin mir sicher, dass du manchmal auch Angst davor hast, Gott zu vertrauen. Ich will dir sagen: Dafür gibt es Gründe und es lohnt sich, nach diesen zu suchen und sie etwas unter die Lupe zu nehmen. Denn da stellt sich die Frage: solltest du diesen Gründen, Gott zu misstrauen, nicht auch misstrauen?
Warum Gott vertrauen? Weil er gut ist!
Wikipedia gibt im englischen folgende Definition wieder:
Vertrauen ist die Bereitschaft einer Person einer anderen Person gegenüber verletzlich zu werden. Und das aufgrund der Vorannahme, dass der, dem vertraut wird, sich so verhalten wird, dass es dem Vertrauenden zum Nutzen ist. Darüber hinaus hat der Vertrauende keine Kontrolle über die Aktionen dessen, dem Vertraut wird.
Das ist wirklich der einzige Grund warum Vertrauen sinnvoll ist. Wenn Gott gut ist. Wenn er Böses im Schilde führt oder böse ist macht es Sinn ihm zu misstrauen.
Weil das so ist, musst du dir die Frage stellen: Ist Gott gut? Denn: wenn er es nicht ist, wäre es dumm ihm zu vertrauen. Wenn du diese Frage gut mit „Ja, er ist gut!“ beantwortet hast, will ich dich fragen: Glaubst du, Gott ist gut zu dir? Ist alles, wer er ist und was er tut gut für dich? Wünschst du dir alles, was er für dich vorbereitet hat?
Ich hab öfter bemerkt, dass Christen nicht ganz so schnell Ja und Hurra schreien, wenn das Thema in diese Richtung geht. Ich spüre schnell ein Wiederstreben, sich Gottes Willen ganz hinzugeben, meistens gemischt mit einem unterschwelligen Pflichtgefühl.
Warum ist das so? Das ist, denke ich, die wichtigste Frage überhaupt!
Bösem zu vertrauen geht gegen deine Natur
Wenn Gott sagt, wir sollen ihm völlig vertrauen, war ihm eine Sache sehr klar: Für uns Menschen ist es unmöglich, jemandem Bösen zu vertrauen. Das ist nicht nur antrainiert. Gott hat dich so geschaffen! Er hat in dich einen inneren Kompass gesetzt, dass du dich vor bösen Menschen schützt und misstrauisch wirst.
Wenn du diesen Schutzmechanismus verloren hast, hat das in den meisten Fällen damit zu tun, dass er dir abtrainiert wurde. Vielleicht durch die Eltern, von denen jeder sagt, dass sie doch eigentlich gut sein sollten. Aber deine Eltern waren oder sind es einfach wirklich nicht.
Vielleicht haben dich andere Menschen ungesund geprägt. So kann es dann schwer fallen Vertrauen und Misstrauen „richtig“ anzuwenden. Aber es gibt gute Nachrichten: Wenn du Zeit mit Gott verbringst, der dich wunderbar geschaffen hat, kann er so manches wieder geraderücken. Du kannst deinen Blick auf Dinge wieder in Ordnung bringen – zum Beispiel diesen inneren Kompass wieder ausrichten.
Nur wenn Gott gut ist, darf er auch Vertrauen verlangen
Wenn Gott dich so geschaffen hat, gibt es diese beiden Möglichkeiten:
Entweder Gott ist ein Heuchler, der von dir etwas fordert, von dem er weiß, dass du es nicht einhalten kannst: volles Vertrauen in ihn, d.h. ein vollkommen offenes Herz, obwohl er Dinge tut, die dich verletzten und schlecht für dich sind.
Oder aber Gott ist wirklich vollkommen gut. Und das heißt auch gut für dich in allen Situationen.
Das heißt nicht, dass Gott nicht auch richten und strafen wird, wenn Menschen sich ihm komplett verweigern – und so gerne Böses tun, wie Hunde gerne ihre Kacke fressen. Da macht Gott ja nichts Falsches. Denn ohne Richtigstellung gibt es keine Gerechtigkeit.
Wie Gott sich uns Menschen in Jesus zeigt
Gott zeigt sich dir in Jesus ganz deutlich. Er hat eine große Last getragen um ein Ziel zu erreichen: Er wollte dich befreien. Du warst es ihm wert, als er für deine Sünde am Kreuz gestorben ist.
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Die Last deiner Schuld und deiner Verletzungen haben ihn wirklich hart getroffen – nicht nur deine Last und Schuld, sondern die aller Menschen, die jemals gelebt haben und leben werden.
So ist er, Gott der Vater: Er leidet für seine Kinder und hilft ihnen aus dem größten Drecksloch raus. Und so soll ein Vater, eine Mutter sein: wie er.
Wenn du glaubst, dass Gott nur darauf wartet, dass du dein Herz für ihn öffnest, um dir ein schweres Schicksal zu verpassen, kannst du Gott nie vertrauen. Jemandem zu vertrauen, der dich misshandelt oder schlecht behandelt – das geht nur, indem du dein Herz verbiegst. Und das ist sehr ungesund. Dann sieht es zwar wie Vertrauen aus, fühlt sich aber definitiv nicht wie Vertrauen an.
Gott weiß, wir können ihm nicht vertrauen, wenn wir gleichzeitig denken, dass er uns gleich eine reinbombt
Die Evolution des Leides
Gott will dich nicht zu einem besseren Menschen machen, indem er dir eine unheilbare chronische Erkrankung schickt oder deinen Partner oder dein Elternteil sterben lässt.
Viele religiöse Menschen glauben an eine „Evolution des Leides“, so als stünde am Ende des Leidens ein neuer, besserer Mensch.
Aber es ist nicht die Evolution des Leides, die dich verändert – es ist Gottes Heiliger Geist!
Die Sache ist nämlich die: Menschen können unglaublich viel leiden und am Ende ganz fürchterliche oder ganz unglaublich wunderbare Menschen sein.
Genauso können Menschen kaum leiden und am Ende ganz wunderbare oder unglaublich fürchterliche Menschen sein.
Was allerdings durch Leid oft geschieht, ist das wir ins Fragen kommen. Das kann ein sehr wichtiger Prozess sein, der am Ende wirklich bewirkt, dass ein Mensch seinen Kurs ändert. Oft deshalb, weil er bemerkt wie zerstörerisch die Wege waren, die er ohne Gott gegangen ist.
„Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist, noch Wechsel von Licht und Finsternis“ (Jak 1,17). „Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis“ (1.Joh 1,5).
Was ist die Erziehung, die Gott uns zumutet?
Was mutet Gott uns aber zu, um in der Beziehung mit ihm zu wachsen? Es sind vor allem drei Dinge, die Gott uns bewusst zumutet, die zum einen alle erleben müssen, die zum anderen aber auch eine Chance sind, zu wachsen:
1. Gott vertrauen trotz des Leides:
Dieses Leben ist voll von Schönem aber auch voll von Schwierigkeiten, Problemen und Nöten. Gott erspart uns das nicht. Jeder Mensch erlebt Schweres, manche mehr, andere weniger. Das an sich ist schon unfair. Alle Probleme und Schwierigkeiten haben eine gemeinsame Versuchung: dass du daran zweifelst, ob Gott gut ist. Adam und Eva sind das erste Beispiel für diesen Zweifel. Das ist deine Herausforderung und jeden Tag neu die Frage an dich: Glaubst du, Gott ist ungerechter als du selbst? Oder hältst du an dem fest, was du von ihm schon gesehen hast und sagst in dem Schweren: „Nein, Gott ist trotzdem gut. Und ich werde seine Güte sehen.“ Daran entscheidet es sich: Gehöre ich Gott oder nicht? Zweifelst du in schweren Situationen sofort daran, dass Gott gut ist?
Nur in diesem Leben können wir Gott dieses Opfer bringen: ihm zu glauben, dass er gut ist, auch wenn es sich nicht so anfühlt. Das bedeutet es, wenn Jesus sagt wir sollen wie ein Kind werden. Bill Johnson?
Gott in schweren Situationen Glauben?
