Depressive Gefühle? 6 Lebensgewohnheiten die nicht helfen

Depressive Gefühle 2022? Was tun bis der Therapeut Zeit hat? Finde heraus, welche 6 Lebensgewohnheiten dir nicht helfen und welche helfen!

Was tun bis die Hilfe kommt?

2022 scheint ein schlechtes Jahr zu sein, um mit depressiven Gefühlen zu kämpfen. Die Wartelisten sind so lang, dass sogar die Tagesschau davon berichtet. Was sollen die vielen Menschen tun, die in dieser verzweifelten Lage stecken und Hilfe brauchen, aber keine bekommen? Ich will dir gerne 6 Lebensgewohnheiten vorstellen, die bei depressiven Gefühlen nicht helfen.

Wenn du es diesen Monat schaffst, dich nur von einer dieser 6 Gewohnheiten zu verabschieden, ist das ein erster Schritt zur Entlastung deines Herzens. Denn das ist es, wonach dein Herz sich sehnt: Entlastung.

Gott, dein Therapeut?

Wundere dich aber nicht, wenn in fast allen Punkten Gott irgendwie mit vorkommt. Er hat dein Herz geschaffen und deshalb weiß er am allerbesten, was dich krank macht. So könnte man ihn den besten aller Therapeuten nennen.

Er hat dich aber nicht nur gemacht, sondern liebt dich extrem und will eine Beziehung mit dir haben. Während du dich vielleicht wie ein vertrockneter Garten anfühlst, will er dein Herz mit Leben und neuem Wachstum erfüllen.

Depressive Gefühle? Sie belasten das Herz unglaublich. Finde durch 6 neue Lebensgewohnheiten Entlastung für dein Herz.
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Betrifft das Thema dich gerade und du leidest unter depressiven Gefühlen, hast bis jetzt aber noch keine Hilfe bekommen? Oder es geht dir noch nicht so schlecht, dass du professionelle Hilfe brauchst?

Dann begleite mich dabei, zu überlegen, welche 6 Lebensgewohnheiten das ganze schlimmer machen und welche gegenteiligen Gewohnheiten dir dafür Entlastung bringen.

Hoffnung finden

Ich bin keine Psychologin und will hier auf keinen Fall so tun, als wüsste ich genau, warum du an deinem belasteten Herzen leidest. Auch will ich dir nicht sagen, dass du einfach diese Lebensgewohnheiten vermeiden musst um von einer Depression befreit zu werden.

Aber ich bin überzeugt, dass es Sinn macht, sich besonders in verzweifelnden Situationen mit Gottes Gedanken über uns Menschen zu beschäftigen. Er hat mir persönlich schon so oft guten Rat gegeben, der mich in guten wie in schlechten Zeiten durchträgt.

Vielleicht kann dies für dich eher wie ein Gespräch unter Geschwistern oder mit einem Freund sein. Mach dir eine schöne Tasse Tee und setz dich mit mir hin, um zu überlegen, wie dein Herz etwas entlastet werden kann.

Denn jede kleine positive Veränderung ist besser als keine Veränderung!

Entgifte dein Herz

Neulich hab ich in einem Buch nachgelesen, wie man seine Leber so entgiftet. Denn manche körperlichen Beschwerden können dadurch verbessert werden. Die Leber ist das wichtigste Entgiftungsorgan des Körpers. Sie hat einen wichtigen Job, aber wir beachten sie heutzutage recht wenig.

Ein anderes Organ, das nicht so ganz organisch ist, ist dein „Herz“. Also nicht dein Organ Herz mit dem ganzen Blut drin, sondern dein Herz, das man auch Seele oder Geist nennt.

Ich weiß nicht wie du geprägt bist und wie viel Beachtung dein Herz bekommt. Aber genau wie die Leber ist dein Herz das „Organ“, das für Entgiftung verantwortlich ist. Dein Herz nimmt all die Reize deiner Innen- und Außenwelt in sich auf und versucht sie zu verarbeiten.

Wenn die Leber durch Gift überlastet wird, versagt die Leber und der Mensch wird unglaublich krank. Was passiert mit deinem Herz wenn es durch Gift überlastet wird?

Deine Leber und dein Herz haben eine Gemeinsamkeit: sie entgiften so viel sie können - die Leber aus deinem Körper, dein Herz aus deinem emotionalen Umfeld

Was vergiftet dein Herz?

Es gibt leider kein Blutbild, dass feststellen kann, was genau dein oder mein Herz vergiftet. Aber dafür gibt es die Weisheit. Darauf ist auch die Psychologie an sich begründet: durch Beobachtung und weise Schlussfolgerungen zu erkennen, was die Psyche des Menschen krank macht.

Die Weisheit ist auch in der Bibel ein großes Thema. Gott, wie er sich dir in der Bibel vorstellt, hat viele Vorschläge, wie du dein Leben weise und gut leben kannst. Und weises Leben führt oft zu einer langsamen Verbesserung der Situation. Aber nicht immer. Denn es gibt auch einzigartige Situationen, und vielleicht steckst du in so einer.

Also hinterfrag diese Punkte ruhig und überlege, was in deinem Fall Sinn macht.

Wo kommt dein Gift her?

Wenn ich ein körperliches Leiden habe, hilft es mir, wenn ich verstehe, woher der Schmerz kommt. Dann kann ich das Problem besser einschätzen und abwägen, wie ich reagieren sollte.

Auch im Bereich des Herzens hilft es, zu erkennen, was für die Vergiftung verantwortlich sein könnte. Zum Beispiel kann die Ursache darin liegen, wie andere dich behandeln; oder ein überfordernder Alltag. Vielleicht befindest du dich in einer belastenden Extremsituation.

Aber ob dein Herz mit diesen Herausforderungen gut oder schlecht zurechtkommt, hat viel damit zu tun, wie du mit dem belastenden „Gift“ umgehst. Wie reagierst du, wenn andere dich schlecht behandeln?

Wie denkst du über dich, wenn du versagst und deinem Anspruch nicht gerecht wirst? Kannst du dich an deinem Spiegelbild freuen oder schaffst du es nicht einmal es zu ertragen? Extrem viel Last kann in dein Leben durch Schuld kommen oder die Weigerung zu vergeben.

Es ist sehr wichtig, wie du in deinem Herz mit den Einflüssen deiner Umwelt umgehst. Versuche ganz kurz zu überlegen, ob du sofort weißt, aus welchem Bereich deine Belastung eher kommt. Du kannst auch mehrere Felder ankreuzen.

Depressive Gefühle? Hier also die 6 Lebensgewohnheiten, die nicht helfen:

Jetzt aber zu der Frage: was hilft wirklich nicht, wenn dein Herz unter Vergiftung leidet und du mit depressiven Gefühlen kämpfst?

1 – verbringe keine Zeit mit deinem Designer!

Das muss einfach der erste Punkt sein. Denn er hat den meisten Einfluss, obwohl er am unscheinbarsten ist. Vielleicht bist du überhaupt nicht „gläubig“? Ich bin überzeugt, du glaubst auf jeden Fall an etwas. Zumindest glaubst du dann, dass es keinen Gott gibt. Egal ob du an ihn glaubst oder noch nicht. Es ist auf jeden Fall ein großer Fehler, keine Zeit mit ihm zu verbringen. Keiner kennt dich besser als er.

Er sucht dich schon lange und wartet auf Momente deiner Aufmerksamkeit. Nicht weil er so einsam und arm ist, sondern weil er so stark und leidenschaftlich ist.

Ich kenne keinen, der mich so ermutigt wie er. Zugegeben, er ist oft ein stiller Freund, aber was für ein Freund er ist!

Setzte dich doch ein- bis zweimal täglich bei einer Tasse Tee mit ihm hin, anstatt ohne ihn durch den Alltag zu gehen.

Stell dir seine Freundschaft mit Hilfe von Bildern vor: Er ist wie ein Fluss, der dich mit Frieden umströmt. Wenn du in dem Strom seiner Liebe bist, kannst du nicht anders als nass werden.

Er ist wie ein Baum, du bist wie die Frucht. Sei mit dem Baum in Verbindung und seine Lebenskraft wird in dich fließen.

Er ist wie das Wasser, das du trinkst. Ohne Wasser bekommst du erst Kopfschmerzen und dann Schlimmeres. Ohne Gott vertrocknet deine Seele. Du merkst es oft nur nicht, dass er dir fehlt. Er will dich mit seinem Leben und seiner Kraft erfüllen. Du musst dich nur für ihn öffnen und Geduld haben.

Aber wenn du ihn wirklich nicht in deinem Leben haben willst, bleibt dieser Weg verschlossen.

depressive Gefühle? Lebensgewohnheiten entdecken: Gott will wie erfrischendes Wasser für dich sein.
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2 – warte bis zum nächsten Urlaub, um dich zu erholen!

Es ist ein Fehler zu denken, dass du einmal im Jahr das nachholen kannst, was du jeden Tag versäumt hast. Jeder Tag ist unglaublich wichtig, um dein Herz gesund zu erhalten oder Verbesserung zu erleben.

Warte deshalb nicht bis zum Wochenende oder nächsten Urlaub. Gestalte deinen Tag mit Pausen. Vielleicht braucht eine emotional fitte Person weniger Pausen als du jetzt. Aber wenn es dir gerade nicht gut geht, ist es nicht nur okay, sondern absolut wichtig, dass du dich selber gut und gnädig behandelst.

Wünschst du dir innerlich, dass jemand zu dir kommt und sagt: „setzt dich hin, ich übernehme das für dich“, aber diese Person kommt nie? Dann sei du dieser Mensch für dich!

fail to plan – plan to fail

Fang heute damit an, dich langsam von übertriebenen Leistungsanforderungen zu trennen. Denkst du es ist unmöglich, eine Pause in deinem Lebensalltag einzubauen? Dann ändere dringend etwas an deinem Alltag. Du kannst in deinem Alltag sicher nicht alles bestimmen, aber deine 24 Stunden Lebenszeit heute gehören doch dir. Ja es gibt fixe Elemente, aber es gibt auf jeden Fall auch flexible. Fang an deine Tage bewusst zu planen. Planst du nicht wirst du verplant. Wenn du das nicht alleine schaffst bitte jemanden um Hilfe. Es lohnt sich.

3 – füll deine Pause mit Müll in Form von Facebook, Instagram, Nachrichten und Co.!

Wenn du dir Pausen gönnst, vielleicht sogar reichlich, ist es eine ganz schlechte Idee, diese mit Müll zu füllen. Musik mit schlechten oder bedeutungslosen Texten kann schön sein. Aber sie kann dich auch runterziehen oder zumindest nicht aufbauen.

was hält dich heute ab mit Gott eine Tasse Tee zu trinken und seine Liebe zu erleben?

Finde Musik, die dich ermutigt. Mein erster Tipp wäre hier Musik aus Gebetshäusern z.B. ihop, maveric city music, gebetshaus augsburg,…

meine Playlist für meine Zeit mit Gott

Fühlt sich dein Herz gesund an, wirst du wahrscheinlich einfach die Musik hören, die dir gefällt. Aber wenn dein Herz belastet ist, gönne dir Texte, die dich erbauen. Gott spricht uns Menschen so viel Mut zu, und in Liedern, die Menschen mit und für Gott schreiben, kommt gerade diese Ermutigung zum Ausdruck.

Nachrichten können wie eine Gift-Infusion sein. Reduziere diesen Input extrem. Einmal in der Woche Nachrichten anschauen reicht wirklich aus. Du kannst die Welt durch dein Wissen über die Probleme nicht retten. Aber du kannst deine Welt retten, wenn du nicht die Probleme der Welt aufsaugst.

Ist dein Leben die Müllkippe der Umwelt?

Du lässt doch nicht zu, dass alle Welt ihren Müll bei dir auf dem Grundstück abliefert! Dasselbe muss für dein Herz und deine Gedanken gelten! Die Last der Welt ist viel zu viel für dein kleines „Herzensgrundstück“.

Fülle deine Freizeit deshalb mit Gutem, durch das dein Herz zur Ruhe kommt – zum Beispiel mit der Natur, Pflanzen, Sport, Freunden, aber das kann auch bedeuten zusammen oder alleine einen Film anschauen. In einer Zeit als ich sehr erschöpft war und den Tag einfach nur so überlebt hab, war es für mich genau das richtige Abends zusammen mit meinem Mann ein oder zwei Episoden anzuschauen. Ich hatte einfach keine Energie noch für Gespräche oder Unternehmungen. … was tut dir gut und was nicht? Höre auf dein Herz.

4 – akzeptiere deine menschlichen Grenzen nicht!

Wenn ich mit meinem Handrührgerät Beton mische, muss ich nicht lange warten, bis es den Geist aufgibt. Aber auch du als Mensch und ganz persönlich du, mit deinem Namen und deiner Geschichte, hast deine Grenzen und kannst nicht alles.

Liebst du dich, obwohl du diese Grenzen hast? Gott liebt dich mit deinen Grenzen. Lebe in deinen Möglichkeiten. Du bist wundervoll gemacht und darfst deine Begrenzung nicht nur zähneknirschend annehmen sondern feiern. Du bist gut geschaffen, auch wenn du schwächer bist als andere.

Auch hilft es deinem Stresslevel die Grenzen deiner Mitmenschen zu akzeptieren. Es ist ok wenn dein Mann nicht alles perfekt schafft. Er ist auch nur ein Mensch und anders als du. Ich muss das auch immer wieder lernen: Mein Mann ist einfach häufig müde. Als die Kinder kleiner waren, war das schwerer ihm seinen Schlaf zu gönnen. Aber auch jetzt muss ich mir bewusst vornehmen: Ich will ihm die Ruhe gönnen die er braucht. Ärgern ich mich darüber bringt das stress – nicht nur ihn sondern auch mich. Ihr könnt ihn ja fragen wie gut ich das schaffe… Naja, wir sind alle in einem Prozess 🙂 Damit das besser klappt muss ich natürlich auch mir die Ruhe gönnen die ich brauche.

5 – sieh alles und jeden kritisch. Vergib dir und anderen keine Fehler!

Willst du dir selber ein Gefängnis bauen, dann sieh alles kritisch und vergib anderen nicht. Aus diesem Gefängnis kannst nur du dich entlassen. Gott ermutigt dich ganz ernst:

„Bleib nicht in diesem Gefängnis! Ändere wie du denkst. Sonst endet es nicht gut“. Heute kann der Tag sein, an dem du dein Denken langsam änderst.

Wenn du nur noch gebückt läufst, verkürzen sich deine Beugemuskeln; deine Streckmuskeln, die den Körper in die aufrechte Position bringen, werden schwächer (um das einmal vereinfacht darzustellen). Es braucht langes Üben und Trainieren, um dich wieder in die aufrechte Position zu bringen. Und je mehr Zeit du verstreichen lässt, desto schwieriger wird es.

Wende das Bild doch mal auf das kritische Denken an und die Weigerung zu vergeben: Diese Lebenshaltung bewirkt, dass du nur noch gebückt durchs Leben gehst und nicht mehr aufrecht leben kannst.

