Jesus sagt einem Gelehrten gegenüber den Satz: »Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder.« Markus 2,17
Geht es ihm in erster Linie um körperliche Gesundheit? Nein, sondern darum, wie er sagt, Menschen, die in Schuld gefangen sind zu rufen.
Was er am Kreuz getan hat ist zentriert um die Wiederherstellung von Beziehung und die Befreiung von Schuld.
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Gesundheit für kranke Beziehungen
Wenn Jesus also sagt, dass er für die Kranken gekommen ist, sind auch seine Ratschläge und Gebote für die Kranken hilfreich um am Herzen gesund zu werden. Und sie gelten auch für die, die sich für gesund halten. Wenn er sagt: „Ihr seid meine Jünger wenn ihr meine Gebote haltet“, gilt das für alle.
Lukas 6,46 Was nennt ihr mich aber: Herr, Herr!, und tut nicht, was ich sage? 47 Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hört und sie tut – ich will euch zeigen, wem er gleich ist…)
Ein Arzt arbeitet folgendermaßen:
1. Er verschreibt ein Medikament, das zur Heilung führen soll
Das ist bei Jesus sein wundervoller Heiliger Geist, der immer sein Ziel erreicht, wenn ich ihn „einnehme“
2. Dann gibt er Ratschläge für die Einnahme und Weise Lebensweise, um gesund zu werden.
Das sind bei Jesus seine Lehren. Jesus hat ganz klar gesagt: wenn du das umsetzt, was ich lehre, dann bin ich wirklich dein Arzt und dein Lehrer. Sonst tust du nur so als wäre ich dein Arzt.
3. Als drittes verweist er an evtl. Spezialisten, die unterstützend mitwirken.
Das ist bei Jesus seine Gemeinde, die anderen Christen, die mit dir auf dem Weg sind. Manche sind schon mehr gewachsen und helfen dir, anderen kannst du helfen. Aber was sie alle gemeinsam haben müssen ist dies: sie wollen wachsen, wollen sich verändern und wollen Jesus mehr Raum in ihrem Leben und Handeln geben.
Nervige Christen?
Wenn dich das nervt, dass Christen „dich verändern wollen“, dann hast du nicht verstanden worum es geht: Sie wollen genauso sich selbst verändern.
(Es gibt allerdings die kaputte Form von Christen. Denen geht es tatsächlich nur darum, andere zu verändern und sich selber verschließen sie völlig vor Gott. Diese darfst du an ihren Früchten erkennen und aus der Kategorie „Christ“ aussortieren.-> siehe Zitat von Jesus oben Lk.6,46)
Also siehe es mal so: Wenn du an dir Verhalten hast, mit dem du tatsächlich andere oder dich selbst zerstörst, lohnt es sich, das zu verändern. Und das ist wirklich die Aufgabe von jedem Christen: Jesus Geboteernst zu nehmen und mich darauf auszurichten.
Und dann kommt der wichtigste Schritt, ohne den alles nur scheitern wird: Seinen Heiligen Geisternst zu nehmen, der in mir das Wunder tut, dass ich tatsächlich verändert werden kann.
Lust auf einen 3 Teiligen Kurs wo du darin wachsen kannst, Gott mehr und mehr wirklich zu vertrauen? Schau dir alleine oder mit Freunden, einem Hauskreis oder ähnlich meine drei Videos zu diesem Thema an.
Gott vertrauen? In meinem letzten Blog ging es um die Frage, ob Gott dein Vertrauen überhaupt verdient: Wie will er in deinem Leben wirken? Ist Gott wirklich gut? In diesem Blog soll es darum gehen: Wie gehtst du mit negativen Gedanken um? Was kannst du in deinem Denken verändern um frei zu werden? Und wie lernst du bei Gott zu entspannen, damit du wirklich fühlst was du glaubst: das Gottes Liebe in dir die Panik, Angst und Schwere vertreibt.
Lügengedanken enttarnen
Hast du Lügen entdeckt, die dich davon abhalten Gott zu vertrauen? Denk daran: Es gibt Gründe für dein Misstrauen. Gott ist nicht enttäuscht darüber, dass du ihm nicht vertraust. Er hatte nie ein falsches Bild davon, wer du bist und was du denkst.
Aber er will dich absolut von den Lügen-Gedanken befreien, die dich vom Vertrauen abhalten. Bei Adam und Eva war die Lüge: „Gott ist geizig und machtgierig. Deshalb verbietet er uns die Früchte, die Erkenntnis bringen.“ Sie glaubten die Lüge und diese Lüge bewirkte in ihren Herzen Misstrauen. Das Misstrauen war nur wie der Eiter aus einer Wunde, die Lüge war der Spreißel.
Eiter zu beseitigen und den Spreißel drin zu lassen war noch nie eine gute Idee. Sich über den Eiter zu wundern ist dumm. Über den Eiter bei jemandem zu schimpfen ist noch dümmer.