2. Von Sünde zu Heiligkeit
Wenn du an Sünde festhalten willst, ist das ein schlechtes Ziel. In diesem Fall kannst du Gott tatsächlich nicht vertrauen, dass er dich darin unterstützt. Denn ein anderes Wort für Sünde ist „zerstörerisches Handeln“. Und gerade davon will Gott dich befreien. Er lädt dich ständig ein, dein Denken zu verändern und seinem Heiligen Geist Raum zu geben. Dann kann er dir nämlich zeigen, was die Realität ist und dass Geiz eben nicht geil ist; dass Ehebruch so zerstörerisch und hinterhältig ist wie ein Attentat auf Menschen, die du liebst, und wirklich nichts mit der „wahren Liebe“ zu tun hat; und dass du ein Sklave bist, wenn du in Sünde lebst. Willst du die Wahrheit über deine Sünde sehen und frei werden?
3. Seine Vision wird deine Vision
Gott hat ein Ziel, das seinem Wesen entspricht: Er will, dass (verzweifelte) Menschen ihm begegnen und frei werden. Gott lädt dich ein, ihn wirklich kennen zu lernen und ein Herz wie seines zu bekommen. Das bringt gewisse Risiken mit sich. Denn dann wird dir wichtig, was ihm wichtig ist. Er hat viel Leid in Kauf genommen, um andere zu retten. Dieses Herz schlägt dann in dir. Wenn du jemanden wirklich liebst, interessiert es dich, wie er die Welt sieht. Bist du bereit, mit Gott mitzufühlen? Willst du ihn nah genug kennenlernen um zu bemerken, was ihn bewegt? Apg 26,17f
Nicht das Leid ist die Kraft zu einem besseren Menschen. Gott selbst ist diese Kraft.
Ein Mensch, der sein Herz ganz für Gott öffnet und ihm vertraut, wird durch Gott selbst jedes Jahr mehr und mehr zu einem wunderschönen Menschen werden. Du kennst Menschen, wo das nicht der Fall ist? Dann darfst du mit Recht hinterfragen, ob sie ihre Wurzeln wirklich in Jesus haben. Denn die Argumentation von Jesus war die:
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„Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen.“ Jesus, ca. 30 n.Chr
Aber bevor du mit Fingern auf Christen zeigst, die deiner Meinung nach nicht gut genug sind, schau lieber dich selbst an und frag dich: lass ich Gott in alle Bereiche meines Lebens hinein, damit ich zu einem Menschen werde, der für mich selbst und andere ein Segen und kein Fluch ist?
Gott ist nicht der Autor von Zerstörung, Chaos, Mord und Totschlag. Woran wir aber natürlich in diesem Leben nicht vorbeikommen, ist die Frage, warum er es zulassen kann. Auf diese Frage gibt es viele gute Antworten – aber das wäre ein anderes Thema. Und doch kann es sein, dass du in diesem Leben keine Antwort finden wirst, die dich völlig zufrieden stellt. Aber du bist für die Ewigkeit geschaffen! Wusstest du das? Bis dahin will Gott dir aber etwas Unglaubliches schenken: Seine absolute Nähe zu dir und seinen Frieden, der besser ist, als jede Antwort es jemals sein kann. Das kannst du nicht glauben? Das liegt daran, dass du eine viel, viel zu niedrige Erwartung an seine Nähe und seinen Frieden hast!
Verpasse heute nicht die Gelegenheit, ihm endlich zu begegnen und ihn ein bisschen näher kennen zu lernen!
Du vertraust Gott nicht? Klage dich nicht an!
Also klage dich nicht an, wenn du Gott nicht vertraust, sondern frage dich heute:
Warum vertraue ich Gott nicht? Wovor habe ich Angst?
Was befürchte ich, wird passieren, wenn ich Gott einlade und sage: „Du darfst in meinem Leben machen, was du willst.“
Gott sagt dir, dass du ihm vertrauen sollst, wie ein Kind seinem guten Vater. Dabei weiß er genau, dass ein Kind nie vertrauen kann, wenn der Vater Dinge tut, die nicht gut sind für das Kind. Wenn der Vater sein Kind verprügelt und dann sagt, es ist für sein Bestes, weiß das Kind: das ist nicht die Wahrheit. Es verschließt sich – kann gar nicht anders. Gott ruft dich aber deshalb zum Vertrauen auf, weil er beides ist: vollkommen gut und voller hingebender Liebe für dich.
Du wirst Gott nie ganz vertrauen können, wenn du nicht zuerst glaubst, dass er gut (zu dir) ist.
Glaubst du Gott, wenn er sagt, dass er gut ist? Damit fängt deine Neugeburt an: dass du die Wahrheit über Gott glaubst. Nicht, dass du an ihn glaubst. Viele glauben an Gott. Aber die Kraft für Veränderung liegt darin, dass du so an ihn glaubst, wie er auch wirklich ist.
Wir brauchen keinen großen Glauben, sondern Glauben an einen großen (und guten) Gott. Hudson Taylor
Leg dir einmal über die nächsten Tage einen Zettel hin oder starte eine Notiz auf deinem Handy zur Frage: wovor hast du Angst? Ich würde mich auch riesig freuen von dir zu hören. Und dann mach dir bewusst: Wenn du Gott dein Leben hingibst und ihn in jeden Lebensraum einlädst, will er als König und Diener kommen. Er will nicht herrisch über dein Leben bestimmen. Er will dir dienen, dich umsorgen und ein Segen für dich sein. Das ist allerdings unmöglich, wenn er nicht auch dein Boss sein darf. Aber wer will nicht einen Boss wie Jesus haben!
Auf diese Art und Weise macht er dich bereit, selber ein Diener für andere Menschen zu werden, bei dem Menschen Schutz und Kraft finden – mit deinen Gaben, Begrenzungen und Leidenschaften. Dann wirst du zu einem Menschen, der sogar fähig ist, das Leid von anderen mitzutragen.
Willst du heute entscheiden, Gott jeden Tag mehr einzuladen und ihm zu sagen:
„Alles was ich bin, gehört dir und ich vertraue dir, dass du mir nichts Böses tun wirst.“
Hast du viel Stress in deiner Ehe/ Beziehung und Erziehung? Geratet ihr zu Hause häufig in laute Auseinandersetzungen? Belasten dich Fehler von Menschen und Situationen, die schlecht gelaufen sind, sehr lange? Versuchst du häufig alle Probleme und Schwierigkeiten zu verhindern und bekommst Panik wenn etwas nicht richtig gut läuft?
By Lena Khrupina from Pexels
Ich möchte dich ermutigen, das so nicht hinzunehmen. Denn es gibt einen besseren Weg zu leben.
Kontrolle über unkontrollierbares loslassen
Wenn Menschen versagen oder Dinge schief gehen, hast du immer die Wahl, wie du damit umgehst. Das ist viel entscheidender als das, was gerade schief geht. Wenn dein Leben eines für dich bereithält, dann ist es das: Stürme.
Verschwende also nicht deine Energie damit, dir „sunshine, lollipops and rainbows“ (oder „Friede, Freude, Eieierkuchen“) zu wünschen, sondern mach das einzige, das Sinn macht: Werde innerlich sturmtauglich. Der erste Schritt dahin ist, Kontrolle über andere loszulassen.
Kontrolliere nur das, was auch kontrollierbar ist!
Viele Situationen im Leben bringen Stress mit sich. Ich weiß nicht, wie es grade in deinem Leben aussieht: Was ist alles so schief gegangen? Was sind die Situationen, wo du oder ein Mensch in deinem engen Umfeld versagt hat?
Oder sind Dinge passiert, für die keiner etwas konnte? Wie kannst du mit solchen Situationen umgehen, ohne dass sie dich später noch ewig stressen und triggern? Darum soll es in diesem Blog gehen.
Traumgeburt?
Bei der Geburt unserer ersten Tochter ist ziemlich viel schief gegangen. Die Geburt hat die ganze Nacht lang gedauert, unter anderem weil mir die Hebamme nicht die richtigen Tipps gegeben hat. Ich hatte ja keine Ahnung, es war meine erste Geburt.
Am nächsten Morgen war es dann endlich so weit. Unsere Tochter lag auf meinem Bauch. Aber ich konnte das wenig genießen, denn ich bekam immer stärkere Schmerzen. Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus. Die Schmerzen wurden so intensiv, das ich einfach nur ohnmächtig werden wollte.
Ich hatte eine Komplikation weshalb ich dann eine Notfall OP bekam.
Kurz nach meinem Aufwachen stellten die Ärzte und Hebammen fest, dass unsere Tochter nicht gut atmete. Später wurde klar, dass sie sich bei mir mit Streptokokken angesteckt hatte.