Vergeben: Lebensgewohnheiten gegen depressive Gefühle
By fauxels

Es braucht Übung, um aus dieser Position heraus zu kommen. Am Anfang tut es vielleicht auch weh und ist sehr anstrengend. Aber es ist nicht unmöglich. Je länger du allerdings in dieser Position bleibst, umso schwieriger wird es.

Deshalb, vermeide schlechtes Reden über dich und andere so gut du kannst. Sei gnädig mit dir und anderen. Bitte Gott um Hilfe. Er kann und will!

6 – sei undankbar!

Vielleicht gibt es in deinem Leben nicht viel Grund zum Danken. Dann tut mir das sehr leid. Es ist nicht schön, wenn dein Leben von viel Leid und traurigen Erlebnissen erfüllt ist.

Aber sieh Dankbarkeit mal eher als etwas an, das schöne Dinge wieder sichtbar macht. Schlechte Erlebnisse bringen das, was noch an Gutem im Leben da ist, zum Verschwinden. So gewinnt die Dunkelheit: zuerst kommt das Schlechte und dann verschwindet das Gute aus unserem Blickfeld.

Schau dich heute mal um und versuche Gott immer wieder für etwas zu danken, das du als selbstverständlich hinnimmst. Die frische Morgenluft, den Sonnenuntergang, ein Baby,… Dabei finde ich es wichtig, diesen Dank an Gott zu richten. Denn von ihm kommt schließlich auch die Freude.

Dankbarkeit -Lebensgewohnheiten gegen depressive Gefühle

Wenn meine Kinder in den Raum hinein für etwas Danke sagen und ich es nicht mitbekomme, wieviel Wert hat dieser Dank? Freue ich mich an ihrer Freude? Freuen sich meine Kinder an meiner Freude?

Danken hat viel mit Beziehung zu deinem Gott zu tun. Und aus der Beziehung kommt die Freude, nicht aus dem Danken allein. Denn wenn du anfängst ihm zu danken, wird Gott anfangen können, dir immer mehr schöne Dinge zu zeigen, die er für dich vorbereitet hat, obwohl dein Leben gerade schwer ist. Er wartet nur darauf.

Depressive Gefühle? Diese 6 Lebensgewohnheiten helfen!

Das waren die 6 Lebensgewohnheiten, die dein Leben auf jeden Fall schwerer machen und bei depressiven Gefühlen nicht helfen. Um das ganze positiv zu formulieren, hier also nochmal umgekehrt. Diese 6 Lebensgewohnheiten heilen dich nicht, können dir aber bei depressiven Gefühlen hoffentlich helfen:

  1. Verbringe täglich Zeit mit Gott.
    Er ist so wichtig für dein Herz wie trinken und essen für deinen Körper.
  2. Schaffe Erholungsphasen in deinem Alltag.
    Fang heute damit an. Wenn das nicht geht, ändere etwas! Lass keine Ausreden gelten, dass du ja nichts ändern kannst.
  3. Füll deine Pausen nicht mit Medien, Nachrichten, sinnloser oder deprimierender Musik.
    Du lässt ja auch nicht zu, dass alle Welt ihren Müll bei dir auf dem Grundstück abliefert! Dasselbe muss für dein Herz und deine Gedanken gelten!
  4. Akzeptiere deine Grenzen als Mensch – Gott hat dich gut aber begrenzt gemacht.
    Du musst nicht alles können und nicht perfekt sein. Und du musst nicht sein wie andere.
  5. Vergib dir und anderen.
    Anstatt kritisch zu denken, übe es, nette Gedanken über dich und andere zu haben.
  6. Sei Gott dankbar.
    Wenn du das anfängst, kann Gott dir immer mehr Schönes zeigen, das du gar nicht mehr sehen konntest. Er ist richtig gut darin.
dein Herz ist es Gott wert, dass du vergibst
by towfiqu barbhuiya

Welchen dieser Punkte, denkst du, solltest du in Angriff nehmen? Gibt es einen Punkt, der dich noch ausführlicher interessiert? Ich freu mich von dir zu hören!

Deine Anita

Stress in Erziehung und Ehe? Lass Kontrolle los!

Hast du viel Stress in deiner Ehe/ Beziehung und Erziehung? Geratet ihr zu Hause häufig in laute Auseinandersetzungen? Belasten dich Fehler von Menschen und Situationen, die schlecht gelaufen sind, sehr lange? Versuchst du häufig alle Probleme und Schwierigkeiten zu verhindern und bekommst Panik wenn etwas nicht richtig gut läuft?

Stress in Ehe und Erziehung? Versuch nicht den Sturm zu kontrollieren sondern dich selbst
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Ich möchte dich ermutigen, das so nicht hinzunehmen. Denn es gibt einen besseren Weg zu leben.

Kontrolle über unkontrollierbares loslassen

Wenn Menschen versagen oder Dinge schief gehen, hast du immer die Wahl, wie du damit umgehst. Das ist viel entscheidender als das, was gerade schief geht. Wenn dein Leben eines für dich bereithält, dann ist es das: Stürme.

Verschwende also nicht deine Energie damit, dir „sunshine, lollipops and rainbows“ (oder „Friede, Freude, Eieierkuchen“) zu wünschen, sondern mach das einzige, das Sinn macht: Werde innerlich sturmtauglich. Der erste Schritt dahin ist, Kontrolle über andere loszulassen.

Kontrolliere nur das, was auch kontrollierbar ist!

Viele Situationen im Leben bringen Stress mit sich. Ich weiß nicht, wie es grade in deinem Leben aussieht: Was ist alles so schief gegangen? Was sind die Situationen, wo du oder ein Mensch in deinem engen Umfeld versagt hat?

Oder sind Dinge passiert, für die keiner etwas konnte? Wie kannst du mit solchen Situationen umgehen, ohne dass sie dich später noch ewig stressen und triggern? Darum soll es in diesem Blog gehen.

Traumgeburt?

Bei der Geburt unserer ersten Tochter ist ziemlich viel schief gegangen. Die Geburt hat die ganze Nacht lang gedauert, unter anderem weil mir die Hebamme nicht die richtigen Tipps gegeben hat. Ich hatte ja keine Ahnung, es war meine erste Geburt.

Am nächsten Morgen war es dann endlich so weit. Unsere Tochter lag auf meinem Bauch. Aber ich konnte das wenig genießen, denn ich bekam immer stärkere Schmerzen. Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus. Die Schmerzen wurden so intensiv, das ich einfach nur ohnmächtig werden wollte.

Ich hatte eine Komplikation weshalb ich dann eine Notfall OP bekam.

Kurz nach meinem Aufwachen stellten die Ärzte und Hebammen fest, dass unsere Tochter nicht gut atmete. Später wurde klar, dass sie sich bei mir mit Streptokokken angesteckt hatte.

Stress in Ehe und Erziehung? Gib die Kontrolle an Gott ab.
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Wieso hatte das niemand vorher beachtet? Es hatte doch einen Test gegeben, und der war positiv! An den Gesichtern der Ärzte und Hebammen bemerkte ich, dass sie es übersehen hatten. So wurde unsere Tochter kurze Zeit darauf auf die Intensivstation verlegt. Wir konnten sie erst am nächsten Tag wiedersehen und auch in den folgenden Tagen nur sehr selten.

Im Zustand völliger Erschöpfung wurde ich nach Hause entlassen. Frisch aus dem OP sollte ich jeden Tag für ein paar Stunden ins Krankenhaus fahren, um mein Kind zu versorgen. Nur nach anstrengenden Diskussionen konnten wir erreichen, dass ich wenigstens ein Bett bei unserer Tochter auf der Intensivstation bekam.

Kontrolle loslassen

Stress in Ehe und Erziehung? Lass die Kontrolle über deine Mitmenschen los!
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Dieses Erlebnis beinhaltet so viel Potential für inneren Stress und Sorge. Immer wieder hatte ich den Satz gehört: „Die ersten Stunden sind so wichtig für die Mutter-Kind-Bindung. Wer das verpasst, kann das nie mehr nachholen!“

Jetzt erst merkte ich, was für eine schreckliche Behauptung das war. So viele Eltern und besonders Mütter werden hier unter Druck gesetzt, die sowieso schon mit einer schweren Geburt zu kämpfen haben. Ich bin überzeugt, dass das einfach nicht wahr ist. Wir Menschen sind keine kleinen zerbrechlichen Pflänzchen, die beim kleinsten Sturm abbrechen. Wir sind robust. Und, obwohl Babys sehr hilfsbedürftig sind, sind sie trotzdem Menschen.

Durch diese Situation hätte ich in großen inneren Stress rutschen können, der mich verfolgt hätte, vielleicht sogar bis heute: „Was, wenn meine Beziehung zu ihr für immer darunter leidet?“

Stress? Entdecke Gottes Einladung, frei zu werden und Kontrolle an ihn abzugeben

Aber dieses Erlebnis besitzt auch ein anderes Potential:

Ich musste in diesem Moment entscheiden: vertraue ich Gott oder vertraue ich der Angst?

Ich bin so froh, dass ich mich für Gott entschieden habe. So konnte ich loslassen und vertrauen: „Auch wenn hier richtig viel schiefgelaufen ist: Gott ist bei uns, bei mir und bei unserem Kind und ist stärker als unsere Probleme.“

Ich durfte erleben, dass mein Vertrauen in Gott mich trägt. Er ist der, der mich stark macht. Trotz dieser schweren Situation.

Ich weiß, dass diese Situation vielleicht lächerlich ist im Vergleich mit den Problemen, die dich attackieren. Aber auch wenn deine Probleme weitaus größer sind, gibt es doch den einen, der ein Meister darin ist, auch deine Probleme zu bewältigen. 

Ein Schiff sinkt nicht wegen des Wassers, das es umgibt…

Das Leben ist voll von unkontrollierbaren Situationen. Der erste Impuls ist in der Regel, die Situation kontrollieren zu wollen. In vielen Bereichen ist das auch sinnvoll. Zum Beispiel ist es richtig gut, schnell zu reagieren, wenn der Keller voller Wasser läuft. Es kommt darauf an, das Problem unter Kontrolle zu bekommen.

Stress in Ehe und Erziehung? Kontrollieren was Kontrollierbar ist
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In anderen Situationen ist das aber nicht wirklich möglich. Du hast es nicht in der Hand, dass dein Partner die richtigen Entscheidungen für eure Beziehung trifft.

Viele Menschen sind sich dieses Problems nicht bewusst: Je länger die Liste der Dinge wird, die du kontrollieren willst, desto mehr werden dein innerer Stress und deine innere Panik zunehmen.

Zum Vorschein kommt diese Panik erst dann, wenn etwas „außer Kontrolle gerät“. Ist dieser innere Stress, die Panik und der Schmerz dann einfach normal? Ohne Ausweg?

Ich bin überzeugt, dass der Gott, der dich geschaffen hat, einen Ausweg für dich bereithält.

Gottes stiller Einfluss

Einen der größten positiven Einflüsse, den du auf deine Familie, Kinder, deinen Partner oder Freunde haben kannst, ist Gott in deiner Beziehung und Familie Raum zu geben.

Das ist der erste und wichtigste Schritt hin zum: Kontrolle über das Unkontrollierbare loslassen. Wie kann ich mir das praktisch vorstellen? Hier geht es nicht um einen meditativen Ansatz: als ob alles unwichtig sei oder das Ziel die Loslösung von allen Zielen und menschlichen Schwierigkeiten sei. Im Gegenteil.

Es geht darum zu entdecken, dass du in Gott ein wunderbares Gegenüber hast, der für dich kämpft, deinen Schmerz miterlebt und auf deiner Seite steht. Er liebt dich leidenschaftlich und ist stark genug dir zu helfen. Nur wenn du ihm deine Last aktiv gibst, kannst du von deiner Last befreit werden. Das ist oft täglich notwendig, da sich immer wieder etwas ansammelt oder wieder hoch kommt. Versuchst du es ohne ihn, behältst du die Last bei dir oder läufst Gefahr, dem Leben gegenüber gleichgültig zu werden.

Stress in Ehe und Erziehung? lass Gott rein und Kontrolle los
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Ein Schiff sinkt nicht wegen des Wassers, das es umgibt. Es sinkt, wenn das Wasser in das Schiff hinein kommt.
Lass das, was um dich herum geschieht, nicht in dich hin und dich belasten.

Du als Mensch bist dafür geschaffen, schwierige Situationen zu meistern – an der Hand deines Gottes, der für dich kämpft. Dein Kind auch. Vertraue ihm: er kämpft und siegt für dich. Deshalb brauchst du dich auch nicht vor schwierigen Situationen fürchten.

Deshalb mache es nie zu deinem größten Lebensziel, keine Probleme zu haben. Das bringt nur Stress.

Willkommen in Gottes Welt

Jeder lebt in Beziehungen zu Menschen, die nicht kontrollierbar sind. Computer sind berechenbar. Auch Tiere sind in vielen Situationen berechenbar. Aber Menschen sind da völlig anders.

In diesen Beziehungen erleben wir das, was Gott mit uns Menschen erlebt. Denn er hat dich frei erschaffen, so zu leben wie du es willst. Und er kontrolliert dich nicht.

Ein Huhn kann nicht anders: es macht, was alle Hühner machen, denn sein Instinkt bestimmt es. Du als Mensch bist anders. Gott hat dich in ähnlicher Weise geschaffen, wie er selbst ist. Deshalb kannst du dich freiwillig für eine Beziehung mit ihm entscheiden kannst.

Genau das sind die Beziehungen, in denen du lebst. Deine Beziehung kann schön sein, wenn dein Partner freiwillig bei dir bleibt. Deine Beziehung zu deinen Kindern kann frei und fröhlich sein, wenn sie dir aus freiem Herzen gehorchen.

Wenn du heiratest, gehst du einen Vertrag mit jemandem ein, der unberechenbar ist. Und wenn ihr dann Kinder bekommt, bringt ihr kleine Menschen in die Welt, die wieder eines sind: völlig unberechenbar. Ihr habt keine Ahnung was aus ihnen wird.

Stress in Ehe und Erziehung? versuchst du Menschen zu kontrollieren?
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Frieden statt Stress: lerne zu erziehen ohne zu kontrollieren

Du kannst dir ausmalen so viel du willst, was aus deinem Kind wird. Aber das ändert nichts an der Tatsache: Du kannst es nicht kontrollieren. Natürlich kannst du versuchen, dein Kind zu kontrollieren. Das wird allerding einen Stress in eure Beziehung bringen, der zerstörerisch ist.

Kein Mensch bringt in uns so erfolgreich das hervor,
was wirklich in uns steckt, wie die eigenen Kinder.

Als wir unsere Kinder bekommen haben, fand ich es überraschend, wie ein winziger Mensch so viel Wut in mir erzeugen kann. Er muss nur einfach das nicht tun, was ich will oder was gut ist. Kinder respektieren deine Grenzen als Eltern überhaupt nicht!