Der Spreißel muss raus, dann heilt die Wunde.
Die Lüge muss raus, dann kann dein Herz Gott endlich mehr und mehr vertrauen
Finde diese Lügen mit Gottes Hilfe und mach mit ihm einen Tausch.
3 C’s: catch, cancel, change
Neulich hab ich einen Podcast von Holly Bray gehört, in dem sie von den 3 C’s erzählt hat. Es ging um den Umgang mit negativen Gedanken. Im Englischen standen diese für Catch – Cancel – Change (fangen – abbrechen – wechseln).
Das hat mich sehr an 2.Kor 10,3-5 erinnert. Paulus setzt sich an dieser Stelle mit Menschen auseinander, die unter den Christen Lügen über ihn und den Glauben an Jesus verbreitet haben. In seiner Argumentation schreibt er darüber, wie er gegen die Verbreitung von diesen Lügen durch die Menschen kämpft:
„Wir leben zwar in dieser Welt, aber das heißt noch lange nicht, dass wir so kämpfen, wie die Welt kämpft. 4 Die Waffen, mit denen wir unseren Kampf führen, sind nicht die Waffen dieser Welt. Es sind Waffen von durchschlagender Kraft, die dazu dienen, im Einsatz für Gott feindliche Festungen zu zerstören. Mit diesen Waffen bringen wir eigenmächtige Gedankengebäude zum Einsturz 5 und (wir) reißen jedes noch so hohe Hindernis ein, das sich der wahren Gotteserkenntnis in den Weg stellt. Das ganze selbstherrliche Denken nehmen wir gefangen, damit es Christus gehorsam wird.“
Seine Auseinandersetzung war an dieser Stelle wohl mit anderen Menschen. Aber ich merke, dass dieser Kampf, wie er ihn beschreibt, fast täglich auch in meinem Denken stattfindet:
Auch in meinem Kopf laufen manchmal so kleine Männchen umher und verbreiten ihre Gedanken über Gott und die Welt, über mich und meine Fehler, etc. Gedanken kommen einfach so. Und nachdem der Gedanke eine Weile da ist, bewirkt er auch die dazugehörigen Gefühle.
Das kann den Alltag sehr anstrengend machen. Denn negative Gedanken bringen negative Gefühle hervor. Aber es gibt wirklich hilfreiche Wahrheiten, die dir helfen können, mit deinen Gedanken und Gefühlen besser umzugehen.
zerstörerische Lügen = Angst und Verzweiflung vs. Gottes Gedanken = Frieden und Hoffnung
Die Gedanken lassen sich ja in zwei Gruppen aufzuteilen:
Es gibt Gedanken, die aus Gottes Herz kommen und seinem Wesen entsprechen. Diese Gedanken bezeichnen wir Menschen allgemein als positive Gedanken.
Das wird von Christen wie Nicht-Christen so wahrgenommen: „Du bist geliebt und wertvoll, schön dass es dich gibt, gib nicht auf, du bist toll, ich hab dir vergeben, heute ist ein Neuanfang möglich, schau dich um: siehst du, wie schön die Welt ist?…“
Und dann gibt es Gedanken, die sich schon wie Dunkelheit und Verwirrung anfühlen: „Wozu bist du überhaupt auf der Welt? Wer wird dich schon vermissen? Du bist ein ätzender Mensch. Das schaffst du nie. Wozu noch weiter kämpfen? Das bringt sowieso nichts. Nichts wird sich je ändern – außer zum Schlechteren.“ Diese Gedanken stehen Gottes Gedanken und Herz genau entgegen und kämpfen aktiv gegen den Glauben in deinem Herzen.
Vertraue Gott: er spricht auch schwierige Themen mit Liebe an
Gibt es dann nichts, das Gott jemals an dir kritisieren wird? Doch, es ist wirklich wichtig, dass Gott dich und mich korrigiert und das ich auch offen für Korrektur bin. Sonst ist das für dich und für mich der Untergang.
Aber wenn der Heilige Geist in dir Veränderung bewirkt, tut er das mit seinem Frieden und mit seiner Liebe, die gleichzeitig am Wirken sind. Dafür musst du aber erst einmal glauben, dass es in Ordnung ist, wenn du Fehler machst.
Glaubst du tief im Herzen, dass es schrecklich ist, wenn du einen Fehler machst? Dann fühlt es sich auch schrecklich an, deine Fehler vor dir, Gott und anderen Menschen zuzugeben.
Der erste Schritt zur Freiheit ist der: Identifiziere den schlechten Gedanken in deinem Herzen.
Wie gesagt: an einem guten Baum findest du keine schlechten Früchte und an einem schlechten Baum wächst nichts Gutes.
Gottes Kraft wirkt in dir und will dir helfen, zerstörerische Gedankenfestungen, -gebäude und-hindernisse durchzuschlagen, zum Einsturz zu bringen und einzureißen.