Babyfeet by Rene Asmussen from Pexels
Wieso hatte das niemand vorher beachtet? Es hatte doch einen Test gegeben, und der war positiv! An den Gesichtern der Ärzte und Hebammen bemerkte ich, dass sie es übersehen hatten. So wurde unsere Tochter kurze Zeit darauf auf die Intensivstation verlegt. Wir konnten sie erst am nächsten Tag wiedersehen und auch in den folgenden Tagen nur sehr selten.
Im Zustand völliger Erschöpfung wurde ich nach Hause entlassen. Frisch aus dem OP sollte ich jeden Tag für ein paar Stunden ins Krankenhaus fahren, um mein Kind zu versorgen. Nur nach anstrengenden Diskussionen konnten wir erreichen, dass ich wenigstens ein Bett bei unserer Tochter auf der Intensivstation bekam.
Kontrolle loslassen
by geralt from Pixabay
Dieses Erlebnis beinhaltet so viel Potential für inneren Stress und Sorge. Immer wieder hatte ich den Satz gehört: „Die ersten Stunden sind so wichtig für die Mutter-Kind-Bindung. Wer das verpasst, kann das nie mehr nachholen!“
Jetzt erst merkte ich, was für eine schreckliche Behauptung das war. So viele Eltern und besonders Mütter werden hier unter Druck gesetzt, die sowieso schon mit einer schweren Geburt zu kämpfen haben. Ich bin überzeugt, dass das einfach nicht wahr ist. Wir Menschen sind keine kleinen zerbrechlichen Pflänzchen, die beim kleinsten Sturm abbrechen. Wir sind robust. Und, obwohl Babys sehr hilfsbedürftig sind, sind sie trotzdem Menschen.
Durch diese Situation hätte ich in großen inneren Stress rutschen können, der mich verfolgt hätte, vielleicht sogar bis heute: „Was, wenn meine Beziehung zu ihr für immer darunter leidet?“
Stress? Entdecke Gottes Einladung, frei zu werden und Kontrolle an ihn abzugeben
Aber dieses Erlebnis besitzt auch ein anderes Potential:
Ich musste in diesem Moment entscheiden: vertraue ich Gott oder vertraue ich der Angst?
Ich bin so froh, dass ich mich für Gott entschieden habe. So konnte ich loslassen und vertrauen: „Auch wenn hier richtig viel schiefgelaufen ist: Gott ist bei uns, bei mir und bei unserem Kind und ist stärker als unsere Probleme.“
Ich durfte erleben, dass mein Vertrauen in Gott mich trägt. Er ist der, der mich stark macht. Trotz dieser schweren Situation.
Ich weiß, dass diese Situation vielleicht lächerlich ist im Vergleich mit den Problemen, die dich attackieren. Aber auch wenn deine Probleme weitaus größer sind, gibt es doch den einen, der ein Meister darin ist, auch deine Probleme zu bewältigen.
Ein Schiff sinkt nicht wegen des Wassers, das es umgibt…
Das Leben ist voll von unkontrollierbaren Situationen. Der erste Impuls ist in der Regel, die Situation kontrollieren zu wollen. In vielen Bereichen ist das auch sinnvoll. Zum Beispiel ist es richtig gut, schnell zu reagieren, wenn der Keller voller Wasser läuft. Es kommt darauf an, das Problem unter Kontrolle zu bekommen.
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In anderen Situationen ist das aber nicht wirklich möglich. Du hast es nicht in der Hand, dass dein Partner die richtigen Entscheidungen für eure Beziehung trifft.
Viele Menschen sind sich dieses Problems nicht bewusst: Je länger die Liste der Dinge wird, die du kontrollieren willst, desto mehr werden dein innerer Stress und deine innere Panik zunehmen.
Zum Vorschein kommt diese Panik erst dann, wenn etwas „außer Kontrolle gerät“. Ist dieser innere Stress, die Panik und der Schmerz dann einfach normal? Ohne Ausweg?
Ich bin überzeugt, dass der Gott, der dich geschaffen hat, einen Ausweg für dich bereithält.
Gottes stiller Einfluss
Einen der größten positiven Einflüsse, den du auf deine Familie, Kinder, deinen Partner oder Freunde haben kannst, ist Gott in deiner Beziehung und Familie Raum zu geben.
Das ist der erste und wichtigste Schritt hin zum: Kontrolle über das Unkontrollierbare loslassen. Wie kann ich mir das praktisch vorstellen? Hier geht es nicht um einen meditativen Ansatz: als ob alles unwichtig sei oder das Ziel die Loslösung von allen Zielen und menschlichen Schwierigkeiten sei. Im Gegenteil.
Es geht darum zu entdecken, dass du in Gott ein wunderbares Gegenüber hast, der für dich kämpft, deinen Schmerz miterlebt und auf deiner Seite steht. Er liebt dich leidenschaftlich und ist stark genug dir zu helfen. Nur wenn du ihm deine Last aktiv gibst, kannst du von deiner Last befreit werden. Das ist oft täglich notwendig, da sich immer wieder etwas ansammelt oder wieder hoch kommt. Versuchst du es ohne ihn, behältst du die Last bei dir oder läufst Gefahr, dem Leben gegenüber gleichgültig zu werden.
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Ein Schiff sinkt nicht wegen des Wassers, das es umgibt. Es sinkt, wenn das Wasser in das Schiff hinein kommt. Lass das, was um dich herum geschieht, nicht in dich hin und dich belasten.
Du als Mensch bist dafür geschaffen, schwierige Situationen zu meistern – an der Hand deines Gottes, der für dich kämpft. Dein Kind auch. Vertraue ihm: er kämpft und siegt für dich. Deshalb brauchst du dich auch nicht vor schwierigen Situationen fürchten.
Deshalb mache es nie zu deinem größten Lebensziel, keine Probleme zu haben. Das bringt nur Stress.
Willkommen in Gottes Welt
Jeder lebt in Beziehungen zu Menschen, die nicht kontrollierbar sind. Computer sind berechenbar. Auch Tiere sind in vielen Situationen berechenbar. Aber Menschen sind da völlig anders.
In diesen Beziehungen erleben wir das, was Gott mit uns Menschen erlebt. Denn er hat dich frei erschaffen, so zu leben wie du es willst. Und er kontrolliert dich nicht.
Ein Huhn kann nicht anders: es macht, was alle Hühner machen, denn sein Instinkt bestimmt es. Du als Mensch bist anders. Gott hat dich in ähnlicher Weise geschaffen, wie er selbst ist. Deshalb kannst du dich freiwillig für eine Beziehung mit ihm entscheiden kannst.
Genau das sind die Beziehungen, in denen du lebst. Deine Beziehung kann schön sein, wenn dein Partner freiwillig bei dir bleibt. Deine Beziehung zu deinen Kindern kann frei und fröhlich sein, wenn sie dir aus freiem Herzen gehorchen.
Wenn du heiratest, gehst du einen Vertrag mit jemandem ein, der unberechenbar ist. Und wenn ihr dann Kinder bekommt, bringt ihr kleine Menschen in die Welt, die wieder eines sind: völlig unberechenbar. Ihr habt keine Ahnung was aus ihnen wird.
By Agostino Toselli from Pexels
Frieden statt Stress: lerne zu erziehen ohne zu kontrollieren
Du kannst dir ausmalen so viel du willst, was aus deinem Kind wird. Aber das ändert nichts an der Tatsache: Du kannst es nicht kontrollieren. Natürlich kannst du versuchen, dein Kind zu kontrollieren. Das wird allerding einen Stress in eure Beziehung bringen, der zerstörerisch ist.
Kein Mensch bringt in uns so erfolgreich das hervor, was wirklich in uns steckt, wie die eigenen Kinder.
Als wir unsere Kinder bekommen haben, fand ich es überraschend, wie ein winziger Mensch so viel Wut in mir erzeugen kann. Er muss nur einfach das nicht tun, was ich will oder was gut ist. Kinder respektieren deine Grenzen als Eltern überhaupt nicht!
Bis du Kinder bekommen hast, gab es so jemanden noch nicht in deinem Leben: jemand, der es überhaupt nicht respektiert, wenn du sagst: „ich kann nicht mehr, ich brauche eine Pause“. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen. Babys brüllen einfach weiter und Kleinkinder schmeißen sich nur noch trotziger auf den Boden.