Bis du Kinder bekommen hast, gab es so jemanden noch nicht in deinem Leben: jemand, der es überhaupt nicht respektiert, wenn du sagst: „ich kann nicht mehr, ich brauche eine Pause“. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen. Babys brüllen einfach weiter und Kleinkinder schmeißen sich nur noch trotziger auf den Boden.

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Meine Kinder haben mich so richtig mit meinen Schwächen konfrontiert. Noch mehr als mein Mann. Und das ist richtig gut so. Denn so geschieht Wachstum. Nichts ist schlimmer als ein Leben ohne Wachstum. Aber dann kommt eben diese Erkenntnis, die wohl viele Eltern haben: „Am Liebsten hab ich es, wenn alles nach (meinem) Plan läuft.“

Kontrolle loslassen in der Erziehung

Dany Silk beschreibt den Unterschied zwischen Kontrollieren und Erziehen in seinem Buch „Erziehen mit Liebe und Vision“ sehr gut.

Die Botschaft, die wir unseren Kindern senden, ist klar: „Ich kann dich nicht kontrollieren. Ich kann deinen Appetit nicht kontrollieren. Ich kann deine Lerngewohnheiten nicht kontrollieren. Ich kann deinen Respekt nicht kontrollieren.  Ich kann die Zunge in deinem Mund nicht kontrollieren. Ich kann deine Einstellung nicht kontrollieren. Ich kann nichts von dir kontrollieren. Ich kann ein paar Grenzen setzen. Ich habe ein paar ziemlich coole Werkzeuge, die ich verwenden kann, wenn du Mist baust, aber ich möchte, dass du schnell lernst, dass deine Seite unserer Beziehung dir gehört. Dein Leben gehört dir und du musst lernen, wie du damit umgehst, denn es kommt ein Tag, an dem ich nicht da sein werde.“

Loving our kids on purpose, p.140

Es bringt nichts, deine Kinder kontrollieren zu wollen …außer Stress für euch und eine sehr anstrengende Pubertät. Es ist viel besser, deine Kinder durch klare Grenzen vor die Wahl zu stellen.

Dein Kind räumt sein Zimmer nicht auf? Klar, du kannst schimpfen und dich aufregen. Und vielleicht erreichst du auch, was du willst: dass dein Kind aufräumt. Aber du hast nichts an der Einstellung deines Kindes verändert.

Der andere Weg ist: du setzt dem Ganzen Grenzen, mit denen du leben kannst: „Deine Aufgabe ist heute dieses Essen ohne Theater zu essen. Wenn du das nicht machst, wirst du mir eine halbe Stunde in der Küche aufräumen helfen. Ich kann mit beidem leben.“

Vielleicht ist es für dich sinnvoll, dir andere Konsequenzen auszudenken. Was passt in deinen Alltag? Konsequenzen, bei denen du selbst bezahlen musst, sind grundsätzlich schlecht. Auch Konsequenzen, die länger als einen Tag dauern, sind schwer zu überschauen und durchzuhalten.

Habe dich und den Konflikt im Griff, nicht dein Kind

„Unterschiedlich zu sein ist nicht falsch. Lerne deinen Mitmenschen zu erlauben sie selbst zu sein und dir du selbst zu sein. Dann bist du auf dem besten Weg das tödliche Element Kontrolle aus deinen Beziehungen zu beseitigen!“
Danny Silk, Autor „Erziehen mit Liebe und Vision“

Das Wichtige ist: bekomme die Konflikt-Situation in den Griff, nicht dein Kind oder Partner! Dein Kind muss sich dann frei entscheiden, ob es weiter gegen dich und die Regeln kämpft oder ob es die Regeln akzeptiert.

Kinder sind aber unglaublich klug. Sie werden sich nicht ständig für Situationen entscheiden, in denen sie am Ende eine Stunde lang aufräumen müssen.

Wie merkst du, dass du die Situation im Griff hast? Daran, dass du dich nicht mehr extrem darüber aufregst, aber trotzdem weißt, dass du dein Ziel erreichen wirst oder (mit deinem Partner) eine Lösung finden wirst.

Kontrolle haben wollen bringt Stress vor allem in deiner Ehe und Erziehung

Wenn ich als Mensch dazu tendiere, Menschen kontrollieren zu wollen, betrifft das natürlich alle Beziehungen, auch die Ehe. Nun bringt das Kontrollieren des Ehepartners leider nicht weniger Probleme mit sich. Regst du dich häufig über deinen Partner auf? Ganz oft liegt der Grund darin, dass er sich nicht so verhält, wie du das willst. Wenn du da rauskommen willst, musst du dich fragen, ob du deinem Partner Fehler erlaubst. Darf dein Partner nicht perfekt sein?

Hier wären ein paar Fragen für eine persönliche Reflexionszeit:

  • Darf ich Fehler machen?
  • Darf mein Partner Fehler machen?
  • Wie viel Angst habe ich vor der Meinung anderer Menschen, wenn ich oder mein Partner etwas falsch macht?
  • Beschäftige ich mich im Alltag gedanklich mit Zukunftsängsten oder Traurigkeiten über Vergangenes?“
  • Denke ich oft: Wäre das damals nur anders gelaufen. Das war ein so wichtiger Tag!

Hast du vieles mit Ja beantwortet? Dann sag dir selber:

„Heute ist der eigentlich wichtigste Tag. Wie ich heute lebe und denke entscheidet darüber, wie ich die Vergangenheit und die Zukunft bewerte und empfinde.

Das entscheidet darüber, ob mein inneres Lebensboot mit Wasser gefüllt untergeht oder stark und sicher durch die Stürme des Lebens segelt.“

Ich hoffe du hast einen Tag an dem du mutig neue Schritte in die Freiheit gehst. Gib nicht auf! Es gibt Hoffnung 🙂

Deine Anita

Warum ehrlich erziehen sich lohnt

Erziehung ist wohl eine der größten Herausforderung, der sich die Menschheit stellen musste. Ich zumindest finde diese Aufgabe zwar extrem toll, aber auch sehr herausfordernd. Meine Kinder zu Ehrlichkeit erziehen ist für mich dabei ein absoluter Grundpfeiler. Dieser kann dich und deine Familie vor großen Gefahren bewahren. Deshalb lade ich dich ein zu überlegen, warum du ehrlich erziehen solltest.

Ehrlichkeit praktizieren

Schau dir das Video zu diesem Thema hier an

Ich weiß nicht, wie du aufgewachsen bist und welchen Stellenwert Ehrlichkeit bei euch in der Familie hatte. In unserer Gesellschaft sehe ist eine Veränderung sehr deutlich: Ehrlichkeit ist nicht mehr ein Grundpfeiler, und wenn doch, dann einer, der eher kommuniziert als praktiziert wird.

Kleine Kinder – kleine Lügen, große Kinder – große Lügen?

Geht es dir so, dass du denkst: wenn Kinder klein sind, ist es nicht so schlimm, hier und da ein bisschen zu lügen? Wenn ja, dann ist es wirklich verständlich. Du versuchst dadurch ja oft nur, deine Kinder dazu zu bringen, das zu tun, was sie in dem Moment müssen oder sollten. Die kleine Lüge hilft dann manchmal, eine endlose Diskussion zu vermeiden.

Oder geht es dir so, dass du die (Not-)Lüge grundsätzlich okay findest? Nun, alles hat einen Preis. Und so auch das Lügen.

Wenn deine kleinen Kinder älter werden, lernen sie täglich von dir, wie du mit Problemen umgehst.

Wenn du gerne mal die Wahrheit verdrehst, um aus blöden Situationen raus zu kommen, haben sie dann eines auf jeden Fall verstanden: „(Not-)lügen ist okay. Meine Eltern machen es auch.“ Und so begeben sie sich in die Teenie-Zeit mit dieser Vorstellung, dass lügen ganz okay ist. Denn ein Mensch lernt an nichts so gut wie am Vorbild.

Spätestens als Teenager wendet dein Kind das Gelernte an.

Eine ehrliche Gesellschaft?

Wir leben in einer Gesellschaft, die durchdrungen ist von Lügen. In jeder Nachricht, die ich lese, muss ich befürchten, dass auch gelogen wird. Der Wert Wahrheit ist so unbedeutend geworden. Das braucht niemanden zu überraschen.

Denn mein erster Grund, ehrlich zu sein, ist: ich liebe einen Gott, der die Wahrheit liebt. Und er sagt mir: „Ich will, dass auch du die Wahrheit und Ehrlichkeit liebst.“ Mein zweiter Grund ist der, dass ich wirklich sehe, welche guten Auswirkungen die Wahrheit bringt.

Aber wenn eine Gesellschaft nicht an Gott glaubt, fehlt ihr dieser erste Grund. Ohne Gott liegt es dann alleine an dir: du kannst für dich entscheiden, ob es für dich sinnvoll erscheint, die Wahrheit zu sagen. Das bringt aber große Probleme mit sich.

ehrlich erziehen oder lügen? du bestimmst die Richtung
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Denn ein bisschen Lügen bringt dich trotzdem von einem guten Weg ab, wie ein bisschen nach Süden laufen, wenn du eigentlich nach Norden gehen wolltest. Denn so weit wie Süden und Norden sind Lüge und Wahrheit voneinander entfernt.

Das betrifft am Ende aber nicht nur dich; deine ganze Familie wird mit in die Richtung gezogen, die du einschlägst.

Eine Auswirkung dieser Richtungsänderung ist die, dass du selber irgendwann die Wahrheit nicht mehr richtig erkennst. Gehst du den Weg mit Lügen immer weiter, passiert es irgendwann, dass du anfängst, selbst deine Lügen zu glauben.

Spätestens jetzt wird es kritisch. Dann kann viel in deinen Beziehungen kaputt gehen oder ist schon kaputt gegangen. Das ist der Preis, den Lügen haben.

Die Wahrheit lieben und praktizieren

Dir geht es bestimmt auch so, dass du es wirklich nicht magst, wenn du belogen wirst. Wenn Politiker und Journalisten lügen, ist die Aufregung (zu recht) sehr groß. Aber irgendetwas scheint sich plötzlich zu ändern, wenn es darum geht, dass ich selber auch ehrlich sein sollte.

Es gibt nicht vieles, das noch wichtiger ist, als die Wahrheit zu lieben und sie selbst zu praktizieren. Die Wahrheit ist oft unbequem und anstrengend. Manchmal hat es einen Preis, die Wahrheit zu sagen. Es kann sehr unangenehm sein und mich benachteiligt zurücklassen.

Die Ehrlichkeit hat einen Preis. Aber genauso hat die Unehrlichkeit eben auch einen Preis. Und der ist noch höher.

Wenn sich Unehrlichkeit in die Beziehung zu deinem Kind einschleicht, ist der Preis heute noch höher als früher. Denn früher musste sich ein Kind zu später Zeit an dunkle Ecken begeben, wenn es seine Eltern hintergehen wollte.

Heute ist das alles im Zimmer deines Kindes möglich, mit einem oder zwei Klicks auf dem Handy. Unbeobachtet findet dein Kind hier endlose Videos und Bilder, die seinen Selbstwert ruinieren.

Das zu durchbrechen fängt zuerst damit an, dass dir dein Kind die Wahrheit sagt oder zeigt. Ist es dir wichtig, dass dein Kind dir gegenüber ehrlich ist? Interessiert es dich, welchen Gedanken dein Kind ausgesetzt ist? Ich muss mir das auch immer wieder bewusst machen und neu das Gespräch mit meinen Kindern suchen.

Ich finde Ehrlichkeit ganz gut vergleichbar mit einem Sicherheitsgurt. Der ist auch manchmal unangenehm. Trotzdem schnalle ich mich im Auto an und mein Kind auch. Denn ohne Gurt in einem Unfall zu sein ist viel unangenehmer.

ehrlich erziehen wirkt wie ein Sicherheitsgurt für deine Familie
by rattanakun from canva

Wo ist mein Kind hin?

Eines der traurigsten Dinge bei der Kindererziehung ist, wenn sich eine Distanz wie eine Mauer zwischen dir und deinem Kind aufbaut – so, als ob dir dein Kind verloren geht. Aus eurer fröhlichen, liebevollen Beziehung ist plötzlich ein Zustand geworden, in dem nur noch Streit oder Schweigen herrscht, eine ungreifbare Distanz.

Das hat so viel mit ehrlich erziehen zu tun – d.h. du bist ehrlich und ermutigst deine Kinder dazu ehrlich zu sein.

Denn wenn dein Kind sich angewöhnt hat, sein Innerstes vor dir zu verheimlichen, ist es so schwer, durch ein Gespräch dahin zurück zu kommen. Denn die Wahrheit ist überhaupt kein Thema mehr. Wieso sollte das Kind dir sagen was wirklich in ihm vorgeht?

Dafür brauche ich als Mutter Weisheit. Die hole ich mir von Gott. Ihn kann ich um Weisheit bitten, und er schenkt sie gerne. Sonst würde ich verzweifeln.

Wenn du mit deinem Kind in Problemen steckst, ist der erste Schritt zu sagen: „Komm, lass uns mal wirklich ehrlich miteinander sein. Wie geht es dir? Wie geht es mir? Wie denkst du über das Problem, das wir haben…?“

Hab deinem Kind gegenüber ein offenes Herz

Wenn du dein Kind gut erziehen willst, wenn du willst, dass sein Leben gelingt, dann kämpfe um eine Herzensbeziehung zu deinem Kind. Das fängt jeden Tag neu mit deiner Entscheidung an: „Ich entscheide mich, die Wahrheit zu lieben. Und ich teile meine Gedanken mit, anstatt durch geschickte Manöver das zu bekommen, was ich will. Auch wenn es mir schwer fällt.“

Und dann kannst du dein Kind bitten, dir zu vertrauen und sich dir zu öffnen. Denn eure Beziehung gelingt nur, wenn ihr euch gegenseitig vertraut und ehrlich miteinander seid. Dir zu vertrauen ist dann die Entscheidung deines Kindes, die du nicht erzwingen kannst.

Natürlich geschieht es nicht automatisch, dass dein Kind ehrlich wird, wenn du auch ehrlich bist.

Lügen wird jedes Kind. Aber es ist schwer, dein Kind zu motivieren die Wahrheit zu sagen, wenn du selbst häufig lügst. Da würden mir die Argumente fehlen.

Aber wenn du ehrlich bist, hast du die Basis, um zu vermitteln: „Hey, die Wahrheit ist so wichtig! Ich kann dir nicht vertrauen wenn du nicht ehrlich bist. Ist es dir nicht wichtig, dass ich dir vertrauen kann? Sonst geht über kurz oder lang unsere Beziehung kaputt. Ist es dir was wert, dass wir eine gute Beziehung haben?“

Ehrlichkeit ist wie ein Felsen für eine Gesellschaft. mach sie Teil deiner Erziehung
Bild von Oleg Magni from Pexels, Design A. Riecker

Ehrlichkeit und Vertrauen – die Grundpfeiler für deine gesunde Familie

Wo keine Wahrheit ist, da ist auch kein Vertrauen möglich. Und wo kein Vertrauen herrscht, werdet ihr nur schwer ehrlich zueinander sein. Beides gehört zusammen.