Kämpfst du mit selbstgefälligen („Ich bin so toll!“) oder selbstvernichtenden („Wieso bin ich nicht so toll?!“) Gedanken? Die kannst du durch Jesus „fangen“ und sie Jesus unterordnen: Er ist der höchste und würdigste Mensch – und trotzdem dein Diener. Da bleibt nicht viel Raum für Stolz.
WIE VERTRAUEN GEHT UND WIE ES NICHT GEHT
Jetzt hast du also Gedanken entdeckt, die dich vom Vertrauen abhalten. Was kannst du tun?
Wenn du Sätze in dir gefunden hast, die Vertrauen schwer machen, hast du in diesen Sätzen gleichzeitig das gefunden, woran duglaubst. Denn der Gedanke in dir, dass Gott z. B. von dir fordert, perfekt zu sein, ist dein wahrer Glaube.
Deine tiefsten Gedanken sind dein wahrer Glaube. Wenn dich jemand fragt, an was du glaubst, erzähl ihm von deinen tiefsten Gedanken.
Wäre dir das extrem unangenehm, weil sie überhaupt nicht mit dem übereinstimmen, was deine Glaubensüberzeugungen eigentlich sind, kannst du dich freuen: Du hast endlich den Spreißel gefunden!
Fake Entspannen
Stell dir vor, du setzt dich auf einen Stuhl, von dem du sagst: „Dieser Stuhl ist der Wahnsinn! Es gibt keinen besseren und stabileren.“ Aber in Wirklichkeit glaubst du, dass dieser Stuhl zu klapprig ist, um dein Gewicht für länger als zwei Minuten zu tragen.
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Deshalb wirst du dein Gewicht nicht auf den Stuhl legen, sondern einfach nur so tun als ob du sitzt. Wie gemütlich wäre das? Du kannst glaubensvoll verkündigen, so viel du willst: „Ich bin so froh, dass ich diesen Stuhl in meinem Leben habe. Ohne diesen Stuhl wäre das Leben so anstrengend. Ich könnte nie richtig ausruhen.“
Nach spätestens zwei Minuten würden die Menschen um dich herum wohl bemerken, wie deine Muskeln zu zittern beginnen. Und nach fünf Minuten würde auch der letzte bemerkt haben, dass du nicht wirklich entspannt aussiehst und der Stuhl nicht im Entferntesten das hält, was er verspricht.
Gott will dein Lieblingssessel sein
Gott ist wie dieser Stuhl. Und es macht ihm wirklich keine Freude, wenn du dich nicht mit deinem ganzen Gewicht und deiner ganzen Last auf ihn lehnst.
Kennst du diesem Vers: „Ohne Glaube ist es unmöglich Gott zu gefallen“ (Heb 11,6). Warum ist das so, dass du ohne Glaube Gott nicht gefallen kannst? Eben genau deshalb, weil Gott dein Sessel sein will, auf den du dich mit deinem ganzen Lebensgewicht werfen darfst.
Hätte ein Sessel Gedanken, könnte es ihm auch absolut nicht gefallen, wenn sich ein Mensch nie richtig hinsetzt, sondern so halb stehend. Das sieht auch bescheuert aus. Ein Sessel ist dazu bestimmt, dich zu tragen.
Gott hat auch eine Bestimmung für sich festgelegt, wer er für dich sein will. Er will dein Hirte, dein Wasser, deine Nahrung, deine Kraft, dein Vater, dein Liebhaber, dein Versorger, dein König, dein Chef, dein Friedefürst, deine Hoffnung und deine Lebensquelle sein.
Was bleibt für dich zu tun? Werfe dich voll auf ihn und akzeptiere, wer er ist.
Theoretisch vertrauen
Du alleine entscheidest, ob du theoretisch oder praktisch vertraust. Du kannst dein ganzes Leben so auf Gott vertrauen wie ein Mensch, der sich nie wirklich auf den Stuhl setzt.
Lass mich dir sagen: das wird ein schrecklich anstrengendes Leben. Vielleicht ist dein Glaube genau so anstrengend? Dann hab den Mut: setz dich hin, lerne Gott besser kennen. Gott lädt dich zum Vertrauen ein, weil er dich wirklich tragen wird und tatsächlich gut ist.
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Jeder Gedanke in dir, der hochkommt und dir vorschlägt nicht zu vertrauen, wird jedes Mal von dir beantwortet, sehr oft mit einem „Ja, das stimmt so“. Deine Gedanken ändern sich erst dann, wenn du diesen Gedanken innerlich eine andere Antwort gibst:
„Ich hab einen Fehler gemacht! Aber ich muss alles richtig machen!“ – „Nein, ich lebe aus seiner Gnade. Er ist so treu und hat meine Schuld vergeben. Er macht mich neu!“
„Da kann selbst Gott nichts mehr verändern. Es ist zu spät.“ – „Nein, was bei Mensch unmöglich ist, ist bei Gott möglich.“
„Mein Herz kann einfach nicht glauben.“ – Nein, denn kein Wort, das von Gott kommt, wird kraftlos sein“ (Lk 1,37).