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Meine Kinder haben mich so richtig mit meinen Schwächen konfrontiert. Noch mehr als mein Mann. Und das ist richtig gut so. Denn so geschieht Wachstum. Nichts ist schlimmer als ein Leben ohne Wachstum. Aber dann kommt eben diese Erkenntnis, die wohl viele Eltern haben: „Am Liebsten hab ich es, wenn alles nach (meinem) Plan läuft.“
Kontrolle loslassen in der Erziehung
Dany Silk beschreibt den Unterschied zwischen Kontrollieren und Erziehen in seinem Buch „Erziehen mit Liebe und Vision“ sehr gut.
Die Botschaft, die wir unseren Kindern senden, ist klar: „Ich kann dich nicht kontrollieren. Ich kann deinen Appetit nicht kontrollieren. Ich kann deine Lerngewohnheiten nicht kontrollieren. Ich kann deinen Respekt nicht kontrollieren. Ich kann die Zunge in deinem Mund nicht kontrollieren. Ich kann deine Einstellung nicht kontrollieren. Ich kann nichts von dir kontrollieren. Ich kann ein paar Grenzen setzen. Ich habe ein paar ziemlich coole Werkzeuge, die ich verwenden kann, wenn du Mist baust, aber ich möchte, dass du schnell lernst, dass deine Seite unserer Beziehung dir gehört. Dein Leben gehört dir und du musst lernen, wie du damit umgehst, denn es kommt ein Tag, an dem ich nicht da sein werde.“
Loving our kids on purpose, p.140
Es bringt nichts, deine Kinder kontrollieren zu wollen …außer Stress für euch und eine sehr anstrengende Pubertät. Es ist viel besser, deine Kinder durch klare Grenzen vor die Wahl zu stellen.
Dein Kind räumt sein Zimmer nicht auf? Klar, du kannst schimpfen und dich aufregen. Und vielleicht erreichst du auch, was du willst: dass dein Kind aufräumt. Aber du hast nichts an der Einstellung deines Kindes verändert.
Der andere Weg ist: du setzt dem Ganzen Grenzen, mit denen du leben kannst: „Deine Aufgabe ist heute dieses Essen ohne Theater zu essen. Wenn du das nicht machst, wirst du mir eine halbe Stunde in der Küche aufräumen helfen. Ich kann mit beidem leben.“
Vielleicht ist es für dich sinnvoll, dir andere Konsequenzen auszudenken. Was passt in deinen Alltag? Konsequenzen, bei denen du selbst bezahlen musst, sind grundsätzlich schlecht. Auch Konsequenzen, die länger als einen Tag dauern, sind schwer zu überschauen und durchzuhalten.
Habe dich und den Konflikt im Griff, nicht dein Kind
„Unterschiedlich zu sein ist nicht falsch. Lerne deinen Mitmenschen zu erlauben sie selbst zu sein und dir du selbst zu sein. Dann bist du auf dem besten Weg das tödliche Element Kontrolle aus deinen Beziehungen zu beseitigen!“ Danny Silk, Autor „Erziehen mit Liebe und Vision“
Das Wichtige ist: bekomme die Konflikt-Situation in den Griff, nicht dein Kind oder Partner! Dein Kind muss sich dann frei entscheiden, ob es weiter gegen dich und die Regeln kämpft oder ob es die Regeln akzeptiert.
Kinder sind aber unglaublich klug. Sie werden sich nicht ständig für Situationen entscheiden, in denen sie am Ende eine Stunde lang aufräumen müssen.
Wie merkst du, dass du die Situation im Griff hast? Daran, dass du dich nicht mehr extrem darüber aufregst, aber trotzdem weißt, dass du dein Ziel erreichen wirst oder (mit deinem Partner) eine Lösung finden wirst.
Kontrolle haben wollen bringt Stress vor allem in deiner Ehe und Erziehung
Wenn ich als Mensch dazu tendiere, Menschen kontrollieren zu wollen, betrifft das natürlich alle Beziehungen, auch die Ehe. Nun bringt das Kontrollieren des Ehepartners leider nicht weniger Probleme mit sich. Regst du dich häufig über deinen Partner auf? Ganz oft liegt der Grund darin, dass er sich nicht so verhält, wie du das willst. Wenn du da rauskommen willst, musst du dich fragen, ob du deinem Partner Fehler erlaubst. Darf dein Partner nicht perfekt sein?
Hier wären ein paar Fragen für eine persönliche Reflexionszeit:
Darf ich Fehler machen?
Darf mein Partner Fehler machen?
Wie viel Angst habe ich vor der Meinung anderer Menschen, wenn ich oder mein Partner etwas falsch macht?
Beschäftige ich mich im Alltag gedanklich mit Zukunftsängsten oder Traurigkeiten über Vergangenes?“
Denke ich oft: Wäre das damals nur anders gelaufen. Das war ein so wichtiger Tag!
Hast du vieles mit Ja beantwortet? Dann sag dir selber:
„Heute ist der eigentlich wichtigste Tag. Wie ich heute lebe und denke entscheidet darüber, wie ich die Vergangenheit und die Zukunft bewerte und empfinde.
Das entscheidet darüber, ob mein inneres Lebensboot mit Wasser gefüllt untergeht oder stark und sicher durch die Stürme des Lebens segelt.“
Ich hoffe du hast einen Tag an dem du mutig neue Schritte in die Freiheit gehst. Gib nicht auf! Es gibt Hoffnung 🙂
Es gibt die unterschiedlichsten Eheprobleme, weshalb Beziehungen schlecht laufen. Denn es sind zwei einzigartige Menschen, die da zusammen (oder gegeneinander) kämpfen.
Ein Problem ist aber mit Sicherheit bei allen mit dabei. Und alle anderen Eheprobleme sind dafür verantwortlich, dass dieses Problem immer neues Futter bekommt.
Aber bevor ich hier weiterschreibe, vorweg noch etwas Wichtiges: Was ich hier an Beziehungsproblemen nicht miteinschließe, sind Probleme wie Machtmissbrauch, Gewalt, Untreue und extreme Verletzungen, die deine Seele zerstören. Das ist ein eigenes Thema, das ich hier auf keinen Fall als Lappalie abtun will.
„Das vergebe ich dir nie!“
Das Eheproblem von dem ich hier reden will ist das nicht vergeben. Deinem Partner nicht zu vergeben hat eine unglaubliche Kraft. Wenn alle deine Eheprobleme als Gift in ein Fläschchen gefüllt werden könnten, würde das Problem „nicht vergeben“ bestimmt 80% des Platzes einnehmen.
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Vielleicht ist deine Beziehung von Problemen bedroht? Dann will ich dich ermutigen, als erstes das Problem „Ich vergebe nicht“ zu beseitigen.
80/20 Regel
Die 80/20 Regel (Pareto-Prinzip), die der italienische Wirtschaftswissenschaftler Vilfredo Pareto (1848-1923) aufstellte kann uns hier auch helfen. Er fand folgendes heraus: Die ersten 80% einer Aufgabe benötigen 20% der Energie, die du insgesamt für diese Aufgabe benötigst.
Um die restlichen 20% zu erreichen, um also bei 100% anzukommen, brauchst du 80% der Energie, die diese Aufgabe insgesamt in Anspruch nimmt. Das heißt, die letzten 20%, bis die Aufgabe „perfekt“ erledigt ist, kosten die meiste Kraft (viermal so viel!).
Das ist eine geniale Denkhilfe, um sich mit Aufgaben im Studium, Haushalt, Beruf, etc. nicht durch Perfektionismus zu verzetteln. Aber ein bisschen anders gedacht, kannst du das Prinzip auch auf deine Beziehung anwenden:
Wenn du anfangen willst deine Beziehung zu verbessern, macht es Sinn auf den Bereich zu fokussieren, der mit relativ geringem Energieaufwand am meisten Veränderung bringt.
Denn nicht alle Probleme haben die gleiche negative „Einschlagskraft“.
So hilft die Beseitigung eines ständigen Problems zwischen euch nicht viel, um eine Verbesserung zu bemerken. Denn sobald dieses beseitigt ist kommt ein neues anmarschiert und nimmt den Platz des vorherigen Problems ein.
Zum Beispiel:
Ein teurer, romantischer Urlaub ist zwar wirklich toll und ich würde niemals auf die Idee kommen, das Angebot auszuschlagen. Aber: Er bedeutet einen riesigen Aufwand mit fraglichem Gewinn (wird die Beziehung dadurch wirklich besser?