Wenn ich weiß, dass mein Mann mich belügt, kann ich ihm nicht vertrauen, denn er gibt mir keinen Anlass dazu. In unserer Ehe ist das ein so wichtiger Grundpfeiler, dass wir wissen: mein Mann kann mir vertrauen und ich kann ihm vertrauen, dass wir einander die Wahrheit sagen. Das ist ein kostbarer Schatz, den ich nie verlieren will.

So möchte ich das auch meinen Kindern kommunizieren. Denn irgendwann haben auch sie eine Beziehung, die ohne Ehrlichkeit nicht funktioniert.

Dein Kind muss wissen: wenn es dich anlügt, kannst du ihm nicht mehr vertrauen. Im Kleinen wie ihm Großen.

Eine ehrliche Welt bauen fängt in deiner Familie an

Ist ehrlich erziehen so wichtig? Ja! Denn Lügen sind gefährlich und zerstörerisch.

Wir brauchen so dringend eine Gesellschaft, die die Wahrheit liebt. Wir brauchen das in der Politik und in den Medien. Aber dort fängt es nicht an.

ehrlich erziehen - wegen der Gefahr von Lügen

Wir brauchen Kinder, die aus unseren Familien heraus zu Erwachsenen heranreifen, die unsere Gesellschaft mit Ehrlichkeit prägen und positiv verändern. Das fängt zu Hause bei jedem einzelnen an. Bei mir und bei dir und bei dem, wie wir mit den Menschen um uns herum umgehen.

Ich freue mich von dir zu hören.

Deine Anita


Leuchet dein inneres Licht?

Weg vom innerlichen Chaos

Stellt dir vor du betrittst ein Zimmer, in dem völliges Chaos herrscht. Du denkst dir so: Das arme Schwein, dass das aufräumen muss. Dann merkst du plötzlich: Scheiße, das ist mein Zimmer! Jetzt bist plötzlich du das arme Schwein. Aber das schlimmste ist nicht mal die Unordnung. Sondern das Zimmer ist dazu meistens stockdunkel. Ab und zu kommt mal ein Lichtstrahl rein, einfach um dir vor Augen zu halten wie schlimm das Chaos ist.

Leuchetet dein inneres Licht oder herrscht Chaos und Dunkelheit?

Regale leergefegt, Bücher und Dokumente auf dem Boden, unwichtiger Müll mit kostbaren Erinnerungen liegen wild durcheinander auf dem Boden in einer Ecke. Und wer hätte es gedacht: Ein Häufchen Hundekacke liegt friedlich unter einem Stuhl und verbreitet sein ganz eigenes Aroma. Daneben dein liebstes Fotoalbum.

Die Aufgabe einen Raum, in dem wirklich völliges Chaos herrscht, aufzuräumen ist recht ätzend. Das ganze im Dunkeln machen ist ohne Hilfe eines Menschen, der sieht, fast unmöglich.
Dies ist und bleibt aber dein Zimmer und dazu auch noch das einzige in dem du dich ständig aufhältst.
Es liegt an dir, Strukturen zu schaffen, die das Zimmer zu einem Raum machen, in dem du gerne lebst und der dir und den Menschen die dich besuchen Freude macht.

Nehmen wir einmal an du würdest es schaffen diesen Raum aufzuräumen und soweit einzurichten, dass du dich darin wohlfühlen würdest. Aber selbst dann: Wer ist schon gerne in einem dunklen Zimmer? Wer würde gerne zu besuch kommen?

Dieser Raum bist du, bzw. er ist in dir. Dein Inneres. Der einzige Raum dieser Art den du hast. Du hast noch deine Knochen, dein Blut, deine Haut, etc. Das alles ist zwar verbunden mit diesem Raum, ist aber nicht dein Innerer Raum – deine Gedanken, Gefühle und was wir so unser Herz nennen.
So viel bringt uns oft durcheinander. Wichtiges was geschieht und gesagt wurde vermischt sich mit dem unwichtigen und es ist echt schwer im Dunkeln das eine von dem anderen zu trennen. Und dann geschehen noch Ereignisse, die man lieber nicht erlebt. Jemand lädt einfach seine Kacke bei uns ab. Oder wir machen was schrecklich falsch und die Sauerei liegt da in unserem Lebensraum. Kacke wegputzen ist nie spaßig. Aber im Dunkeln?! Da ist die Versuchung groß, die Kacke zu ignorieren und einfach liegen zu lassen. Aber das geht ja selten gut.

Dein Auge gibt dem Körper Licht.
Wenn dein Auge gesund ist, dann wird auch dein ganzer Körper hell sein.
Wenn es aber krank ist, dann wird dein Körper finster sein.
Achte also darauf, daß in dir nicht Finsternis anstatt Licht ist.
Wenn dein ganzer Körper von Licht erfüllt und nichts Finsteres in ihm ist,
dann wird er so hell sein, wie wenn eine Lampe dich mit ihrem Schein beleuchtet.

Jesus, ca. 27 n.Chr.

Wenn doch nur jemand das Licht anmachen könnte! Denn mit Licht kommt das wichtigste in den Raum. Was für eine Entspannung. Die Verwirrende Dunkelheit ist weg. Endlich kann ich klar sehen.

Ich kenne dieses Szenario das ich grade beschrieben hab sehr gut. Es war für mich eine echte Erlösung zu merken, dass Gott mir ganz praktisch in meinem Inneren Licht machen will und innere Ruhe und Ordnung schenken will. Wenn du dieses innere Chaos noch nie erlebt hast, sagt dir dieser Artikel wohl eher nicht so viel.

Für mich ist es jedanfalls die Medizin geworden, Jesus in meinem Alltag bei mir zu haben.

Wenn ich zu wenig trinke, bekomm ich Kopfschmerzen.
Wenn ich zuwenig Zeit mit Gott verbringe, fängt das
innere Chaos an und verwirrende Dunkelheit macht sich breit.


Dann, wenn ich klug bin, mach ich schnell den Wasserkocher an, setzt mich hin und lade Jesus in meinen Raum ein und trinke einen Tee mit ihm. Dann macht er das Licht an. Und wenn man dann so in einem Raum zusammen sitzt kann es ja nicht anders sein, als dass Jesus wie ein guter Freund dann anfängt zu fragen: ‚Du warum liegt denn da noch die Kacke von vor 20 Jahren?Ich könnte die heute anfangen aus deinem Raum rauszutragen. Kann sein es dauert ein bisschen, aber wir könnten ja mal anfangen…‘ Und: ‚Soll ich dir helfen den Müll auszusortieren‘, … Das macht er dann halt schon. Wenn man das nicht will lädt man ihn besser doch nicht ein. Aber, man, lohnt es sich mit ihm diesen Raum auszumisten. Niemals würde ich das vermissen wollen. Ich mein, wer putzt schon freiwillig unsere Kacke weg?!

Er hilft mir auf das wichtige im Leben zu fokussieren und nicht mit emotionalem Müll sortieren meine Lebenszeit zu verschwenden. Dinge, die mich belasten packen wir in ne Box und die drück ich ihm dann in die Hand. Er bringt die weg. Manchmal hol ich mir die Dinge dann wieder rein, aber ich werde immer besser darin, dass dann gleich zu merken und ihm wieder mitzugeben. Das ist wirklich Übungssache. Und er nimmt es mit Humor.

Leuchtet dein inneres Licht? Mit Gott im Chaos die Ruhe behalten
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Vielleicht fragst du dich warum in der Bibel steht das Jesus für uns gestorben ist. Naja, genau deshalb: Um in dir und mir Licht zu sein und um unsere Kacke zu beseitigen. Diese Kacke kann ganz unterschiedlich sein: Menschen die mich verletzt haben. Menschen die ich verletzt habe. Vielleicht wird mir bei manchen Erinnerungen was ich oder andere getan haben, noch ganz heiß. Vielleicht behandle ich mich selber auch schlecht oder verletze mich. Schlimme Erlebnisse zählen auch zu dieser Kacke dazu. Oder Süchte die ich hab. Zerstörerisches Verhalten, das ich einfach nicht aufhören kann.

Viele Leute versuchen die Kacke ohne ihn aus ihrem Leben zu bekommen. Ich habe das Gefühl, dass das dann zu einem von zwei Dingen führt: Sie bekommen die Kacke nicht weg, dafür kommt immer nur neue dazu. Dann bleibt der Raum ein ziemlicher Schweinestall. Oder sie schaffen es, müssen dazu aber zu solchen Reinigungsmitteln greifen, die alles wegätzen, sodass ein leerer, steriler Raum zürck bleibt.
Ich finde Jesus macht das besser.

Leuchtet dein inneres Licht?

Ich hab erlebt wie Gott meinen Lebensraum ganz unspektakulär Tag für Tag, aber irgendwie auch voll übernatürlich verändert hat. Wenn er da ist tut das so unendlich gut. Eben wie Licht wenn alles dunkel war.
Und es fängt ganz einfach. Vielleicht so einfach, dass du am Anfang nicht einmal einen Unterschied bemerkst.
Nimm dir bewusst Zeit für ihn. Rede mit Jesus und lass ihn auch ein Wörtchen mitreden. Und wenn er nicht redet, zweifel nicht daran dass er trotzdem da ist. Vielleicht ist er neben dir grade mit aufputzen beschäftigt. Lade ihn ein in dir Licht zu sein. Er redet nicht nur vom Licht, sondern ist es.

Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht mehr im Dunklen umherirren, sondern wird das Licht des Lebens haben.“
Jesus

Drei Schritte um Gott zu hören

Hörst du Gott? Oder bist du überzeut, dass er garnicht mit dir redet? In diesem Blog will ich dir sagen: Er redet mehr als du denkst! Drei Schritte werden dir helfen Gott wieder mehr zu hören!

Das Hintergrundgeräusch deines Lebens

Ist dir schon mal aufgefallen, dass du Geräusche, die ständig um dich sind irgendwann nicht mehr hörst? Oft passiert es dass du taub für ein Hintergrundgeräusch wirst. Zum Beispiel wenn das Geräusch nicht bedrohlich oder von keiner Bedeutung für dich ist, rutscht es komplett in den Hintergrund. Im Gegenzug führen unter anderem zwei Dinge dazu, dass du es wieder hörst: Angst oder Vorfreude.

Viele Menschen fragen sich warum Gott nicht redet. Dabei könnte diese Aussage nicht falscher sein.

So wie das rauschen des Meeres redet Gott ununterbrochen. Kannst du ihn hören?
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Wenn jemand konstant am Reden ist, dann ist es Gott!

So beständig wie die Wellen an Brandung redet er ununterbrochen zu dir. Es gibt keinen Augenblick in deinem Leben an dem er nicht mit dir reden will.

Ständig sagt er: ich lieb dich! Hier, willst du nicht meinen Frieden in dir haben? Ich will dir Liebe und Kraft für dein Leben geben. Schau mal, ich will dir Hoffnung geben für diese ausweglose Situation. Komm zu mir, bei mir ist Freiheit. Atme auf! Schau mal, ich zeige dir wie schön das Leben ist…

Gott redet. Die Frage ist: Hörst du ihn?

Und genauer gefragt: Willst du ihn hören? War dir seine Stimme bis jetzt egal? Dann kostet es deine Aufmerksamkeit um Gott hören zu lernen.

Wenn ich im Frühling während der Blüte unter meinem Apfelbaum sitze, liebe ich das Geräusch der Bienen im Baum.

Aber ich muss eine Weile da sitzen, bis ich das Geräusch deutlicher wahrnehme. Je länger ich sitze umso deutlicher höre ich wie sie fleißig Summen und Nektar sammeln.

Das ist ein  wunderschönes Geräusch – eines meiner Lieblingsgeräusche im Frühling.

Hörst du Gott in den kleinen Dingen? Er umgibt dich und ist ständig am reden.
PublicDomainPictures

Gottes reden ist mein Lieblingsgeräusch im Leben. Was für ein wunderschönes Geräusch. Wenn er spricht strömen Leben, Friede, Klarheit und Freude aus ihm heraus. Das ist wer er ist, er kann gar nicht anders als dich mit gutem zu erfüllen. Wie die Sonne uns an einem wunderschönen Tag Freude ins Herz strahlt.

Deshalb will ich dich heute Fragen: Willst du Gott wieder hören? Vielleicht kannst du dich noch an Erlebnisse als Kind erinnern wo du ihn schon mal gehört hast? Seine Stimme erkennst du daran, dass sie folgende Merkmale hat: Frieden, Freude, Hoffnung, Liebe, Geduld und innere Ruhe, Freundlichkeit, Gütig, nicht aggressiv sondern sanft,…

drei Schritte um Gott zu hören: Lass ihn dein Licht sein
by Skitterphoto from Pexels

Wenn du Gott wieder hören willst nimm dir ab heute Zeit für diese Geräusche. So wie ich mich unter den Baum setzten muss um die Bienen zu hören, setzte dich an einen schönen und stillen Ort und lade ihn ein in dein Leben zu reden.

Lass ihn deine Sonne sein.

In drei Schritten Gott hören lernen

Drei Schritte braucht es allerdings, die du ihm sagen und erlauben solltest, damit du Gott wieder hören kannst. Denn jede Freundschaft hat ihre Bedingungen. Ein Mensch, der mit dir befreundet ist, egal wie beschissen du ihn behandelst, hat was richtig falsch verstanden. So kann es bei Gott nicht anders sein. Was braucht es also, dass du ihn wieder hören kannst. Ich glaube diese drei Sätze sind nötig und Gott brennt darauf, sie von dir zu hören:

„Ich will dich wieder hören. Öffne meine Ohren für dich.“

„Wenn eine Stimme in mir sagt, dass du tot bist oder kein Interesse an mir hast, werde ich das nicht mehr glauben. Ich vertraue dir: Du willst mit mir reden!“

„Du darfst in mein Leben sprechen. Den Müll in meinem Herzen, der mich und die Menschen um mich herum zerstört und erstickt, gebe ich dir. Du darfst mich davon befreien.

Mein Lebenshaus ist jetzt auch dein Lebenshaus. Ich vertraue dir.“

Gott hören: darf Gott in dein Haus?

Drei Schritte um Gott zu begegnen

Reichen drei Schritte um Gott zu hören? Gott verspricht es. Denn mit diesen drei Schritten zeigst du:

Demut („ich brauch dich – bitte sprich zu mir“),
Glaube („ich vertrau dir mehr als meinen Zweifeln“) und
Hingabe („ich geb dir mein Herz – du darfst in mein Leben sprechen“)

Wenn du es geschafft hast, diese Entscheidung zu treffen, dann halte deine Augen, Ohren und dein Herz offen. Denn Gott liebt es von dir zu hören. Aber noch mehr liebt er es sich dir zu zeigen. Er liebt es dir von Jesus zu erzählen, von seiner Kraft die in dir leben will, und von seiner Liebe, die dich befreien will.

Willst du Gott hören? Ich freu mich wenn du mir schreibst.