Gott vertrauen
Wo vertraust du Gott nur theoretisch? Sind dir neue Dinge bewusst geworden? Schreibe dir die Dinge auf und bringe sie Gott. Bitte ihn dir zu helfen und die Wahrheit zu erkennen. Er hilft!
Wie sehen deine inneren Sätze aus? Setzte deine Liste fort und finde in der Bibel Antwort auf deine Zweifel. Und dann entscheide dich, das was Gott sagt als Wahrheit zu akzeptieren.
Am Ende bleibt es das: deine Entscheidung. Er hat dir Kraft und seine Wahrheit gegeben. Vertraust du auf seine Kraft und Wahrheit? Dann tue heute so, als würdest du es glauben.
Nichts lohnt sich mehr, als dich von einem Leben zu verabschieden, in welchem du Gott theoretisch vertraust – und hin zu finden zu einem Leben, wo du dich mit deinem ganzen Gewicht auf Gott fallen lassen kannst, weil du genau weißt: Er sorgt für dich! (1.Petr 5,7).
Frage an Gott: Zeig mir, wo ich dir nur theoretisch vertraue… was ist dir bewusst geworden?
Wie geht es eigentlich Gott zu vertrauen? So viele Christen laufen durch ihr Leben mit Gott, aber erleben kaum seinen Frieden oder seine Kraft, die er ja für die versprochen hat, die mit ihm leben. Wie kann das passieren? Und vor allem: Was muss passieren, damit ich und du Gott und was er uns schenken will, mehr erleben können?
Stell dir vor, du setzt dich auf einen Stuhl, von dem du sagst: „Dieser Stuhl ist der Wahnsinn! Es gibt keinen besseren und stabileren.“ Aber in Wirklichkeit glaubst du, dass dieser Stuhl zu klapprig ist, um dein Gewicht für länger als zwei Minuten zu tragen. Das wird dazu führen, dass du dein Gewicht niemals ganz auf den Stuhl legen wirst, sondern einfach nur so tun wirst als ob du sitzt. Wie gemütlich wäre das? Du kannst so viel du willst glaubensvoll verkündigen: „Ich bin so froh, dass ich diesen Stuhl in meinem Leben habe. Ohne diesen Stuhl wäre das Leben so anstrengend. Ich könnte nie richtig ausruhen.“
Nach spätestens zwei Minuten würden die Menschen um dich herum wohl bemerken, wie deine Muskeln zu zittern beginnen. Und nach fünf Minuten würde auch der letzte bemerkt haben, dass du nicht wirklich entspannt aussiehst und der Stuhl nicht im Entferntesten das hält, was er verspricht.
Darf Gott dich tragen?
Gott ist wie dieser Stuhl. Und es macht ihm wirklich keine Freude, wenn du dich nicht mit deinem ganzen Gewicht und deiner ganzen Last auf ihn lehnst.
Kennst du diesem Vers: „Ohne Glaube ist es unmöglich Gott zu gefallen“ (Heb 11,6). Warum ist das so, dass du ohne Glaube Gott nicht gefallen kannst? Eben genau deshalb, weil Gott dein Sessel sein will, auf den du dich mit deinem ganzen Lebensgewicht werfen darfst. Hätte ein Sessel Gedanken, könnte es ihm auch absolut nicht gefallen, wenn sich ein Mensch nie richtig hinsetzt, sondern so halb stehend. Das sieht auch bescheuert aus. Ein Sessel ist dazu bestimmt, dich zu tragen.
Gott hat auch eine Bestimmung für sich festgelegt, wer er für dich sein will. Er will dein Hirte, dein Wasser, deine Nahrung, deine Kraft, dein Vater, dein Liebhaber, dein Versorger, dein König, dein Chef, dein Friedefürst, deine Hoffnung und deine Lebensquelle sein.
Was bleibt für dich zu tun? Werfe dich voll auf ihn und akzeptiere, wer er ist.
Hast du schon mal darüber nachgedacht ob du Gott eigentlich vertraust? Öfter wirst du dich vielleicht fragen, ob du an Gott glaubst – oder ob du genug glaubst. Aber wenn es um Glauben geht, muss es auch um Gott Vertrauen gehen. Denn du glaubst niemandem, dem du nicht vertraust. Und du vertraust niemandem, dem du kein Wort glaubst.
Ich habe in meinem Leben immer wieder bemerkt, dass ich die Fähigkeit besitze, Gott theoretisch zu vertrauen: Theoretisch glaube ich, dass Gott bei mir ist. Auf die Frage, ob er mir helfen will, antworte ich dann: „Ja, also theoretisch schon…“.