Wenn ich mich ständig ärgere, dass mein Mann den Tisch nicht abwischt, oder den Müll nicht rausbringt, kann ich versuchen ihm das „abzutrainieren“. Aber: Das bedeutet einen Aufwand mit sehr fraglichem Gewinn (Männer hassen es wohl grundsätzlich etwas „abtrainiert zu bekommen“). Das heißt natürlich nicht, dass es keinen Sinn macht Dinge anzusprechen und miteinander zu lernen! Aber eben ohne den ständigen Ärger 😉
Diese unlösbaren 20% des Giftes in deiner Beziehung sind nicht das Hauptproblem. Das Hauptproblem ist, dass du diesen Anspruch an deinen Partner nicht los lässt:
„Du solltest besser für mich sein! Du hättest besser für mich sein sollen!“
Vergeben: der Problemlöser mit der größten Einschlagskraft
Wenn du ein Problem loswerden willst, das einen riesigen Unterschied machen wird, dann nimm das Problem „Ich vergebe nicht“.
Warum ist dieser Bereich so riesig? Weil sich dieses Problem auf allen anderen Problemen wie eine Zecke festbeißt und sie bis zum letzten Tropfen aussaugt. Es lebt von den anderen Problemen.
Die Idee, deshalb alle Probleme zu beseitigen, damit dieses Problem kein Futter mehr hat, hatten schon viele.
Meistens endet es mit der erfolgreichen Entfernung des alten Ehepartners und der Einführung eines neuen Partners, bei dem man wirklich gar keinen Grund hat, nicht zu vergeben.
Denn es gibt einfach nichts, was er oder sie falsch gemacht hat. Zumindest solange, bis der erste echte Konflikt kommt…
Dass dieser Bereich so riesig ist, kann jetzt eine gute oder schlechte Botschaft für dich sein. Schlecht ist sie, wenn du nicht bereit bist, vergeben zu lernen.
Aber gut ist sie dann, wenn du bereit bist, im Vergeben besser zu werden. Dann kannst du mit dem Beseitigen von nur einem Problem einen Großteil aller negativen Gefühle langsam reduzieren, die Eheprobleme mit sich bringen.
Wie du mir so ich dir?
Dein Partner hat einen Fehler gemacht oder dich verletzt? Jede dieser Verletzungen stellt dich neu vor die Entscheidung: Wie wirst du damit umgehen? Wirst die Wut festhalten und tagelang schmollen?
Jede einzelne Situation ist absolut entscheidend! Wenn du die Schuld des anderen fest in deiner Erinnerung hältst, trainierst du dich darin, richtig schlecht vergeben zu können.
Jedes Mal ein bisschen schlechter. Nach einem Monat ist das noch nicht so tragisch. Nach zehn Jahren ist es katastrophal.
Vergibst du anderen nicht gerne, vergibst du dir selber vermutlich auch nicht besser. Wie hart bist du gegenüber dir selbst, wenn du einen Fehler machst?
Jesus beschreibt das Nicht-vergeben als ein Gefängnis, in das man sich selber steckt.
Aus diesem Dilemma hilft effektiv nur Jesus auf eine Weise, die wirklich befreit und mich begeistert. Sein Tod und seine Auferstehung sind keine nette Geschichte, sondern haben die Kraft deine Geschichte zu verändern – wenn du es willst. Durch Jesus kannst du neu reagieren, wenn du oder andere versagen oder verletzen.
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„Wie Gott mir, so ich mir und meinem Partner“
Besonders krass habe ich das vor Jahren bemerkt, als unsere Kinder ganz klein waren und ich wegen einem Streit so stinksauer auf meinen Mann war. Mit meinem Baby im Arm saß ich stinksauer da und wollte auch es sein. Aber ich hab in mir Gottes Aufforderung gehört: „Vergib ihm“.
Also hab ich nach einer Weile zu Gott gesagt, dass ich die Wut loslassen will. Das fing damit an zu akzeptieren, dass es okay ist, dass mein Mann Fehler macht – und ich auch. Gott lud mich ein ihm zu vertrauen, dass er für die Wahrheit in diesem Streit füruns kämpfen wird. Das waren meine Überzeugungen, und ich öffnete mein Herz für Gottes Wirken, was ich schon oft trainiert hatte.
An diesem Tag war der Kontrast für mich aber so unglaublich krass spürbar. Vielleicht weil ich gerade ein kleines Baby im Arm hatte, das ganz friedlich da lag. Und in mir drin tobte unbändige Wut. Aber nach diesem Gespräch mit Gott löste sich meine Wut komplett auf und ich hatte Frieden. Ich habe den Streit mit meinem Mann trotzdem noch geklärt. Aber wie ich in das Gespräch ging war komplett verändert.
Vergeben bedeutet frei sein!
In anderen Situationen hab ich das nicht immer so krass gespürt. Aber dieses Erlebnis hat mich unglaublich motiviert, dem Gott, der Frieden geben will, noch mehr zu vertrauen und ihm zu folgen.
Und über die Jahre bin ich besser darin geworden, schneller zu vergeben. Natürlich gelingt das nicht immer gleich gut. Und für mich ist die Zeit mit Gott das Entscheidende. Ich muss zu ihm rennen, wenn mein Herz weh tut, weil mich jemand verletzt hat. Und er heilt diesen Schmerz dann. Das ist, wer er ist. Und das ist, was er versprochen hat.
Denn das ist sein Charakter: Er ist ein Gott, der meine Schwächen sieht und sie mir gerne vergibt. Wenn ich seine Vergebung will. Verdiene ich das? Nicht oft.
Aber deshalb bin ich so gerne mit ihm. Weil ich weiß, egal was ist: Er macht mir keine Vorwürfe und schimpft nicht über meine Fehler. Aber er ermutigt mich zur Veränderung und gibt mir innerliche Kraft. Diese Kraft macht, dass ich mich verändern kann.
So ist er. Und so kann ich dann auch mich und meinen Partner behandeln.
Wie kannst du also praktisch mit den Schwächen deines Partners oder Mitmenschen umgehen?
Liebe dich wie Gott dich liebt
Einer der bekanntesten Verse der Bibel lautet, frei übersetzt: Gott hat dich so sehr geliebt, dass er in Jesus für dich auf die Welt kam, damit, wenn du an ihn glaubst, du ewig leben wirst und frei sein wirst (Joh 3,16).
Gottes Liebe ist die Quelle. Wenn seine Liebe für dich keine Realität wird, wird es mit dem Vergeben schwierig. Er muss dir seine Liebe zeigen, damit sich etwas verändern kann.
Deshalb: Bist du ein Mensch, der verstanden hat, dass er täglich essen muss, um am Leben zu bleiben? Dann nimm dir auch Zeit, täglich dein Herz mit Gottes Liebe für dich zu füttern. Das geht so: Lade ihn ein, dir heute zu zeigen, wer er ist und wie er dich liebt. Und bitte ihn dir zu zeigen, wie du vergeben kannst.
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Nimm dir zwischendurch einmal Zeit die Bibel zu lesen. Mach etwas Platz in deinem Alltag für Gott. So wie du Platz machst, um zu essen und zu trinken. Das ist auch der Grund für das Gebet vor dem Essen. Damit sagst du: „Gott, mein Herz braucht dich, wie mein Körper Nahrung braucht.“
Gott liebt dich einfach so sehr und hilft dir so gerne, wenn du zu ihm kommst. Seine Kraft kann das, was deine nie schafft. Und dann kann der nächste Schritt kommen:
Liebe deinen Nächsten wie dich selbst
Gott hat kein Problem damit, dass du und dein Partner begrenzt sind und Fehler machen. Aber er hat ein Problem damit, wenn du so tust, als wäre deine Schuld und die Schuld deines Partners kein Problem. Schuld ist ein Problem und sie muss zu Gott gebracht werden. Denn nur er kann diesen „Sondermüll“ richtig entsorgen.
Du und dein Partner sind zu unterschiedlich? Das Problem hierbei ist nicht eure Unterschiedlichkeit. Das Problem ist, dass du dem anderen nicht vergibst, so anders zu sein.
Wenn dich dein Partner verletzt oder sauer macht, wende dich an Gott und vertraue ihm. Gebe ihm die Schuld, Wut und Verletzung. Er wird für dich kämpfen. Vielleicht merkst du nach einem Tag oder einem Monat noch keinen riesigen Unterschied. Aber nach ein paar Jahren blickst du mit Sicherheit zurück und kannst sagen: Mit Gott habe ich eine Katastrophe verhindert!
Gott meint es ernst
„Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet“ (Lk 6,36f).