Deine Anita

Das größte Problem deiner Eheprobleme

Der Brennstoff aus dem Eheprobleme gemacht sind

Es gibt die unterschiedlichsten Eheprobleme, weshalb Beziehungen schlecht laufen. Denn es sind zwei einzigartige Menschen, die da zusammen (oder gegeneinander) kämpfen.

Ein Problem ist aber mit Sicherheit bei allen mit dabei. Und alle anderen Eheprobleme sind dafür verantwortlich, dass dieses Problem immer neues Futter bekommt.

Aber bevor ich hier weiterschreibe, vorweg noch etwas Wichtiges: Was ich hier an Beziehungsproblemen nicht miteinschließe, sind Probleme wie Machtmissbrauch, Gewalt, Untreue und extreme Verletzungen, die deine Seele zerstören. Das ist ein eigenes Thema, das ich hier auf keinen Fall als Lappalie abtun will.

„Das vergebe ich dir nie!“

Das Eheproblem von dem ich hier reden will ist das nicht vergeben. Deinem Partner nicht zu vergeben hat eine unglaubliche Kraft. Wenn alle deine Eheprobleme als Gift in ein Fläschchen gefüllt werden könnten, würde das Problem „nicht vergeben“ bestimmt 80% des Platzes einnehmen.

Was ist das groesste Problem in deiner Ehe? Wenn du deinem Partner nicht vergibst.
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Vielleicht ist deine Beziehung von Problemen bedroht? Dann will ich dich ermutigen, als erstes das Problem „Ich vergebe nicht“ zu beseitigen.

80/20 Regel

Die 80/20 Regel (Pareto-Prinzip), die der italienische Wirtschaftswissenschaftler Vilfredo Pareto (1848-1923) aufstellte kann uns hier auch helfen. Er fand folgendes heraus: Die ersten 80% einer Aufgabe benötigen 20% der Energie, die du insgesamt für diese Aufgabe benötigst.

Um die restlichen 20% zu erreichen, um also bei 100% anzukommen, brauchst du 80% der Energie, die diese Aufgabe insgesamt in Anspruch nimmt. Das heißt, die letzten 20%, bis die Aufgabe „perfekt“ erledigt ist, kosten die meiste Kraft (viermal so viel!).

Das ist eine geniale Denkhilfe, um sich mit Aufgaben im Studium, Haushalt, Beruf, etc. nicht durch Perfektionismus zu verzetteln. Aber ein bisschen anders gedacht, kannst du das Prinzip auch auf deine Beziehung anwenden:

Wenn du anfangen willst deine Beziehung zu verbessern, macht es Sinn auf den Bereich zu fokussieren, der mit relativ geringem Energieaufwand am meisten Veränderung bringt.

Denn nicht alle Probleme haben die gleiche negative „Einschlagskraft“.

So hilft die Beseitigung eines ständigen Problems zwischen euch nicht viel, um eine Verbesserung zu bemerken. Denn sobald dieses beseitigt ist kommt ein neues anmarschiert und nimmt den Platz des vorherigen Problems ein.

Zum Beispiel:

  • Ein teurer, romantischer Urlaub ist zwar wirklich toll und ich würde niemals auf die Idee kommen, das Angebot auszuschlagen.
    Aber: Er bedeutet einen riesigen Aufwand mit fraglichem Gewinn (wird die Beziehung dadurch wirklich besser?
  • Wenn ich mich ständig ärgere, dass mein Mann den Tisch nicht abwischt, oder den Müll nicht rausbringt, kann ich versuchen ihm das „abzutrainieren“.
    Aber: Das bedeutet einen Aufwand mit sehr fraglichem Gewinn (Männer hassen es wohl grundsätzlich etwas „abtrainiert zu bekommen“). Das heißt natürlich nicht, dass es keinen Sinn macht Dinge anzusprechen und miteinander zu lernen! Aber eben ohne den ständigen Ärger 😉

Diese unlösbaren 20% des Giftes in deiner Beziehung sind nicht das Hauptproblem. Das Hauptproblem ist, dass du diesen Anspruch an deinen Partner nicht los lässt:

„Du solltest besser für mich sein! Du hättest besser für mich sein sollen!“

Vergeben: der Problemlöser mit der größten Einschlagskraft

Wenn du ein Problem loswerden willst, das einen riesigen Unterschied machen wird, dann nimm das Problem „Ich vergebe nicht“.

Warum ist dieser Bereich so riesig? Weil sich dieses Problem auf allen anderen Problemen wie eine Zecke festbeißt und sie bis zum letzten Tropfen aussaugt. Es lebt von den anderen Problemen.

Die Idee, deshalb alle Probleme zu beseitigen, damit dieses Problem kein Futter mehr hat, hatten schon viele.

Meistens endet es mit der erfolgreichen Entfernung des alten Ehepartners und der Einführung eines neuen Partners, bei dem man wirklich gar keinen Grund hat, nicht zu vergeben.

Denn es gibt einfach nichts, was er oder sie falsch gemacht hat. Zumindest solange, bis der erste echte Konflikt kommt…

Dass dieser Bereich so riesig ist, kann jetzt eine gute oder schlechte Botschaft für dich sein. Schlecht ist sie, wenn du nicht bereit bist, vergeben zu lernen.

Aber gut ist sie dann, wenn du bereit bist, im Vergeben besser zu werden. Dann kannst du mit dem Beseitigen von nur einem Problem einen Großteil aller negativen Gefühle langsam reduzieren, die Eheprobleme mit sich bringen.

Wie du mir so ich dir?

Dein Partner hat einen Fehler gemacht oder dich verletzt? Jede dieser Verletzungen stellt dich neu vor die Entscheidung: Wie wirst du damit umgehen? Wirst die Wut festhalten und tagelang schmollen?

Jede einzelne Situation ist absolut entscheidend! Wenn du die Schuld des anderen fest in deiner Erinnerung hältst, trainierst du dich darin, richtig schlecht vergeben zu können.

Jedes Mal ein bisschen schlechter. Nach einem Monat ist das noch nicht so tragisch. Nach zehn Jahren ist es katastrophal.

Vergibst du anderen nicht gerne, vergibst du dir selber vermutlich auch nicht besser. Wie hart bist du gegenüber dir selbst, wenn du einen Fehler machst?

Jesus beschreibt das Nicht-vergeben als ein Gefängnis, in das man sich selber steckt.

Aus diesem Dilemma hilft effektiv nur Jesus auf eine Weise, die wirklich befreit und mich begeistert. Sein Tod und seine Auferstehung sind keine nette Geschichte, sondern haben die Kraft deine Geschichte zu verändern – wenn du es willst. Durch Jesus kannst du neu reagieren, wenn du oder andere versagen oder verletzen.

Das größte Problem in deiner Beziehung los werden: lass los!
by geralt from Pixabay

„Wie Gott mir, so ich mir und meinem Partner“

Besonders krass habe ich das vor Jahren bemerkt, als unsere Kinder ganz klein waren und ich wegen einem Streit so stinksauer auf meinen Mann war. Mit meinem Baby im Arm saß ich stinksauer da und wollte auch es sein. Aber ich hab in mir Gottes Aufforderung gehört: „Vergib ihm“.

Also hab ich nach einer Weile zu Gott gesagt, dass ich die Wut loslassen will. Das fing damit an zu akzeptieren, dass es okay ist, dass mein Mann Fehler macht – und ich auch. Gott lud mich ein ihm zu vertrauen, dass er für die Wahrheit in diesem Streit für uns kämpfen wird. Das waren meine Überzeugungen, und ich öffnete mein Herz für Gottes Wirken, was ich schon oft trainiert hatte.

Vergeben bedeutet Frieden finden

An diesem Tag war der Kontrast für mich aber so unglaublich krass spürbar. Vielleicht weil ich gerade ein kleines Baby im Arm hatte, das ganz friedlich da lag. Und in mir drin tobte unbändige Wut. Aber nach diesem Gespräch mit Gott löste sich meine Wut komplett auf und ich hatte Frieden. Ich habe den Streit mit meinem Mann trotzdem noch geklärt. Aber wie ich in das Gespräch ging war komplett verändert.

Vergeben bedeutet frei sein!

In anderen Situationen hab ich das nicht immer so krass gespürt. Aber dieses Erlebnis hat mich unglaublich motiviert, dem Gott, der Frieden geben will, noch mehr zu vertrauen und ihm zu folgen.

Und über die Jahre bin ich besser darin geworden, schneller zu vergeben. Natürlich gelingt das nicht immer gleich gut. Und für mich ist die Zeit mit Gott das Entscheidende. Ich muss zu ihm rennen, wenn mein Herz weh tut, weil mich jemand verletzt hat. Und er heilt diesen Schmerz dann. Das ist, wer er ist. Und das ist, was er versprochen hat.

Denn das ist sein Charakter: Er ist ein Gott, der meine Schwächen sieht und sie mir gerne vergibt. Wenn ich seine Vergebung will. Verdiene ich das? Nicht oft.

Aber deshalb bin ich so gerne mit ihm. Weil ich weiß, egal was ist: Er macht mir keine Vorwürfe und schimpft nicht über meine Fehler. Aber er ermutigt mich zur Veränderung und gibt mir innerliche Kraft. Diese Kraft macht, dass ich mich verändern kann.

So ist er. Und so kann ich dann auch mich und meinen Partner behandeln.

Wie kannst du also praktisch mit den Schwächen deines Partners oder Mitmenschen umgehen?

Liebe dich wie Gott dich liebt

Einer der bekanntesten Verse der Bibel lautet, frei übersetzt: Gott hat dich so sehr geliebt, dass er in Jesus für dich auf die Welt kam, damit, wenn du an ihn glaubst, du ewig leben wirst und frei sein wirst (Joh 3,16).

Gottes Liebe ist die Quelle. Wenn seine Liebe für dich keine Realität wird, wird es mit dem Vergeben schwierig. Er muss dir seine Liebe zeigen, damit sich etwas verändern kann.

Deshalb: Bist du ein Mensch, der verstanden hat, dass er täglich essen muss, um am Leben zu bleiben? Dann nimm dir auch Zeit, täglich dein Herz mit Gottes Liebe für dich zu füttern. Das geht so: Lade ihn ein, dir heute zu zeigen, wer er ist und wie er dich liebt. Und bitte ihn dir zu zeigen, wie du vergeben kannst.

Deine Beziehung braucht Nahrung genau wie dein Körper. Gott will deine Nahrung sein
by Nadin Sh from Pexels

Nimm dir zwischendurch einmal Zeit die Bibel zu lesen. Mach etwas Platz in deinem Alltag für Gott. So wie du Platz machst, um zu essen und zu trinken. Das ist auch der Grund für das Gebet vor dem Essen. Damit sagst du: „Gott, mein Herz braucht dich, wie mein Körper Nahrung braucht.“

Gott liebt dich einfach so sehr und hilft dir so gerne, wenn du zu ihm kommst. Seine Kraft kann das, was deine nie schafft. Und dann kann der nächste Schritt kommen:

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst

Gott hat kein Problem damit, dass du und dein Partner begrenzt sind und Fehler machen. Aber er hat ein Problem damit, wenn du so tust, als wäre deine Schuld und die Schuld deines Partners kein Problem. Schuld ist ein Problem und sie muss zu Gott gebracht werden. Denn nur er kann diesen „Sondermüll“ richtig entsorgen.

Du und dein Partner sind zu unterschiedlich? Das Problem hierbei ist nicht eure Unterschiedlichkeit. Das Problem ist, dass du dem anderen nicht vergibst, so anders zu sein.

Wenn dich dein Partner verletzt oder sauer macht, wende dich an Gott und vertraue ihm. Gebe ihm die Schuld, Wut und Verletzung. Er wird für dich kämpfen. Vielleicht merkst du nach einem Tag oder einem Monat noch keinen riesigen Unterschied. Aber nach ein paar Jahren blickst du mit Sicherheit zurück und kannst sagen: Mit Gott habe ich eine Katastrophe verhindert!

Gott meint es ernst

„Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet“ (Lk 6,36f).

Gott nimmt das Problem mit dem nicht Vergeben ernst. Ihm geht es um dein Herz. Gibt es etwas, das dich von Gottes Vergebung fernhalten kann? Ja, wenn du nicht vergibst. Da war Jesus extrem deutlich.

das Größte Problem deiner Eheprobleme: dein Herz ist es wert dass du vergeben lernst.
by towfiqu barbhuiya

Dein Herz ist es wert, dass du dem anderen und dir vergibst! Vielleicht fragst du dich, warum Gott so hart ist, wenn es um das Vergeben geht?

Naja, das ganze Ding mit dem am Kreuz sterben war schließlich auf diese eine Sache fokussiert: Dass Gott dir vergibt und treu bleibt, obwohl du es nicht verdienst.

Das ist die große Botschaft von jedem einzelnen Christen: „Ich bin ein Sünder und Gott hat mir vergeben! Er hat mich gerecht gemacht!“ Und das soll deine Ehe auch ausdrücken: Ich liebe meinen Partner und bleib ihm treu, auch wenn er es nicht immer verdient.

Dein Herz wird nie gesund werden, wenn du dich an diesem Thema vorbei mogelst.

Wenn du Christ bist und das ist nicht deine Botschaft, dann würde ich dir raten, nochmal über deinen Glauben nachzudenken. Vielleicht entdeckst du im Vergeben das, was dir all die Jahre gefehlt hat.

Wenn du nicht Christ bist dann werde es! Jesus ist das Beste, das dir je passieren wird, denn seine Liebe ist unvergleichlich.

Nicht vergeben: das größte Problem?

Ist es in deiner Beziehung also wirklich das größte Problem, dass du nicht vergibst? Ich sehe natürlich deine Beziehung nicht und weiß nicht was alles schon vorgefallen ist. Aber das eine weiß ich: Meine Liebe zu meinem Mann schrumpft rapide, wenn ich anfange nachtragend zu sein und ihm (innerlich oder verbal) Vorhaltungen mache.

Nicht vergeben ist und bleibt eines der größten Probleme der Menschheit.

Natürlich verschwinden durch das Vergeben nicht auf einmal alle anderen Probleme in deiner Ehe. Aber ihre negative Kraft wird definitiv reduziert.

Gott will Beziehungen heilen. Er liebt deine Ehe. Er liebt euch und hat Hoffnung für euch.

Deine Anita

Das verlorene Schaf

wie Gott dich findet, während du ihn nicht suchst

Lukas 15, 3-7: Da erzählte ihnen Jesus folgendes Gleichnis: »Angenommen, einer von euch hat hundert Schafe, und eins davon geht ihm verloren. Lässt er da nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voller Freude auf seine Schultern und trägt es nach Hause. Dann ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: ›Freut euch mit mir! Ich habe das Schaf wiedergefunden, das mir verloren gegangen war.‹ Ich sage euch: Genauso wird im Himmel mehr Freude sein über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren.«

Das verlorene Schaf - Wie Gott dich findet während du ihn nicht suchst.
Photo by kailash kumar on Pexels

Nimm dir mal ein Kinderbuch zur Hand. Da wird es häufig sehr schön beschrieben, wie das Schaf sich auf die Suche macht nach dem Glück in der weiten Welt.