Hat Jesus meine Sünden bezahlt und mich freigesprochen von jeder Anklage? „Theoretisch, Ja.“ Fragt sich dann nur, warum ich mich praktisch gesehen immer noch ständig angeklagt und verurteilt fühle…
Das Problem ist natürlich, dass theoretisches Gottvertrauen praktisch bedeutet: „Ich vertrau dir nicht!“
Vertraust auch du Gott manchmal theoretisch? Dann lade ich dich ein, mit mir zu überlegen, warum das so ist und was du dagegen unternehmen kannst. Es lohnt sich! Denn wenn du es nie lernst, Gott praktisch zu vertrauen, bist du dabei, das Wichtigste deines Lebens zu verpassen: Gott zu erleben.
Der Heilige Geist ist in ungläubigen Gläubigen eingesperrt. Und er will ausbrechen.
Bill Johnson
Wer Gott misstraut kann ihm nicht vertrauen
Misstrauen ist wichtig. Es bewahrt uns davor, blind in große Gefahren zu laufen. Sobald sich dir eine Ungereimtheit präsentiert, gehen die Alarmglocken an. Und das ist gut so –
Außer natürlich jemand benutzt deine an und für sich korrekte Bereitschaft zum Misstrauen, um dich hinters Licht zu führen.
Und dieses Spiel präsentiert sich uns Menschen leider in zahllosen Erlebnissen im echten Leben genau wie in Geschichten, Fabeln und Filmen.
Das menschliche Misstrauen eignet sich perfekt für ein Doppelspiel. Denn es genügt, einfach nur einen Zweifel zu „säen“. Dieser Gedanke bohrt sich in deinem Gehirn fest und verselbstständigt sich schnell.
Misstrauen und wie es immer zweifelt
Dieses Spiel des Bösen (so nenne ich das jetzt einfach mal) findet sich oft in der Menschheitsgeschichte. Das erste Mal wohl bei Adam und Eva: „Hat Gott wirklich gesagt, dass ihr nicht von dem Baum essen sollt? Das sagt er nur, weil er euch was vorenthält.“ Der Gedanke ist gesät.
Die britische Schriftstellerin Jane Austen malt in ihrem Roman „Stolz und Vorurteil“ von 1813 dasselbe Geschehen aus: der gutherzige Mr. Darcy wird von Elisabeth verurteilt, da der charmante Mr. Wickham schlimmes über ihn zu berichten hat. Am Ende stellt sich heraus, dass Wickham der eigentliche üble Kerl ist, der das Schlimme getan hat, und Mr. Darcy in der ganzen Geschichte der eigentliche verkannte Held ist.
Bei den Filmen Star Wars herrscht das gleiche Prinzip: Darth Sidious belügt Anakin und säht in ihm den Zweifel, der ihn in den Wahnsinn treibt: „Die (gute) Macht ist nicht stark genug, um dich und deine große Liebe zu beschützen! Wende dich der dunklen Macht zu und du wirst deine Frau beschützen können!“ Anakin glaubt der Stimme des Bösen und verliert genau das, was er dadurch beschützen wollte: Er bringt in seiner wachsenden, allem misstrauenden Wut seine große Liebe um.
Ja, Misstrauen ist oft gut. Aber Misstrauen aufgrund einer Lüge ist die reinste Katastrophe.
In der Beziehung zu Gott ist das nicht anders. Hier stehen die Gedanken des Misstrauens dem Glauben in dir direkt gegenüber und kämpfen gegen ihn. Richtig wäre das Misstrauen nur dann, wenn Gott tatsächlich ein Bösewicht wäre…
Gott der Bösewicht?
Von Anfang an war es das Ziel des Bösen, dich von dem Vertrauen auf Gott abzubringen. Wer ist dieser Böse? Jesus nennt ihn den, der lügt sobald er den Mund öffnet (Joh 8,44).
Du glaubst nicht, dass es eine dunkle und zutiefst böse Macht in dieser Welt gibt? Dass das Böse nur ein Hirngespinst ist – mit dieser Idee steht die westliche Welt ziemlich alleine da.
Ich will dich ermutigen: Schau dir einmal die unglaublich und abgrundtief bösen Taten von Menschen an, die ihre eigenen Kinder mit unaussprechlich grausamen und abscheulichen Taten zerfressen. In solchen Leben ist das Böse zum Greifen nah.
Es gibt das Böse in dieser Welt, das gleichzeitig auch strategisch und klug agiert. Und es strengt sich mächtig an, um dir ständig diesen Gedanken einzuflüstern: „Gott ist nicht gut. Schau doch hier und schau doch da, was er schon wieder getan hat. Er war’s!“ Häufig stimmen dann alle Menschen wie in Trance mit ein: „Ja, er war’s! Warum hat Gott das getan!”
Welcher Stimme kann ich glauben?
Das schwere in Situationen des Misstrauens ist Folgendes: Wie kannst du die Wahrheit erkennen? Das ist wirklich nicht so einfach. Aber es gibt auch gute Anhaltspunkte, die wie ein Kompass beim Orientieren helfen.