Gott nimmt das Problem mit dem nicht Vergeben ernst. Ihm geht es um dein Herz. Gibt es etwas, das dich von Gottes Vergebung fernhalten kann? Ja, wenn du nicht vergibst. Da war Jesus extrem deutlich.
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Dein Herz ist es wert, dass du dem anderen und dir vergibst! Vielleicht fragst du dich, warum Gott so hart ist, wenn es um das Vergeben geht?
Naja, das ganze Ding mit dem am Kreuz sterben war schließlich auf diese eine Sache fokussiert: Dass Gott dir vergibt und treu bleibt, obwohl du es nicht verdienst.
Das ist die große Botschaft von jedem einzelnen Christen: „Ich bin ein Sünder und Gott hat mir vergeben! Er hat mich gerecht gemacht!“ Und das soll deine Ehe auch ausdrücken: Ich liebe meinen Partner und bleib ihm treu, auch wenn er es nicht immer verdient.
Dein Herz wird nie gesund werden, wenn du dich an diesem Thema vorbei mogelst.
Wenn du Christ bist und das ist nicht deine Botschaft, dann würde ich dir raten, nochmal über deinen Glauben nachzudenken. Vielleicht entdeckst du im Vergeben das, was dir all die Jahre gefehlt hat.
Wenn du nicht Christ bist dann werde es! Jesus ist das Beste, das dir je passieren wird, denn seine Liebe ist unvergleichlich.
Nicht vergeben: das größte Problem?
Ist es in deiner Beziehung also wirklich das größte Problem, dass du nicht vergibst? Ich sehe natürlich deine Beziehung nicht und weiß nicht was alles schon vorgefallen ist. Aber das eine weiß ich: Meine Liebe zu meinem Mann schrumpft rapide, wenn ich anfange nachtragend zu sein und ihm (innerlich oder verbal) Vorhaltungen mache.
Nicht vergeben ist und bleibt eines der größten Probleme der Menschheit.
Natürlich verschwinden durch das Vergeben nicht auf einmal alle anderen Probleme in deiner Ehe. Aber ihre negative Kraft wird definitiv reduziert.
Gott will Beziehungen heilen. Er liebt deine Ehe. Er liebt euch und hat Hoffnung für euch.
Okay, das ist schon eine steile Behauptung: Eine glücklichere Ehe in nur 7 Tagen. Eine Woche flitzt vorbei wie im Zeitraffer, während ich das Gefühl habe, mich in Zeitlupentempo slo-mo zu bewegen. Also was kann ich schon in einer Woche schaffen? …geschweige denn verändern!?
Eine Woche – wenig Zeit, aber in sieben Tagen kann sich unglaublich viel ändern. Jeder Tag trägt Potenzial in sich für etwas Neues: Gutes wie Schlechtes. Und mal ganz ehrlich: um einen riesigen Streit hervor zu beschwören, braucht man nur Minuten…
Deshalb: in einer Woche wird nicht alles perfekt (auch nicht in einem Jahrhundert). Aber sieben Tage können sieben Schritte werden, die deine Beziehung glücklicher machen.
Dabei kann dir dein „Ich“ von früher helfen, etwas wiederzuentdecken: Wie hast du es überhaupt geschafft hast, dich in deinen Partner zu verlieben?
Auf dem Standesamt
Bei unserer Standesamtlichen Hochzeit 2004 hat die Standesbeamte uns einen so bescheuerten Wunsch zugesprochen, dass er mir hängen geblieben ist: „Ich wünsche Ihnen, dass ihre Ehe wie ein Spaziergang an einem Strand ist, wo immer die Sonne scheint, und dass nie ein Sturm kommt.“ Nichts anderes weiß ich mehr aus der Rede, außer diesem Wunsch.
Utopisch. Wenn das meine Erwartung an meine Ehe wäre, müsste ich auf das erste Gewitter nicht lange warten. Und der Schock über dieses Gewitter ist umso größer, je übertriebener die Erwartung an meine Beziehung ist.
Vielleicht fragst du dich deshalb, ob es überhaupt Sinn macht zu heiraten, wenn es früher oder später eh knallt und alles im Arsch ist?
Deshalb will ich dir heute sagen: deine Ehe ist sehr viel robuster, als du es vielleicht denkst. Ganz viel kann wieder heil werden, ohne dass eure Beziehung zerbrechen muss. Und es gibt einige Dinge, die du tun kannst, um deine Ehe oder Beziehung allwettertauglich zu machen.
Schlecht oder schlecht gepflegt?
Wenn du von deiner Beziehung denkst, dass sie schlecht ist, ist es meistens korrekter zu sagen: „Meine Ehe ist schlecht gepflegt“ – schlecht gepflegt von dir, deinem Partner oder von euch beiden. Dieser Unterschied ist wirklich wichtig. Denn: eine schlechte Ehe einfach „gut machen“ ist schwierig. Aber eine schlecht gepflegte Beziehung besser pflegen kann jeder! Und das wirkt sich aus.
In der Überschrift steht ganz bewusst „glücklicher“. Das Wort „glücklich“ ist viel zu statisch, als gäbe es nur einen Zustand in der Welt, mit dem man eine glückliche Beziehung beschreiben könnte. Aber die glücklichste Ehe wird plötzlich traurig, wenn einer oder beide Partner Entscheidungen treffen, welche die Beziehung verletzen. Und eine eher schlechte Ehe kann sich dann plötzlich glücklicher anfühlen, wenn einer oder beide positive Veränderungen einführen.
Glückliche Beziehung: Investiere in 7 Schritte in die richtige Richtung!
Diese folgenden 7 Punkte sind für mich in meiner Ehe wie ein Kompass. Wenn die Stimmung zwischen meinem Mann und mir etwas schlechter wird, denke ich: Okay, welcher Bereich unserer Beziehung wird gerade schlecht gepflegt? Und dann richte ich mich neu aus. Denn bei einem Kompass muss einfach die grobe Richtung stimmen. 100% auf Kurs bleiben wäre schrecklich mühsam und dazu unnötige Energieverschwendung. So empfindlich sind unsere Beziehungen nicht.
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7 Dinge, die du von deinem früheren verliebten „Ich“ lernen kannst
Ich hoffe dass diese sieben Tipps dir und deiner Beziehung auch helfen können. Sind dir 7 Punkte zu viel? Kein Problem! Das frühere verliebte „Ich“ weiß, wie es geht! Erinnere dich einfach: Wie warst du, als du dich in deinen Partner verliebt hast? Einer, der wahnsinnig verliebt ist, weiß wie „Liebe“ geht. Verliebt zu sein scheint mir wie ein in unserer DNA einprogrammiertes Tutorial von Gott: „Lieben für Dummies!“, als ob er sagt: „Jetzt zeige ich dir mal, wie das geht mit dem Lieben, und dann darfst du selbst weiter machen“. Ein Starter-Set fürs Lieben sozusagen.
7 Tipps fürs verliebt bleiben:
1. Verurteile deinen Partner nicht dafür, nicht perfekt (für dich) zu sein. Du bist es auch nicht.
Verliebte können das nur zu gut: die Schwächen des anderen ignorieren… manchmal gegen alle Vernunft. Verachtung beschreibt der Beziehungsforscher John Gottman als absoluten Liebeszerstörer. Wenn er Verachtung in einer Ehe beobachtet, gibt er der Beziehung nicht viel Hoffnung.
Wenn Gefühle der Verachtung eine Pflanze wären, dann ist Verurteilung ihre Wurzel. Bei den meisten Wurzeln bringt es wenig, die Blätter abzuschneiden. Da wachsen halt Neue nach. Die Wurzel muss raus.
Verurteilen geht ganz einfach: Du siehst die Schwächen deines Partners und hast kein Verständnis für sie.
„Dass du so bist, kann ich einfach nicht verstehen. Ich wäre an deiner Stelle nicht so blöd wie du. Und du hast keine Entschuldigung dafür, dass du so bist.“ Das, würde ich sagen, ist die Essenz, wenn du jemanden verurteilst.
Mit Verständnis würdest du sagen: „Das ist zwar ein Problem in dir. Aber ich liebe dich trotzdem.“
Aus diesem Grund ist Verurteilen so zerstörerisch: Je mehr du deinen Partner kritisierst, umso mehr wirst du nur noch das Schlechte sehen und das, was er oder sie falsch macht.
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Wenn du vorhast deine Ehe zu zerstören, dann tu es mit Verurteilung! Das verspricht ein 100%ige Erfolgsgarantie. Verurteilung tötet jedes Gefühl von Liebe, das du für deinen Partner hast; und mit ein bisschen Zeit stirbt auch seine Liebe für dich.