Gebet – Qual oder Quelle?

Wie sich deine Gebete von ermüdend zu erfrischen verändern

Meine Großeltern waren Christen mit Herz und Seele und so war der Glaube immer fester Bestandteil von Familienfesten. Und immer am Abend, gerade dann, wenn wir Kinder am meisten Spaß hatten, riefen uns unsere Eltern zum gemeinsamen „Schluss machen“ (so nannten wir das 😉 ) und als krönender Abschluss kam das gemeinsame Gebet.

Mein Opa hat gebetet, was das Zeug hielt. Mit ganzem Herzen… und lange. Und ich weiß, wie ich als Kind darüber dachte: Was für eine unendliche Zeitverschwendung! Wie hätten wir diese letzten 45 Minuten (vielleicht waren es auch nur 15 Minuten? Wenn man sich langweilt, vergeht Zeit einfach nicht schnell genug…) doch so unglaublich sinnvoll nutzen können! Tja, als Kind hab ich das gering geschätzt, was ein riesen Segen für mein Leben war und ist: Die Gebete meiner Großeltern und Eltern.

Betende Hände
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Aber jetzt bin ich erwachsen, und weiß eines: auch als Erwachsene finde ich manche Gebetstreffen unglaublich ermüdend. Und ich weiß, dass sehr viele Erwachsene das Gebet vermutlich ähnlich ermüdend empfinden. So ermüdend, dass sie es ganz abgeschafft haben.

Aber vielleicht existiert in dir auch noch ein Funke, der denkt: es wäre aber schon gut wenn ich wüsste, wie ich mit Gott in Kontakt treten kann…

Gebet als qualvolle Pflicht

Ist Gebet für dich so anziehend wie eine lästige Pflicht?
By Giuliamar from Pixabay

Die Anziehungskraft von Gebet scheint mir vergleichbar mit der des Zähneputzens: Es ist eine lästige Pflicht. Vielleicht findest du etwas anderes mühsam – bei mir ist es das Zähneputzen (besonders die Zahnseide). Ich liebe geputzte Zähne, sehe den Sinn und hasse es absolut, wenn meine Zähne nicht geputzt sind. Aber der Weg dahin löst bei mir keine Begeisterung aus.

Vor gut 14 Jahren spitzte sich die Lage zu. Ich musste nicht mehr nur meine eigenen 30 Zähne putzen. Nein, jetzt kamen auch noch die von bis zu vier Kindern dazu. Und die bekommen jedes Jahr mehr!

Dann hat der Zahnarzt dem ganzen irgendwann noch „die Krone aufgesetzt“: Wir sollen bei uns allen auch noch jeden Tag Zahnseide benutzen – jeder Zahn zweimal!

Was um alles in der Welt hat sich Gott beim Thema Gebet gedacht? Ist das wirklich wie es sein muss? Eine Qualvolle Pflicht? Oder kann es sein, dass ich Gebet falsche verstehe und es deshalb so erlebe?  Was für Lügen sind da, die mich und vielleicht auch dich so effektiv davon abhalten, Gott selbst tatsächlich zu begegnen? Wie Johannes Hartl einmal gesagt hat: Der Gott, der auf kreativste Weise eine atemberaubende, faszinierende Welt erschaffen hat, kann unmöglich selbst eine absolute Schlaftablette sein.

Ein Gott der sich nach dir sehnt?

Jesus hat unter anderem auch über Gebet geredet. An einer Stelle mit einer Frau an einem Brunnen. Diese Frau nutzte ziemlich wahrscheinlich die Mittagshitze zum Wasser holen, damit sie den anderen Frauen nicht begegnen musste.

Die Frau kommt aus Samarien. Jesus ist ein Jude. Er bittet sie, ihm Wasser zu geben. Die Juden damals hielten sich von den Samaritern so fern, dass sie nicht einmal durch das Land reisen wollten.

Ihre Reaktion auf seine Bitte ist fast geschockt: „Wie ist es möglich dass du dich als Jude dazu herablässt, mich um Wasser zu bitten? Mich, eine Samariterin und dazu noch eine Frau?“ Denn das Ansehen der Frauen damals war etwas anders als heute.

The Chosen
Szene von The Chosen www.the-chosen.net

Jesus antwortet: „Wenn du wüsstest, wie sehr ich mich herabgelassen habe: Dann würdest du mich bitten. Und ich würde dir dann Wasser geben, das die Kraft des Lebens in sich trägt… Dieses Wasser von dem Brunnen kann deinen Durst nicht dauerhaft stillen. Immer wieder wird es dich hier hertreiben, um mehr davon zu bekommen…

„Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt“ (Joh 4,14).

Gebet ist wie das Trinken aus einer Quelle.

Das Ganze hört sich an wie aus einem Marvel-Film. Versteh ich. Aber versuch mal zu hören was Jesus da sagt: Er erschafft in dir eine innere Quelle, die bewirkt, dass du lebendig wirst: anders lebendig als nur am Leben zu sein. Und diese innere Quelle bewirkt auch, dass dein Grab nicht das Ende von dir ist, sondern eher eine Tür, durch die du gehst.

Hört sich fiktiv an? Naja, vielleicht sind die Marvel-Comics ja eher von Gedanken aus der Bibel inspiriert, als dass die Bibel von Marvel inspiriert wurde 😉.

Im Deutschen gibt es das Sprichwort, dass man auf dem Holzweg ist. Ein Holzweg entsteht bei Holzfällarbeiten während dem Transport der Bäume aus dem Wald.  Wenn man auf ihm in den Wald hineinläuft, endet er im Nichts.

Beim Thema Gebet oder Kontaktaufnahme mit Gott gibt es echt viele dieser Holzwege. Sie hören sich (teilweise) logisch an, führen aber ins Nichts. Das erlebst du dann als ein enttäuschtes Gebetsleben/ spirituelle Reise.

Kennst du einen der folgenden Gedanken?

Du müsstest:

  • … Gott zeigen, wie ernst du es meinst!
  • … ein besserer Mensch sein, damit er dich hört!
  • … bestimmte Körperpositionen einnehmen, um dich zu öffnen.
  • … dich noch von Erbsünde befreien und reinigen. Dunkles liegt in deiner Vergangenheit – das hindert Gott daran, sich dir zu zeigen…
  • … meditieren, bestimmte Mantras beten.
  • … deine Wohnung reinigen.
  • … in ein buddhistisches Kloster gehen, um Gott zu erleben.

Was sind deine eigenen Gedanken, was du müsstest? Das sind die Holzwege.

Der echte Weg zu Gott durch Jesus. Gebet bedeutet Gott zum Gespräch einladen
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Aber es gibt eben auch den richtigen Weg durch den endlosen Wald an Wegen zu Gott. Und Gott kämpft dafür, dass du ihn findest!

Aus „Ich muss“ wird „Gott schenkt“

Eine meiner Töchter war als kleines Kind extrem stur und temperamentvoll. Keiner hat sich gefreut, wie sie sich freuen konnte – und keiner hat gezürnt wie sie. Der Drang, alles selbst zu machen und es dabei auch beim ersten Mal perfekt hinzubekommen, war extrem groß. An irgendeinem Punkt konnte ich über diese regelmäßigen Wutausbrüche nur den Kopf schütteln und lachen.

Eine Situation im Urlaub haben wir auf Video festgehalten. Soweit ich mich erinnere, haben wir ihren Groove gestört, weil wir etwas für sie gemacht haben. Und das wollte sie eigentlich selbst machen. So tobte und hüpfte sie bis zur völligen Erschöpfung auf einem Parkplatz in England. Ich wollte ihr aus der Situation helfen. Aber sie wollte es alleine schaffen.

Sie konnte das nicht akzeptieren:

„Es gibt einfach Dinge, die schaffst du nicht alleine und auch nicht perfekt. Gib es einfach zu: Du brauchst meine Hilfe und das ist nicht schlimm!“

Darf Gott dir helfen?

Ich glaube, bei Gott bin ich als Mensch oft so wie ein tobendes Kind, das alles alleine schaffen will.

Das schwerste, was ich je bei Gott lernen musste, war das: aufhören aus meiner menschlichen Kraft bei ihm etwas zu erreichen. Und das ist immer noch meine Tendenz:

Versuchen gut zu sein, ihn überreden, alles richtig zu machen, so zu beten, dass etwas passiert. Nicht zweifeln, Glauben haben, der Berge versetzt. Frieden, Hoffnung und eine positive Einstellung produzieren. Und vor allem: IHN ERREICHEN.

Stolz gegen Demut – Autonomie gegen Abhängigkeit

Gibt es ein Opfer, das Gott von dir fordert? Ja. Du musst deinen Stolz und deine Sturheit opfern, alles selbst machen zu wollen. Aber auch die Last, alles hinbekommen zu müssen.  Und den Holzweg-Glauben, dass du es tatsächlich schaffen könntest.

Jeder hat seine eigene Lebensgeschichte. Du hast deine ganz eigenen Erfahrungen und hast vielleicht auch deine eigenen Holzwege entdeckt.

Meistens haben diese Wege eine Gemeinsamkeit: Du als Mensch musst dich anstrengen, um Gott zu erreichen oder ihn zum Handeln zu bewegen. Aber er wirkt und begegnet dir, weil er es kann und will – nicht, weil du es durch deine Willenskraft endlich geschafft hast, ihn zu erreichen.

Kannst du das akzeptieren? Das ist dein Beitrag. Vertrauen ist ein wichtiges anderes Wort für Glauben.

Glaubst du, dass du es nötig hast, dass er dich rettet? Und glaubst du, dass er jetzt gerade schon versucht dir zu begegnen? Das heißt es, Gott zu vertrauen.

Gebet: die Türe zu Gottes Herz
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Gottesbegegnungen kannst du nicht herstellen. Aber du kannst Gott ausschließen. Oder du kannst für ihn offen sein. „Jesus, ich will dir begegnen. Aber ich weiß nicht wie. Hilf mir!“

Jesus antwortet! „Merkst du nicht, dass ich vor der Tür stehe und anklopfe? Wer meine Stimme hört und mir öffnet, zu dem werde ich hineingehen, und wir werden miteinander essen – ich mit ihm und er mit mir“ (Offb 3,20).

Du bestimmst, wie eure Beziehung läuft

Gebet bedeutet sich mit Gott austauschen und mit ihm Zeit verbringen. 

Wenn ich mit meinem Mann wirklich Zeit verbringen und ihn verstehen will, gibt es nur einen Weg: Gespräch. Wir können viele andere Dinge unternehmen. Aber sie werden nie das erreichen, was ein Gespräch kann.

Wir könnten uns als Ehepaar auch einfach darauf konzentrieren, dass die Liebessprache des anderen irgendwie abgedeckt wird. Aber wenn wir nicht um ehrliche – und manchmal auch anstrengende – Kommunikation kämpfen, dann fehlt etwas Entscheidendes.
So ist auch die gezielte Zeit mit Gott so entscheidend für deine Beziehung mit ihm.

Und in der Beziehung zu einem Menschen oder der Beziehungen zu Gott braucht es Worte. Wir Menschen sind in diesem Punkt unter allen Lebewesen einzigartig.

Nur durch Gottes Worte lernst du ihn kennen. Und nur durch deine Worte – laute oder auch innere Worte und Gedanken – erlaubst du Gott, dich kennenzulernen.

Das ist schon faszinierend: Gott erlaubt dir diese Abgrenzung ihm gegenüber. Ob du ihn in dein Leben einlädst entscheidest du. Und wenn du ihn in dein Leben einlädst, entscheidest du immer noch, in welche Bereiche du ihn lässt. Nicht er.

Stell dir vor, dein Leben ist ein Haus mit vielen Räumen. Bei vielen Menschen darf Gott zwar rein, aber nicht weiter als in den Flur. Wie ist das bei dir? Darf er in das Zimmer deiner Süchte? Deiner Wut auf einen Menschen? Deiner Geldgier? Deiner Traurigkeit… Du hast in dir unendlich viele Bereiche, die du vor Gott „verstecken“ kannst. Aber er will dir im Schmutz deines Lebens begegnen und hat keine Angst, sich die Füße dreckig zu machen. Durch dein Reden mit ihm gibst du ihm Zutritt. Lass Jesus nicht im Flur stehen.

by Max Vakhtbovych

Dein Gebet: gute oder schlechte Gesprächskultur?

Vielleicht fragst du dich, wie genau Reden mit Gott geht? Einfach reden wie mit einem Menschen? Ja und Nein. Denn Gespräche mit einem Mitmenschen können total schieflaufen und einseitig sein: wenn dein Gegenüber zum Beispiel ständig redet und nie zuhört. Noch schlimmer ist nur: nie reden und trotzdem nicht zuhören. Das tötet jede Beziehung. Auch wenn es nach außen keiner bemerkt.

Du kannst jeden Tag hundert Infos über Dinge austauschen, die dein Partner erledigen soll, oder besser noch: was er falsch gemacht hat.  Oder was bei den Kindern los ist. Der neuste Tratsch aus der Nachbarschaft. Was am Haus gemacht werden muss.  Aber du weißt: „Mein Partner weiß eigentlich überhaupt nicht, wer ich wirklich bin und wie es in mir wirklich aussieht.“  

Solche Kommunikation macht auch Gebet anstrengend. Gott darüber zu informieren, was er in der Welt ändern sollte.

Neulich hat mir ein junger Christ gesagt: Er will ja mehr beten, aber irgendwann weiß er einfach nicht mehr was. Ja, was gibt es denn jetzt noch zu sagen? Nochmal alles von vorne erzählen? Diesmal mit etwas mehr Leidenschaft?

Gott eine To-Do-Liste zu geben ist ermüdend. Denn eigentlich hungert dein Herz wirklich verzweifelt danach, ihn zu erleben. Vielleicht nimmst du das oft nicht wahr. Aber der Hunger nach schönen Erlebnissen ist in deiner DNA tief eingespeichert! Und ich bin mir sicher: auch du unternimmst sehr viel, um diesen Hunger zu stillen. Deshalb treff dich mit ihm damit du innerlich satt wirst.

Ein weiterer Punkt, der Gebet sehr anstrengend macht, ist die falsch Vorannahme: Ich muss mich verändern, um Gott zu erleben.

Dieser Glaube, oder vielmehr diese Lüge, hält dich lebenslang von beidem ab: Gott zu begegnen und innere Veränderung und Befreiung zu erfahren.

Deine Entscheidung – seine Kraft

Gemeinschaft mit Gott geschieht vor allem wegen einer Person: Gott selbst, der vor deiner inneren Türe steht, höflich anklopft und wartet, bis du ihn reinlässt. Und dann kommt er rein. Punkt.

Deshalb will ich dir diese Frage stellen: Darf Jesus bei dir reinkommen? Darf Jesus die Wahrheit über dich sehen und Dinge ansprechen? Und darf er dich lieben?

Gott klopft an dein Herz an und fragt dich: willst du mir gehören?
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Gott hat Leidenschaft und Interesse für dich. Er macht es möglich, dass du von ihm hören und seinen Frieden erleben kannst.