Denn was machst du in deiner Beziehung zu Gott, wenn dir Vertrauen schwerfällt? Bist du mit gutem Grund vorsichtig mit deinem Vertrauen oder nicht? Wenn du mit Gott leben willst, hast du sicher den Wunsch, Gott zu vertrauen.
Aber ich bin mir sicher, dass du manchmal auch Angst davor hast, Gott zu vertrauen. Ich will dir sagen: Dafür gibt es Gründe und es lohnt sich, nach diesen zu suchen und sie etwas unter die Lupe zu nehmen. Denn da stellt sich die Frage: solltest du diesen Gründen, Gott zu misstrauen, nicht auch misstrauen?
Warum Gott vertrauen? Weil er gut ist!
Wikipedia gibt im englischen folgende Definition wieder:
Vertrauen ist die Bereitschaft einer Person einer anderen Person gegenüber verletzlich zu werden. Und das aufgrund der Vorannahme, dass der, dem vertraut wird, sich so verhalten wird, dass es dem Vertrauenden zum Nutzen ist. Darüber hinaus hat der Vertrauende keine Kontrolle über die Aktionen dessen, dem Vertraut wird.
Das ist wirklich der einzige Grund warum Vertrauen sinnvoll ist. Wenn Gott gut ist. Wenn er Böses im Schilde führt oder böse ist macht es Sinn ihm zu misstrauen.
Weil das so ist, musst du dir die Frage stellen: Ist Gott gut? Denn: wenn er es nicht ist, wäre es dumm ihm zu vertrauen. Wenn du diese Frage gut mit „Ja, er ist gut!“ beantwortet hast, will ich dich fragen: Glaubst du, Gott ist gut zu dir? Ist alles, wer er ist und was er tut gut für dich? Wünschst du dir alles, was er für dich vorbereitet hat?
Ich hab öfter bemerkt, dass Christen nicht ganz so schnell Ja und Hurra schreien, wenn das Thema in diese Richtung geht. Ich spüre schnell ein Wiederstreben, sich Gottes Willen ganz hinzugeben, meistens gemischt mit einem unterschwelligen Pflichtgefühl.
Warum ist das so? Das ist, denke ich, die wichtigste Frage überhaupt!
Bösem zu vertrauen geht gegen deine Natur
Wenn Gott sagt, wir sollen ihm völlig vertrauen, war ihm eine Sache sehr klar: Für uns Menschen ist es unmöglich, jemandem Bösen zu vertrauen. Das ist nicht nur antrainiert. Gott hat dich so geschaffen! Er hat in dich einen inneren Kompass gesetzt, dass du dich vor bösen Menschen schützt und misstrauisch wirst.
Wenn du diesen Schutzmechanismus verloren hast, hat das in den meisten Fällen damit zu tun, dass er dir abtrainiert wurde. Vielleicht durch die Eltern, von denen jeder sagt, dass sie doch eigentlich gut sein sollten. Aber deine Eltern waren oder sind es einfach wirklich nicht.
Vielleicht haben dich andere Menschen ungesund geprägt. So kann es dann schwer fallen Vertrauen und Misstrauen „richtig“ anzuwenden. Aber es gibt gute Nachrichten: Wenn du Zeit mit Gott verbringst, der dich wunderbar geschaffen hat, kann er so manches wieder geraderücken. Du kannst deinen Blick auf Dinge wieder in Ordnung bringen – zum Beispiel diesen inneren Kompass wieder ausrichten.
Nur wenn Gott gut ist, darf er auch Vertrauen verlangen
Wenn Gott dich so geschaffen hat, gibt es diese beiden Möglichkeiten:
Entweder Gott ist ein Heuchler, der von dir etwas fordert, von dem er weiß, dass du es nicht einhalten kannst: volles Vertrauen in ihn, d.h. ein vollkommen offenes Herz, obwohl er Dinge tut, die dich verletzten und schlecht für dich sind.
Oder aber Gott ist wirklich vollkommen gut. Und das heißt auch gut für dich in allen Situationen.
Das heißt nicht, dass Gott nicht auch richten und strafen wird, wenn Menschen sich ihm komplett verweigern – und so gerne Böses tun, wie Hunde gerne ihre Kacke fressen. Da macht Gott ja nichts Falsches. Denn ohne Richtigstellung gibt es keine Gerechtigkeit.
Wie Gott sich uns Menschen in Jesus zeigt
Gott zeigt sich dir in Jesus ganz deutlich. Er hat eine große Last getragen um ein Ziel zu erreichen: Er wollte dich befreien. Du warst es ihm wert, als er für deine Sünde am Kreuz gestorben ist.
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Die Last deiner Schuld und deiner Verletzungen haben ihn wirklich hart getroffen – nicht nur deine Last und Schuld, sondern die aller Menschen, die jemals gelebt haben und leben werden.
So ist er, Gott der Vater: Er leidet für seine Kinder und hilft ihnen aus dem größten Drecksloch raus. Und so soll ein Vater, eine Mutter sein: wie er.