Aber Veränderung ist möglich. Die Lösung ist allerdings nicht, einfach nichts Kritisches mehr zu sagen. Es geht vielmehr um dein Denken. Nimm dir heute einmal Zeit, über das nachzudenken, was du so an deinem Partner kritisierst.
Und dieses Mal schau dich selbst kritisch an! Bist du perfekt, dass du das Recht hast, deinen Partner zu verurteilen? Wenn deine Antwort „Ja“ ist, dann ist sie in Wirklichkeit „Nein“. Denn ein „perfekter“ 😉 Mensch weiß, dass er nicht perfekt ist und nicht das Recht besitzt, die Menschen um ihn herum zu verurteilen.
Und dann nimm deinen inneren Kompass und dreh dich von „ich verurteile meinen Partner“ zu „ich will meinen Partner nicht mehr verurteilen“.
2. Redet über alles
Nicht verurteilen, trotzdem reden. Ohne Tabus. Aber die Grundhaltung ist wichtig: „Nicht wir kämpfen gegeneinander“, sondern: „wir kämpfen Seite an Seite gegen unser Problem!“ Ich finde den Maulkorb für Gespräche hierbei recht anstrengend. Sage nicht: „…“, sondern sag es doch so: „…“. Ich will im Gespräch mit meinem Mann (oder auch mit guten Freunden) nicht ständig auf jedes Wort achten, dass ich ja nichts Falsches sage.
Die Grundeinstellung ist das Entscheidende. Du kannst mit dieser „Saubermann-Sprache“ alles richtig sagen und dabei eine scheiß innere Haltung haben. So bist du unangreifbar, denn du hast ja nichts Falsches gesagt. Aber das bringt niemanden weiter. Und dich schon gar nicht.
Zeig dein Herz und sei ehrlich – auch zu dir selbst. Aber mit einer riesen Portion Barmherzigkeit für den anderen – auch für dich selbst… eben ohne zu verurteilen, sondern mit einem Herzen, das für beide eine gute Lösung finden will. Denn es geht dir ja nicht darum, dass es nur für dich besser wird, oder …?
Die Gespräche mit meinem Mann sind dann am besten, wenn ich nicht mehr wütend bin. Dann konnte ich etwas nachdenken und mir klar werden, was das bzw. mein Problem ist. Das klappt zeitlich natürlich nicht immer. Aber es macht Sinn, dass wir es uns gemütlich machen, während wir streiten. Warum nicht dabei auch ein Glas Wein oder eine Tasse Tee oder Kaffee trinken? Das Leben ist zu kurz um zu streiten ohne zu feiern. 😉
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3. Habt zweckfreie Zeit zu zweit
Verliebte wissen eines zu tun: So viiiiel Zeit wie möglich mit dem anderen verbringen. Zu allen (un-)möglichen Zeiten. Wie z.B. durch die Nacht während dem Schlafen einen WhatsApp-Call laufen zu lassen. Damals wusste man, was wichtig ist, um sich näher zu kommen und sich kennenzulernen.
Dann passiert das Leben. Und die Gefahr ist groß, das zu vergessen:
Es ist immer noch wichtig, genug Freizeit miteinander zu verbringen, um euch nahe zu bleiben und nicht zu vergessen, wer der andere ist. Ihr braucht Zeit, damit ihr euch auch im nächsten Monat noch kennt.
Dabei zählt nicht die Zeit, in der man organisiert, aufräumt, arbeitet, Probleme bewältigt…
Wenn ihr einen teuren Urlaub bucht, an dem ihr dann nur arbeiten müsst, fühlt ihr euch verarscht. Die Liebe zwischen euch fühlt sich auch verarscht, wenn die Zeit, die eure Liebe braucht, um am Leben zu bleiben, mit Stress und Arbeit gefüllt ist.
Lerne von deinem verliebten „Ich“. In dir selbst liegt die Anleitung zum glücklich-verliebt-Bleiben.
Manchmal ist zweckfreie Zeit schwer umsetzbar oder phasenweise unmöglich. Das ist natürlich okay. Aber wenn „keine Zeit“ zum neuen Lebensmodell wird, könnte das schief gehen. Wenn deine Ehe ein Schiff ist, dann ist ihr Hafen die Zweisamkeit.
Es geht nicht gut, wenn ein Schiff nur immer weiter segelt ohne Zeit für Reparaturen. Der Satz „Es geht halt nicht anders“ hat ein bitteres Echo, wenn man dem Schiff zusehen muss, wie es in den Tiefen des Ozeans versinkt. Aber das Gute ist: Der Hafen ist nur eine Entscheidung weit entfernt.
Habt ihr schon lange keine entspannte Zeit miteinander verbracht? Fangt diese Woche damit an! Am Anfang fühlt es sich vermutlich eher nicht sehr entspannt an. Aber mit der Zeit wird es schöner. Gebt einfach nicht auf. Ein bis zwei Abende in der Woche (oder ein paar Stunden tagsüber, wenn es abends nicht geht) empfinden wir als Minimum.
4. Liebe Humor – vermeide Zynismus
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Humor ist eine göttliche Superkraft. Vielleicht bin ich etwas voreingenommen, da ich Humor liebe und einen extrem humorvollen Mann hab (inzwischen auch zwei manchmal zu humorvolle Teenager…). Aber Humor ist wie Medizin, um das Leben leichter zu nehmen. Es gibt so viel Schweres in der Welt und im eigenen Leben. Aber durch Humor wird vieles so viel leichter.
Humor ist die Einstellung eines Menschen, der sich über seine Probleme erhebt wie ein Krieger, und trotzdem lacht.
Das Gegenteil ist andauernder „Todernst“ oder zynische Bemerkungen über die Schwächen des anderen. Die Haltung eines Kriegers ist es, die dich befähigt aufzustehen und etwas an deiner Situation zu ändern. Trotzdem lachen kann ich allerdings nicht einfach ohne Weiteres, wenn es mich innerlich zerreißt.
Ich persönlich schaffe das nur so: Ich lade Gott in die Situation ein, die mich belastet. Wenn ich in meinen Gedanken für Gott Platz mache, dann ist es so, als ob er sagt: „Hey, es ist nicht so schlimm. Ich mache es wieder gut!“
Dieser Satz über deiner Ehe hat viel Kraft; vor allem, wenn du ihn aus Gottes Mund hörst. Dann löst sich Stück für Stück die Ernsthaftigkeit eines schlimmen Streits auf und du kannst trotzdem lachen.
Vielleicht kennst du andere Wege. Aber es ist logisch, mich damit an Gott zu wenden. Er ist der Erfinder von schönem, befreiendem Humor.
5. Sei ehrlich
Das mit der Ehrlichkeit ist ja so eine Sache. Ich wünsche mir, dass der Verkäufer mit mir ehrlich ist. Mein Partner und meine Kinder sollen mir gegenüber auch ehrlich sein. Aber kommt es hart auf hart, gilt eins: Eine kleine Notlüge gönne ich mir schon mal ab und zu. Trifft das auf dich zu? Dann will ich dir sagen:
Es macht wirklich Sinn deinen inneren Kompass auf Ehrlichkeit auszurichten! Denn: Kleine Unehrlichkeiten bewirken, dass sich dein Partner nie sicher sein kann, was noch alles nicht wahr ist zwischen euch. Denn:
Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Das ist ein sehr simples Sprichwort mit unglaublicher Wahrheit. In jeder Beziehung geht die Basis von Vertrauen ohne Ehrlichkeit verloren.
Aber es hört nicht damit auf, dass dein Partner sich nicht mehr auf deine Worte verlassen kann.
Lügen und Geheimnisse brodeln im Herz und rauben dir Luft zum Atmen. Denn die Frage bleibt: „Ist alles aus, wenn das rauskommt?“ Da kannst du gleich täglich eine kleine Dosis Gift schlucken und lebst wahrscheinlich noch gesünder.
Aber was, wenn sich schon ein großer Haufen Lügen aufgetürmt hat?
Vielleicht ist es unmöglich, alles auf einmal ehrlich zu sagen. Aber das eine kann jeder: Stelle ab heute deinen inneren Kompass auf Ehrlichkeit! „Ich will ein (liebevoller!) ehrlicher Partner sein.“ Und du kannst Gott bitten, dir dabei zu helfen die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Ein weiteres Problem mit den kleinen Notlügen ist das: Wenn ich in unwichtigen Situationen nicht versuche ehrlich zu sein, werde ich auch in wichtigen Momenten versucht sein zu lügen.