Dein Beitrag dabei ist es, dein Herz zu öffnen und es ihm zu schenken. Er hat sich schon für dich entschieden. Die Frage ist: entscheidest du dich für ihn?

Gott liebt es, wenn du ihn suchst. Aber vor allem liebt er es, wenn du ihn findest.

Ich freu mich zu hören, ob ich dir in diesem Prozess weiterhelfen kann.

Deine Anita

Glückliche Beziehung? Investiere in diese 7 Schritte

Glückliche Beziehung? Investiere 7 Schritte

In sieben Tagen zu einer glücklicheren Ehe?

Okay, das ist schon eine steile Behauptung: Eine glücklichere Ehe in nur 7 Tagen. Eine Woche flitzt vorbei wie im Zeitraffer, während ich das Gefühl habe, mich in Zeitlupentempo slo-mo zu bewegen. Also was kann ich schon in einer Woche schaffen? …geschweige denn verändern!?

Eine Woche – wenig Zeit, aber in sieben Tagen kann sich unglaublich viel ändern. Jeder Tag trägt Potenzial in sich für etwas Neues: Gutes wie Schlechtes. Und mal ganz ehrlich: um einen riesigen Streit hervor zu beschwören, braucht man nur Minuten…

Deshalb: in einer Woche wird nicht alles perfekt (auch nicht in einem Jahrhundert). Aber sieben Tage können sieben Schritte werden, die deine Beziehung glücklicher machen.

Dabei kann dir dein „Ich“ von früher helfen, etwas wiederzuentdecken: Wie hast du es überhaupt geschafft hast, dich in deinen Partner zu verlieben?

Auf dem Standesamt

Bei unserer Standesamtlichen Hochzeit 2004 hat die Standesbeamte uns einen so bescheuerten Wunsch zugesprochen, dass er mir hängen geblieben ist: „Ich wünsche Ihnen, dass ihre Ehe wie ein Spaziergang an einem Strand ist, wo immer die Sonne scheint, und dass nie ein Sturm kommt.“ Nichts anderes weiß ich mehr aus der Rede, außer diesem Wunsch.

Utopisch. Wenn das meine Erwartung an meine Ehe wäre, müsste ich auf das erste Gewitter nicht lange warten. Und der Schock über dieses Gewitter ist umso größer, je übertriebener die Erwartung an meine Beziehung ist.

Vielleicht fragst du dich deshalb, ob es überhaupt Sinn macht zu heiraten, wenn es früher oder später eh knallt und alles im Arsch ist?

Deshalb will ich dir heute sagen: deine Ehe ist sehr viel robuster, als du es vielleicht denkst. Ganz viel kann wieder heil werden, ohne dass eure Beziehung zerbrechen muss. Und es gibt einige Dinge, die du tun kannst, um deine Ehe oder Beziehung allwettertauglich zu machen.

Schlecht oder schlecht gepflegt?

Wenn du von deiner Beziehung denkst, dass sie schlecht ist, ist es meistens korrekter zu sagen: „Meine Ehe ist schlecht gepflegt“ – schlecht gepflegt von dir, deinem Partner oder von euch beiden. Dieser Unterschied ist wirklich wichtig. Denn: eine schlechte Ehe einfach „gut machen“ ist schwierig. Aber eine schlecht gepflegte Beziehung besser pflegen kann jeder! Und das wirkt sich aus.

In der Überschrift steht ganz bewusst „glücklicher“. Das Wort „glücklich“ ist viel zu statisch, als gäbe es nur einen Zustand in der Welt, mit dem man eine glückliche Beziehung beschreiben könnte. Aber die glücklichste Ehe wird plötzlich traurig, wenn einer oder beide Partner Entscheidungen treffen, welche die Beziehung verletzen. Und eine eher schlechte Ehe kann sich dann plötzlich glücklicher anfühlen, wenn einer oder beide positive Veränderungen einführen.

Glückliche Beziehung: Investiere in 7 Schritte in die richtige Richtung!

Diese folgenden 7 Punkte sind für mich in meiner Ehe wie ein Kompass. Wenn die Stimmung zwischen meinem Mann und mir etwas schlechter wird, denke ich: Okay, welcher Bereich unserer Beziehung wird gerade schlecht gepflegt? Und dann richte ich mich neu aus. Denn bei einem Kompass muss einfach die grobe Richtung stimmen. 100% auf Kurs bleiben wäre schrecklich mühsam und dazu unnötige Energieverschwendung. So empfindlich sind unsere Beziehungen nicht.

7 Tage um deine Ehe wieder richtig auszurichen
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7 Dinge, die du von deinem früheren verliebten „Ich“ lernen kannst

Ich hoffe dass diese sieben Tipps dir und deiner Beziehung auch helfen können. Sind dir 7 Punkte zu viel? Kein Problem! Das frühere verliebte „Ich“ weiß, wie es geht! Erinnere dich einfach: Wie warst du, als du dich in deinen Partner verliebt hast? Einer, der wahnsinnig verliebt ist, weiß wie „Liebe“ geht. Verliebt zu sein scheint mir wie ein in unserer DNA einprogrammiertes Tutorial von Gott: „Lieben für Dummies!“, als ob er sagt: „Jetzt zeige ich dir mal, wie das geht mit dem Lieben, und dann darfst du selbst weiter machen“. Ein Starter-Set fürs Lieben sozusagen.

7 Tipps fürs verliebt bleiben:

1. Verurteile deinen Partner nicht dafür, nicht perfekt (für dich) zu sein. Du bist es auch nicht.

Verliebte können das nur zu gut: die Schwächen des anderen ignorieren… manchmal gegen alle Vernunft.
Verachtung beschreibt der Beziehungsforscher John Gottman als absoluten Liebeszerstörer. Wenn er Verachtung in einer Ehe beobachtet, gibt er der Beziehung nicht viel Hoffnung.

Wenn Gefühle der Verachtung eine Pflanze wären, dann ist Verurteilung ihre Wurzel. Bei den meisten Wurzeln bringt es wenig, die Blätter abzuschneiden. Da wachsen halt Neue nach. Die Wurzel muss raus.

Verurteilen geht ganz einfach:
Du siehst die Schwächen deines Partners und hast kein Verständnis für sie.

„Dass du so bist, kann ich einfach nicht verstehen. Ich wäre an deiner Stelle nicht so blöd wie du. Und du hast keine Entschuldigung dafür, dass du so bist.“ Das, würde ich sagen, ist die Essenz, wenn du jemanden verurteilst.

Mit Verständnis würdest du sagen: „Das ist zwar ein Problem in dir. Aber ich liebe dich trotzdem.“

Aus diesem Grund ist Verurteilen so zerstörerisch: Je mehr du deinen Partner kritisierst, umso mehr wirst du nur noch das Schlechte sehen und das, was er oder sie falsch macht.

Verurteilen zerstört deine Ehe bombensicher. Vergeben heilt
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Wenn du vorhast deine Ehe zu zerstören, dann tu es mit Verurteilung! Das verspricht ein 100%ige Erfolgsgarantie. Verurteilung tötet jedes Gefühl von Liebe, das du für deinen Partner hast; und mit ein bisschen Zeit stirbt auch seine Liebe für dich.

Aber Veränderung ist möglich. Die Lösung ist allerdings nicht, einfach nichts Kritisches mehr zu sagen. Es geht vielmehr um dein Denken. Nimm dir heute einmal Zeit, über das nachzudenken, was du so an deinem Partner kritisierst.

Und dieses Mal schau dich selbst kritisch an! Bist du perfekt, dass du das Recht hast, deinen Partner zu verurteilen? Wenn deine Antwort „Ja“ ist, dann ist sie in Wirklichkeit „Nein“. Denn ein „perfekter“ 😉 Mensch weiß, dass er nicht perfekt ist und nicht das Recht besitzt, die Menschen um ihn herum zu verurteilen.

Und dann nimm deinen inneren Kompass und dreh dich von „ich verurteile meinen Partner“ zu „ich will meinen Partner nicht mehr verurteilen“.

2. Redet über alles

Nicht verurteilen, trotzdem reden. Ohne Tabus. Aber die Grundhaltung ist wichtig: „Nicht wir kämpfen gegeneinander“, sondern: „wir kämpfen Seite an Seite gegen unser Problem!“ Ich finde den Maulkorb für Gespräche hierbei recht anstrengend. Sage nicht: „…“, sondern sag es doch so: „…“. Ich will im Gespräch mit meinem Mann (oder auch mit guten Freunden) nicht ständig auf jedes Wort achten, dass ich ja nichts Falsches sage.

Die Grundeinstellung ist das Entscheidende. Du kannst mit dieser „Saubermann-Sprache“ alles richtig sagen und dabei eine scheiß innere Haltung haben. So bist du unangreifbar, denn du hast ja nichts Falsches gesagt. Aber das bringt niemanden weiter. Und dich schon gar nicht.

Zeig dein Herz und sei ehrlich – auch zu dir selbst. Aber mit einer riesen Portion Barmherzigkeit für den anderen – auch für dich selbst… eben ohne zu verurteilen, sondern mit einem Herzen, das für beide eine gute Lösung finden will. Denn es geht dir ja nicht darum, dass es nur für dich besser wird, oder …?

Die Gespräche mit meinem Mann sind dann am besten, wenn ich nicht mehr wütend bin. Dann konnte ich etwas nachdenken und mir klar werden, was das bzw. mein Problem ist. Das klappt zeitlich natürlich nicht immer. Aber es macht Sinn, dass wir es uns gemütlich machen, während wir streiten. Warum nicht dabei auch ein Glas Wein oder eine Tasse Tee oder Kaffee trinken? Das Leben ist zu kurz um zu streiten ohne zu feiern. 😉

Glückliche Beziehung? Investiere 7 Schritte: zeit zu zweit
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3. Habt zweckfreie Zeit zu zweit

Verliebte wissen eines zu tun: So viiiiel Zeit wie möglich mit dem anderen verbringen. Zu allen (un-)möglichen Zeiten. Wie z.B. durch die Nacht während dem Schlafen einen WhatsApp-Call laufen zu lassen. Damals wusste man, was wichtig ist, um sich näher zu kommen und sich kennenzulernen.

Dann passiert das Leben. Und die Gefahr ist groß, das zu vergessen:

Es ist immer noch wichtig, genug Freizeit miteinander zu verbringen,
um euch nahe zu bleiben und nicht zu vergessen, wer der andere ist.
Ihr braucht Zeit, damit ihr euch auch im nächsten Monat noch kennt.

Dabei zählt nicht die Zeit, in der man organisiert, aufräumt, arbeitet, Probleme bewältigt…

Wenn ihr einen teuren Urlaub bucht, an dem ihr dann nur arbeiten müsst, fühlt ihr euch verarscht. Die Liebe zwischen euch fühlt sich auch verarscht, wenn die Zeit, die eure Liebe braucht, um am Leben zu bleiben, mit Stress und Arbeit gefüllt ist.

Lerne von deinem verliebten „Ich“. In dir selbst liegt die Anleitung zum glücklich-verliebt-Bleiben.

Manchmal ist zweckfreie Zeit schwer umsetzbar oder phasenweise unmöglich. Das ist natürlich okay. Aber wenn „keine Zeit“ zum neuen Lebensmodell wird, könnte das schief gehen. Wenn deine Ehe ein Schiff ist, dann ist ihr Hafen die Zweisamkeit.

Es geht nicht gut, wenn ein Schiff nur immer weiter segelt ohne Zeit für Reparaturen. Der Satz „Es geht halt nicht anders“ hat ein bitteres Echo, wenn man dem Schiff zusehen muss, wie es in den Tiefen des Ozeans versinkt. Aber das Gute ist: Der Hafen ist nur eine Entscheidung weit entfernt.

Habt ihr schon lange keine entspannte Zeit miteinander verbracht? Fangt diese Woche damit an! Am Anfang fühlt es sich vermutlich eher nicht sehr entspannt an. Aber mit der Zeit wird es schöner. Gebt einfach nicht auf. Ein bis zwei Abende in der Woche (oder ein paar Stunden tagsüber, wenn es abends nicht geht) empfinden wir als Minimum.

4. Liebe Humor – vermeide Zynismus

Glückliche Beziehung? Investiere 7 Schritte
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Humor ist eine göttliche Superkraft. Vielleicht bin ich etwas voreingenommen, da ich Humor liebe und einen extrem humorvollen Mann hab (inzwischen auch zwei manchmal zu humorvolle Teenager…). Aber Humor ist wie Medizin, um das Leben leichter zu nehmen. Es gibt so viel Schweres in der Welt und im eigenen Leben. Aber durch Humor wird vieles so viel leichter.

Humor ist die Einstellung eines Menschen,
der sich über seine Probleme erhebt wie ein Krieger, und trotzdem lacht.

Das Gegenteil ist andauernder „Todernst“ oder zynische Bemerkungen über die Schwächen des anderen. Die Haltung eines Kriegers ist es, die dich befähigt aufzustehen und etwas an deiner Situation zu ändern. Trotzdem lachen kann ich allerdings nicht einfach ohne Weiteres, wenn es mich innerlich zerreißt.

Ich persönlich schaffe das nur so: Ich lade Gott in die Situation ein, die mich belastet. Wenn ich in meinen Gedanken für Gott Platz mache, dann ist es so, als ob er sagt: „Hey, es ist nicht so schlimm. Ich mache es wieder gut!“

Dieser Satz über deiner Ehe hat viel Kraft; vor allem, wenn du ihn aus Gottes Mund hörst. Dann löst sich Stück für Stück die Ernsthaftigkeit eines schlimmen Streits auf und du kannst trotzdem lachen.

Vielleicht kennst du andere Wege. Aber es ist logisch, mich damit an Gott zu wenden. Er ist der Erfinder von schönem, befreiendem Humor.

5. Sei ehrlich

Das mit der Ehrlichkeit ist ja so eine Sache. Ich wünsche mir, dass der Verkäufer mit mir ehrlich ist. Mein Partner und meine Kinder sollen mir gegenüber auch ehrlich sein. Aber kommt es hart auf hart, gilt eins: Eine kleine Notlüge gönne ich mir schon mal ab und zu. Trifft das auf dich zu? Dann will ich dir sagen:

Es macht wirklich Sinn deinen inneren Kompass auf Ehrlichkeit auszurichten! Denn: Kleine Unehrlichkeiten bewirken, dass sich dein Partner nie sicher sein kann, was noch alles nicht wahr ist zwischen euch. Denn:

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Das ist ein sehr simples Sprichwort mit unglaublicher Wahrheit. In jeder Beziehung geht die Basis von Vertrauen ohne Ehrlichkeit verloren.

Aber es hört nicht damit auf, dass dein Partner sich nicht mehr auf deine Worte verlassen kann.

Lügen und Geheimnisse brodeln im Herz und rauben dir Luft zum Atmen. Denn die Frage bleibt: „Ist alles aus, wenn das rauskommt?“ Da kannst du gleich täglich eine kleine Dosis Gift schlucken und lebst wahrscheinlich noch gesünder.