Wenn du glaubst, dass Gott nur darauf wartet, dass du dein Herz für ihn öffnest, um dir ein schweres Schicksal zu verpassen, kannst du Gott nie vertrauen. Jemandem zu vertrauen, der dich misshandelt oder schlecht behandelt – das geht nur, indem du dein Herz verbiegst. Und das ist sehr ungesund. Dann sieht es zwar wie Vertrauen aus, fühlt sich aber definitiv nicht wie Vertrauen an.
Gott weiß, wir können ihm nicht vertrauen, wenn wir gleichzeitig denken, dass er uns gleich eine reinbombt
Die Evolution des Leides
Gott will dich nicht zu einem besseren Menschen machen, indem er dir eine unheilbare chronische Erkrankung schickt oder deinen Partner oder dein Elternteil sterben lässt.
Viele religiöse Menschen glauben an eine „Evolution des Leides“, so als stünde am Ende des Leidens ein neuer, besserer Mensch.
Aber es ist nicht die Evolution des Leides, die dich verändert – es ist Gottes Heiliger Geist!
Die Sache ist nämlich die: Menschen können unglaublich viel leiden und am Ende ganz fürchterliche oder ganz unglaublich wunderbare Menschen sein.
Genauso können Menschen kaum leiden und am Ende ganz wunderbare oder unglaublich fürchterliche Menschen sein.
Was allerdings durch Leid oft geschieht, ist das wir ins Fragen kommen. Das kann ein sehr wichtiger Prozess sein, der am Ende wirklich bewirkt, dass ein Mensch seinen Kurs ändert. Oft deshalb, weil er bemerkt wie zerstörerisch die Wege waren, die er ohne Gott gegangen ist.
„Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist, noch Wechsel von Licht und Finsternis“ (Jak 1,17). „Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis“ (1.Joh 1,5).
Was ist die Erziehung, die Gott uns zumutet?
Was mutet Gott uns aber zu, um in der Beziehung mit ihm zu wachsen? Es sind vor allem drei Dinge, die Gott uns bewusst zumutet, die zum einen alle erleben müssen, die zum anderen aber auch eine Chance sind, zu wachsen:
1. Gott vertrauen trotz des Leides:
Dieses Leben ist voll von Schönem aber auch voll von Schwierigkeiten, Problemen und Nöten. Gott erspart uns das nicht. Jeder Mensch erlebt Schweres, manche mehr, andere weniger. Das an sich ist schon unfair. Alle Probleme und Schwierigkeiten haben eine gemeinsame Versuchung: dass du daran zweifelst, ob Gott gut ist. Adam und Eva sind das erste Beispiel für diesen Zweifel. Das ist deine Herausforderung und jeden Tag neu die Frage an dich: Glaubst du, Gott ist ungerechter als du selbst? Oder hältst du an dem fest, was du von ihm schon gesehen hast und sagst in dem Schweren: „Nein, Gott ist trotzdem gut. Und ich werde seine Güte sehen.“ Daran entscheidet es sich: Gehöre ich Gott oder nicht? Zweifelst du in schweren Situationen sofort daran, dass Gott gut ist?
Nur in diesem Leben können wir Gott dieses Opfer bringen: ihm zu glauben, dass er gut ist, auch wenn es sich nicht so anfühlt. Das bedeutet es, wenn Jesus sagt wir sollen wie ein Kind werden. Bill Johnson?
Gott in schweren Situationen Glauben?
2. Von Sünde zu Heiligkeit
Wenn du an Sünde festhalten willst, ist das ein schlechtes Ziel. In diesem Fall kannst du Gott tatsächlich nicht vertrauen, dass er dich darin unterstützt. Denn ein anderes Wort für Sünde ist „zerstörerisches Handeln“. Und gerade davon will Gott dich befreien. Er lädt dich ständig ein, dein Denken zu verändern und seinem Heiligen Geist Raum zu geben. Dann kann er dir nämlich zeigen, was die Realität ist und dass Geiz eben nicht geil ist; dass Ehebruch so zerstörerisch und hinterhältig ist wie ein Attentat auf Menschen, die du liebst, und wirklich nichts mit der „wahren Liebe“ zu tun hat; und dass du ein Sklave bist, wenn du in Sünde lebst. Willst du die Wahrheit über deine Sünde sehen und frei werden?
3. Seine Vision wird deine Vision
Gott hat ein Ziel, das seinem Wesen entspricht: Er will, dass (verzweifelte) Menschen ihm begegnen und frei werden. Gott lädt dich ein, ihn wirklich kennen zu lernen und ein Herz wie seines zu bekommen. Das bringt gewisse Risiken mit sich. Denn dann wird dir wichtig, was ihm wichtig ist. Er hat viel Leid in Kauf genommen, um andere zu retten. Dieses Herz schlägt dann in dir. Wenn du jemanden wirklich liebst, interessiert es dich, wie er die Welt sieht. Bist du bereit, mit Gott mitzufühlen? Willst du ihn nah genug kennenlernen um zu bemerken, was ihn bewegt? Apg 26,17f
Nicht das Leid ist die Kraft zu einem besseren Menschen. Gott selbst ist diese Kraft.