Neulich hat mein Mann gefragt, wo seine alten Hausschuhe hingekommen sind. Ich bin mir nicht sicher, aber es ist möglich, dass ich sie weggeschmissen habe. Denn das weiß ich noch: Sie waren definitiv reif für die Tonne.
Jetzt musste ich mich entscheiden. Sage ich einfach: „Ich hab keine Ahnung, wo du sie hin hast?“ Oder sage ich die Wahrheit: „Ich weiß es nicht sicher. Aber es kann sein, dass ich sie weggeschmissen habe.“ Naja. Ehrlich stehe ich schlechter da.
Äußerlich scheint das wie eine ziemlich kleine Sache – innerlich ist sie es aber nicht: Ich bin wieder ein bisschen besser darin geworden, die Wahrheit zu sagen, auch wenn es unbequem oder peinlich ist.
Einen Satz höre ich öfter beim Thema Lügen: „Ich schade damit ja Keinem“. Ja, manchmal stimmt das vielleicht. Aber dabei vergisst du einen, dem du immer schadest: Dir selber. Lügen verändert dich. Immer ein kleines, winziges Bisschen, ohne dass du es bemerkst. Und es dauert nicht lange, bis der Unterschied zwischen Wahrheit und Lüge verschwimmt.
Das können wir Menschen recht gut – uns selbst etwas vormachen. Ein machtvolles Gegengift gegen Selbstbetrug ist Wahrheit. Ich habe neulich ein tolles Sprichwort gehört: „Säe einen Gedanken und du erntest eine Tat, säe eine Tat und du erntest eine Gewohnheit, säe eine Gewohnheit und du erntest ein Schicksal.“
6. Sei treu
Eine Beziehung ohne absolute Treue ist wie Bungee-Jumping ohne Seil… Da fehlt einfach etwas. Ja, man hat während dem Seitensprung ziemlich viel Bewegungsfreiheit, aber auch nur so lange man von der siebten Wolke fliegt. Ziemlich schnell macht es klatsch, und die Beziehung ist vorbei.
Selbst wenn man dann noch dreißig Jahre verheiratet bleibt, ist es schwer, die Überreste der Beziehung vom Boden zu kratzen und sich an ihnen zu freuen. Dennoch ist es nicht unmöglich, sich von einem Beziehungsbruch zu erholen. Aber es ist extrem schwer und der Preis ist extrem hoch.
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Meine Treue zu meinem Mann und seine zu mir, fängt im Zensieren meiner und seiner Gedanken an: Welches Kopf-Kino erlaube ich? Was schaue ich mir an? Pornographie und Phantasien über andere Partner sind der Anfang der Untreue. Das ist ein Türöffner, der nur auf eines wartet: Bis die richtige Gelegenheit anklopft.
Ich persönlich lass mich nicht auf tiefe Freundschaften mit anderen Männern ein. Mein Mann ist mein bester Freund und wenn, dann treffen wir uns gemeinsam. Das empfinden wir als einen guten Schutz. Ein Seitensprung entsteht nicht über Nacht, sondern schleichend über Monate, indem ich erlaube, dass ein anderer Mensch die Stelle meines Partners einnimmt. Naja, so machen wir es halt.
7. Gib der Intimität einen hohen Stellenwert
Stell dir einen Raum vor. Dieser Raum ist eure Beziehung. Wie ihr diese Beziehung lebt, entscheidet über die Temperatur in diesem Raum, so wie ein Thermostat. Ist es zu heiß? Oder so kalt, dass man schon Bilder in die Eisschicht auf dem Fenster malen kann? Oder so, dass sich beide in diesem Raum wirklich wohl fühlen? Kümmert sich keiner um die Temperatur, wird es automatisch zu kalt (oder zu heiß).
Die Intimität ist in eurer Beziehung eher wie ein Thermometer. Im Bett stellt ihr fest, wie es in eurer Beziehung läuft. Für eine gewisse Zeit kannst du oder dein Partner eine schlechte „Temperatur“ zwischen euch ignorieren oder geheim halten. Aber früher oder später wird klar, dass etwas nicht stimmt.
Ich hab bemerkt, dass es normalerweise so ist (natürlich mit Ausnahmen): Frauen müssen sich geliebt fühlen, um Intimität zu wollen. Männer hingegen fühlen sich geliebt, wenn sie körperliche Intimität haben. Das kann schnell zu einem Teufelskreis werden. Erst recht wenn die Beziehung durch Umstände belastet ist. Aber muss es nicht.
Wichtig ist: Beide müssen versuchen, sich um eine gut eingestellte Temperatur zu kümmern. Wenn es dir und deinem Partner wichtig ist, dem anderen Liebe zu geben und nicht nur Liebe zu erwarten, kann es gut klappen. Wenn einer nur erwartet, der andere nur gibt, dann wird es auf lange Sicht nicht gut gehen.
Erfüllte Intimität bedeutet, dass beide Partner einander genießen. In der Ehe (er)trägt man einander. In der Intimität feiert man das gemeinsame Ertragen.
Sobald sich ein Partner in der Beziehung schlecht fühlt (zu Recht oder zu Unrecht), schlägt die „Temperatur der Intimität“ aus: Dann müsst ihr euch wieder um die Beziehung kümmern.
Das bedeutet manchmal reden: „Wie denke ich über dich? Wie denkst du über mich? Fühlen wir uns in unserer Ehe wohl? Verachtest du mich oder ich dich? Interessieren dich meine Gedanken und Gefühle? Und interessieren mich deine?“ Verachtung und Desinteresse sorgen garantiert für eine schlechte Stimmung im Bett.
Egal welcher Konflikt – du trägst ihn mit ins Bett.
Oder es ist wieder an der Zeit, mehr entspannte Frei-Zeit miteinander zu verbringen.
In jedem Fall macht es keinen Sinn, eine gute „Temperatur“ zwischen euch zu erwarten, ohne dafür die Temperatur einzustellen. Ist die Stimmung bei minus 10 °C bringt es nicht viel, aufs Thermometer zu klopfen und so zu tun, als wäre es warm.
Aber es bringt etwas, über das Klima zu reden: „Ich kann gerade wegen diesen Gründen (…) nicht ins Bett. Aber ich verstehe, dass du das brauchst. Was können wir tun, dass es sich für uns beide am Ende des Tages richtig anfühlt?“
Entscheidend ist hier auch wieder: Wenn sich etwas in deiner Beziehung positiv verändern soll, darf sich dein Kampf nicht gegen deinen Partner richten. Entscheide dich heute dafür, deinen Standpunkt zu ändern: Anstatt gegen deinen Partner, stell dich neben ihn, um Seite an Seite gegen euer Problem zu kämpfen, das euch entzweit.
Glückliche Beziehung in 7 Schritten – Investiere heute in deine glücklichere Ehe:
Nimm dir Zeit für Veränderung! Deine glückliche Beziehung braucht Zeit!
Zugegeben: gute Veränderungen in einer Beziehung brauchen mehr als nur sieben Tage. Aber es ist gleichzeitig doch auch erstaunlich, was man alles in sieben Tagen kaputt machen kann.
Sieben Tage Streit und man hat keine Hoffnung mehr für eine Beziehung, die davor ganz okay war. In sieben Tagen wird aber womöglich auch einiges wieder heil, oder zumindest besser.
Sieben Tage oder sieben Schritte:
Verurteile deinen Partner nicht – ihr seid beide nicht perfekt.
Redet über alles wie ein Team, nicht wie Feinde.
Verbringt mehr als ein- bis zweimal in der Woche Freizeit zusammen (auch wenn es am Anfang vielleicht mühsam ist – es hat euch schon mal Spaß gemacht. Es wird euch wieder Spaß machen!)
Lacht gerne zusammen – auch über eure Schwächen. Humor sagt: Es ist okay, ich liebe dich trotzdem! Aber meidet Zynismus.
Sei bedingungslos ehrlich – richte dich innerlich auf Ehrlichkeit aus.
Sei bedingungslos treu – richte dich innerlich auf absolute Treue aus.
Nimm dir bewusst Zeit für Intimität – bzw. Zeit um das Klima zwischen Euch zu verbessern.
Welcher dieser Punkte ist für dich und deine Beziehung wichtig? Gibt es Punkte, die du gerne verändern möchtest? Fang heute an