Aber was, wenn sich schon ein großer Haufen Lügen aufgetürmt hat?

Vielleicht ist es unmöglich, alles auf einmal ehrlich zu sagen. Aber das eine kann jeder: Stelle ab heute deinen inneren Kompass auf Ehrlichkeit! „Ich will ein (liebevoller!) ehrlicher Partner sein.“ Und du kannst Gott bitten, dir dabei zu helfen die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Ein weiteres Problem mit den kleinen Notlügen ist das: Wenn ich in unwichtigen Situationen nicht versuche ehrlich zu sein, werde ich auch in wichtigen Momenten versucht sein zu lügen.

Neulich hat mein Mann gefragt, wo seine alten Hausschuhe hingekommen sind. Ich bin mir nicht sicher, aber es ist möglich, dass ich sie weggeschmissen habe. Denn das weiß ich noch: Sie waren definitiv reif für die Tonne.

Jetzt musste ich mich entscheiden. Sage ich einfach: „Ich hab keine Ahnung, wo du sie hin hast?“ Oder sage ich die Wahrheit: „Ich weiß es nicht sicher. Aber es kann sein, dass ich sie weggeschmissen habe.“ Naja. Ehrlich stehe ich schlechter da.

Äußerlich scheint das wie eine ziemlich kleine Sache – innerlich ist sie es aber nicht: Ich bin wieder ein bisschen besser darin geworden, die Wahrheit zu sagen, auch wenn es unbequem oder peinlich ist.

Einen Satz höre ich öfter beim Thema Lügen: „Ich schade damit ja Keinem“. Ja, manchmal stimmt das vielleicht. Aber dabei vergisst du einen, dem du immer schadest: Dir selber. Lügen verändert dich. Immer ein kleines, winziges Bisschen, ohne dass du es bemerkst. Und es dauert nicht lange, bis der Unterschied zwischen Wahrheit und Lüge verschwimmt.

Das können wir Menschen recht gut – uns selbst etwas vormachen. Ein machtvolles Gegengift gegen Selbstbetrug ist Wahrheit. Ich habe neulich ein tolles Sprichwort gehört: „Säe einen Gedanken und du erntest eine Tat, säe eine Tat und du erntest eine Gewohnheit, säe eine Gewohnheit und du erntest ein Schicksal.“

6. Sei treu

Eine Beziehung ohne absolute Treue ist wie Bungee-Jumping ohne Seil… Da fehlt einfach etwas. Ja, man hat während dem Seitensprung ziemlich viel Bewegungsfreiheit, aber auch nur so lange man von der siebten Wolke fliegt. Ziemlich schnell macht es klatsch, und die Beziehung ist vorbei.

Selbst wenn man dann noch dreißig Jahre verheiratet bleibt, ist es schwer, die Überreste der Beziehung vom Boden zu kratzen und sich an ihnen zu freuen.
Dennoch ist es nicht unmöglich, sich von einem Beziehungsbruch zu erholen. Aber es ist extrem schwer und der Preis ist extrem hoch.

Glückliche Beziehung? Investiere 7 Schritte: Treue ist einer der 7 Schritte
By geralt from Pixabay

Meine Treue zu meinem Mann und seine zu mir, fängt im Zensieren meiner und seiner Gedanken an: Welches Kopf-Kino erlaube ich? Was schaue ich mir an? Pornographie und Phantasien über andere Partner sind der Anfang der Untreue. Das ist ein Türöffner, der nur auf eines wartet: Bis die richtige Gelegenheit anklopft.

Ich persönlich lass mich nicht auf tiefe Freundschaften mit anderen Männern ein. Mein Mann ist mein bester Freund und wenn, dann treffen wir uns gemeinsam. Das empfinden wir als einen guten Schutz. Ein Seitensprung entsteht nicht über Nacht, sondern schleichend über Monate, indem ich erlaube, dass ein anderer Mensch die Stelle meines Partners einnimmt. Naja, so machen wir es halt.

7. Gib der Intimität einen hohen Stellenwert

Stell dir einen Raum vor. Dieser Raum ist eure Beziehung. Wie ihr diese Beziehung lebt, entscheidet über die Temperatur in diesem Raum, so wie ein Thermostat. Ist es zu heiß? Oder so kalt, dass man schon Bilder in die Eisschicht auf dem Fenster malen kann? Oder so, dass sich beide in diesem Raum wirklich wohl fühlen? Kümmert sich keiner um die Temperatur, wird es automatisch zu kalt (oder zu heiß).

Die Intimität ist in eurer Beziehung eher wie ein Thermometer. Im Bett stellt ihr fest, wie es in eurer Beziehung läuft. Für eine gewisse Zeit kannst du oder dein Partner eine schlechte „Temperatur“ zwischen euch ignorieren oder geheim halten. Aber früher oder später wird klar, dass etwas nicht stimmt.

Ich hab bemerkt, dass es normalerweise so ist (natürlich mit Ausnahmen): Frauen müssen sich geliebt fühlen, um Intimität zu wollen. Männer hingegen fühlen sich geliebt, wenn sie körperliche Intimität haben. Das kann schnell zu einem Teufelskreis werden.
Erst recht wenn die Beziehung durch Umstände belastet ist. Aber muss es nicht.

Wichtig ist: Beide müssen versuchen, sich um eine gut eingestellte Temperatur zu kümmern.
Wenn es dir und deinem Partner wichtig ist, dem anderen Liebe zu geben und nicht nur Liebe zu erwarten, kann es gut klappen. Wenn einer nur erwartet, der andere nur gibt, dann wird es auf lange Sicht nicht gut gehen.

Erfüllte Intimität bedeutet, dass beide Partner einander genießen. In der Ehe (er)trägt man einander. In der Intimität feiert man das gemeinsame Ertragen.

Sobald sich ein Partner in der Beziehung schlecht fühlt (zu Recht oder zu Unrecht), schlägt die „Temperatur der Intimität“ aus: Dann müsst ihr euch wieder um die Beziehung kümmern.

Das bedeutet manchmal reden: „Wie denke ich über dich? Wie denkst du über mich? Fühlen wir uns in unserer Ehe wohl? Verachtest du mich oder ich dich? Interessieren dich meine Gedanken und Gefühle? Und interessieren mich deine?“ Verachtung und Desinteresse sorgen garantiert für eine schlechte Stimmung im Bett.

Egal welcher Konflikt – du trägst ihn mit ins Bett.

Oder es ist wieder an der Zeit, mehr entspannte Frei-Zeit miteinander zu verbringen.

In jedem Fall macht es keinen Sinn, eine gute „Temperatur“ zwischen euch zu erwarten, ohne dafür die Temperatur einzustellen. Ist die Stimmung bei minus 10 °C bringt es nicht viel, aufs Thermometer zu klopfen und so zu tun, als wäre es warm.

Aber es bringt etwas, über das Klima zu reden: „Ich kann gerade wegen diesen Gründen (…) nicht ins Bett. Aber ich verstehe, dass du das brauchst. Was können wir tun, dass es sich für uns beide am Ende des Tages richtig anfühlt?“

Entscheidend ist hier auch wieder: Wenn sich etwas in deiner Beziehung positiv verändern soll, darf sich dein Kampf nicht gegen deinen Partner richten. Entscheide dich heute dafür, deinen Standpunkt zu ändern: Anstatt gegen deinen Partner, stell dich neben ihn, um Seite an Seite gegen euer Problem zu kämpfen, das euch entzweit.

Glückliche Beziehung? Investiere 7 Schritte

Glückliche Beziehung in 7 Schritten – Investiere heute in deine glücklichere Ehe:

Nimm dir Zeit für Veränderung! Deine glückliche Beziehung braucht Zeit!

Zugegeben: gute Veränderungen in einer Beziehung brauchen mehr als nur sieben Tage. Aber es ist gleichzeitig doch auch erstaunlich, was man alles in sieben Tagen kaputt machen kann.

Sieben Tage Streit und man hat keine Hoffnung mehr für eine Beziehung, die davor ganz okay war. In sieben Tagen wird aber womöglich auch einiges wieder heil, oder zumindest besser.

Sieben Tage oder sieben Schritte:

  1. Verurteile deinen Partner nicht – ihr seid beide nicht perfekt.
  2. Redet über alles wie ein Team, nicht wie Feinde.
  3. Verbringt mehr als ein- bis zweimal in der Woche Freizeit zusammen (auch wenn es am Anfang vielleicht mühsam ist – es hat euch schon mal Spaß gemacht. Es wird euch wieder Spaß machen!)
  4. Lacht gerne zusammen – auch über eure Schwächen. Humor sagt: Es ist okay, ich liebe dich trotzdem! Aber meidet Zynismus.
  5. Sei bedingungslos ehrlich – richte dich innerlich auf Ehrlichkeit aus.
  6. Sei bedingungslos treu – richte dich innerlich auf absolute Treue aus.
  7. Nimm dir bewusst Zeit für Intimität – bzw. Zeit um das Klima zwischen Euch zu verbessern.

Welcher dieser Punkte ist für dich und deine Beziehung wichtig? Gibt es Punkte, die du gerne verändern möchtest? Fang heute an

Deine Anita

Gott berühren?

Wie mit Gott in Kontakt treten beginnt

Als ich in diesem Jahr Zwiebeln gepflanzt habe, hat es mich wirklich fasziniert wie die Zwiebel anfängt Wurzeln zu schlagen. Es muss nichts weiter geschehen, als dass diese trockene, kleine Knolle feuchte Erde berührt. Und zack, zwei Tage später fangen schon die ersten Wurzeln an zu wachsen. Nur die leichte Berührung mit der Erde reicht aus, um einen komplizierten Prozess in Gang zu setzen.

Was, wenn du mit einer ähnlichen Fähigkeit geschaffen bist? Mit der Fähigkeit Gott zu berühren, und dass aus dieser Berührung, genau wie bei der Zwiebel, etwas in dir zu wachsen beginnt?

Dazu muss du deinen Körper nicht mit Erde einreiben (auch wenn das bestimmt gesund ist und wirklich guttun kann) oder ab jetzt barfuß laufen (auch wenn wir viel zu wenig barfuß laufen), um mit der Energie der Erde verbunden zu sein.

Gott berühren -wie du bei Gott Wurzeln schlägst
Photo by Los Muertos Crew on Pexels

Mit Gott in Kontakt kommen ist kinderleicht. Und zwar geht das bei ihm so, dass wir einfach im Herzen etwas denken und es dann sagen – laut oder leise: „Ich will dich als meine Erde haben! Ich wünsche mir Kontakt mit dir“. Diese Entscheidung im Herzen zu treffen ist wichtig. Denn wir können viel sagen, es aber nicht ernst meinen.

Wenn das in deinem Herz auf einer täglichen Basis geschieht, kann etwas beginnen zu wachsen. Täglich hört sich für dich jetzt vielleicht anstrengend an? Ich will versuchen zu erklären warum.

Gute Gewohnheiten „pflanzen“

Ich liebe Gärtnern und wenn ich eine Sache gelernt habe, dann die: Es tut keiner Pflanze gut, sie jeden zweiten Tag auszugraben und dabei einen Tag in der Sonne liegen zu lassen. Am nächsten Tag wird sie wieder eingegraben. Aber der Schaden ist zugefügt. Egal wie gut die Erde ist, egal wieviel Wasser du ihr dann beim Einpflanzen gibst, sie wird es sehr schwer haben! Selbst wenn die Pflanze diese ständige Prozedur tatsächlich überlebt, wird sie doch ein sehr mickriges Dasein fristen.

Du bist wie diese Pflanze und Gott ist wie deine Erde, der dir Leben und Kraft spendet. Deshalb ist es sinnvoll dein Herz täglich für Gott zu öffnen. Nicht weil er das braucht, sondern weil du ihn brauchst.

Seinen Einfluss merkst du oft erst dann, wenn er fehlt. Wenn du entwurzelt lebst, hat das Folgen. Sonne und Sturm schaden eine Pflanze sehr viel mehr, wenn sie entwurzelt ist. Stress, schlimme Ereignisse, Ängste, Streit, etc. schaden dir sehr viel mehr, wenn du entwurzelt von Gott lebst.

Jeder Tag, an dem es dir egal ist, ob er bei dir ist, hat Auswirkungen: Du hast keinen Schutz und keine Nahrung bei ihm gefunden. Seine Nahrung sieht unter anderem so aus: Er will dir Liebe, Freude, Hoffnung, Frieden – mitten im Sturm –, Geduld, Ausdauer, Freundlichkeit, Selbstbeherrschung geben. Das ist der Gott, wie die Bibel ihn beschreibt.

Früher habe ich mich oft gefragt, warum sich Gott so weit weg anfühlt. Ich glaube es geht sehr vielen Menschen täglich so. Ein Grund – aber nicht der einzige! – ist der: Ich nehme mir nicht täglich Zeit, die Beziehung zu diesem unglaublich tollen Gott, der mich liebt, wie eine Pflanze zu pflegen.

Wenn deine Beziehung zu ihm wie eine Pflanze ist, die nicht gepflegt wird: Wen wundert’s, dass sich deine Gebete dann nur mühsam anfühlen und nichts von Gott „rüberkommt“? Es ist dann nicht überraschend, dass sich die Notfall-Einpflanzaktion für dich eher wie Stress anfühlt. Das gilt im Übrigen auch für alle Liebesbeziehungen zwischen zwei Menschen.

Aber Gott wäre nicht Gott, wenn ihn das überfordern würde. Er kennt dich ja. Und anders als bei einer Pflanze schützt er dich trotzdem, auch wenn du nicht an ihn denkst.

den Gott berühren der sich wie ein Hirte kümmert
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Jesus sagt über sich selbst, dass er wie ein Hirte ist. Dieser sucht das verlorene Schaf und sorgt sich um es. Und in dieser Geschichte denkt das Schaf an wirklich alles, außer an den guten Hirten.

Diese kleine Geschichte findest du hier:

Gott berühren – Was es bedeutet an Gott zu glauben

Es macht nichts aus, wenn du nicht ständig an ihn denkst. Aber wenn Gott dir an fast jedem Tag ziemlich scheißegal ist – und das, was er sagt und denkt auch –, dann wird das einen sehr großen Einfluss auf dein Leben haben.

Ich bin überzeugt: es ist kinderleicht Gott täglich zu berühren.

Und es ist nicht anstrengend. Aber damit Gott dich berühren kann, braucht es zwei Dinge:

Erstens, dass du ihm vertraust: er kann und will dich berühren.

Glaubst du das, dass er dich wirklich leidenschaftlich liebt?

Zweitens, dass du akzeptierst: du brauchst Gott, um lebendig zu werden. Dafür musst du natürlich erst mal feststellen: ich bin irgendwie so tot wie eine Zwiebel ohne Erde, wenn er mich nicht berührt.

Kannst du das glauben?

„Bei dir Gott, ist die Quelle meines Lebens
 und in deinem Licht sehe ich das Licht“ (Psalm 36,10).

Hast du Fragen mit denen ich dir weiter helfen kann? Ich freu mich von dir zu hören.

Deine Anita