Ein Mensch, der sein Herz ganz für Gott öffnet und ihm vertraut, wird durch Gott selbst jedes Jahr mehr und mehr zu einem wunderschönen Menschen werden. Du kennst Menschen, wo das nicht der Fall ist? Dann darfst du mit Recht hinterfragen, ob sie ihre Wurzeln wirklich in Jesus haben. Denn die Argumentation von Jesus war die:
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„Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen.“ Jesus, ca. 30 n.Chr
Aber bevor du mit Fingern auf Christen zeigst, die deiner Meinung nach nicht gut genug sind, schau lieber dich selbst an und frag dich: lass ich Gott in alle Bereiche meines Lebens hinein, damit ich zu einem Menschen werde, der für mich selbst und andere ein Segen und kein Fluch ist?
Gott ist nicht der Autor von Zerstörung, Chaos, Mord und Totschlag. Woran wir aber natürlich in diesem Leben nicht vorbeikommen, ist die Frage, warum er es zulassen kann. Auf diese Frage gibt es viele gute Antworten – aber das wäre ein anderes Thema. Und doch kann es sein, dass du in diesem Leben keine Antwort finden wirst, die dich völlig zufrieden stellt. Aber du bist für die Ewigkeit geschaffen! Wusstest du das? Bis dahin will Gott dir aber etwas Unglaubliches schenken: Seine absolute Nähe zu dir und seinen Frieden, der besser ist, als jede Antwort es jemals sein kann. Das kannst du nicht glauben? Das liegt daran, dass du eine viel, viel zu niedrige Erwartung an seine Nähe und seinen Frieden hast!
Verpasse heute nicht die Gelegenheit, ihm endlich zu begegnen und ihn ein bisschen näher kennen zu lernen!
Du vertraust Gott nicht? Klage dich nicht an!
Also klage dich nicht an, wenn du Gott nicht vertraust, sondern frage dich heute:
Warum vertraue ich Gott nicht? Wovor habe ich Angst?
Was befürchte ich, wird passieren, wenn ich Gott einlade und sage: „Du darfst in meinem Leben machen, was du willst.“
Gott sagt dir, dass du ihm vertrauen sollst, wie ein Kind seinem guten Vater. Dabei weiß er genau, dass ein Kind nie vertrauen kann, wenn der Vater Dinge tut, die nicht gut sind für das Kind. Wenn der Vater sein Kind verprügelt und dann sagt, es ist für sein Bestes, weiß das Kind: das ist nicht die Wahrheit. Es verschließt sich – kann gar nicht anders. Gott ruft dich aber deshalb zum Vertrauen auf, weil er beides ist: vollkommen gut und voller hingebender Liebe für dich.
Du wirst Gott nie ganz vertrauen können, wenn du nicht zuerst glaubst, dass er gut (zu dir) ist.
Glaubst du Gott, wenn er sagt, dass er gut ist? Damit fängt deine Neugeburt an: dass du die Wahrheit über Gott glaubst. Nicht, dass du an ihn glaubst. Viele glauben an Gott. Aber die Kraft für Veränderung liegt darin, dass du so an ihn glaubst, wie er auch wirklich ist.
Wir brauchen keinen großen Glauben, sondern Glauben an einen großen (und guten) Gott. Hudson Taylor
Leg dir einmal über die nächsten Tage einen Zettel hin oder starte eine Notiz auf deinem Handy zur Frage: wovor hast du Angst? Ich würde mich auch riesig freuen von dir zu hören. Und dann mach dir bewusst: Wenn du Gott dein Leben hingibst und ihn in jeden Lebensraum einlädst, will er als König und Diener kommen. Er will nicht herrisch über dein Leben bestimmen. Er will dir dienen, dich umsorgen und ein Segen für dich sein. Das ist allerdings unmöglich, wenn er nicht auch dein Boss sein darf. Aber wer will nicht einen Boss wie Jesus haben!
Auf diese Art und Weise macht er dich bereit, selber ein Diener für andere Menschen zu werden, bei dem Menschen Schutz und Kraft finden – mit deinen Gaben, Begrenzungen und Leidenschaften. Dann wirst du zu einem Menschen, der sogar fähig ist, das Leid von anderen mitzutragen.
Willst du heute entscheiden, Gott jeden Tag mehr einzuladen und ihm zu sagen:
„Alles was ich bin, gehört dir und ich vertraue dir, dass du mir nichts Böses tun wirst.“
Wie sich deine Gebete von ermüdend zu erfrischen verändern
Meine Großeltern waren Christen mit Herz und Seele und so war der Glaube immer fester Bestandteil von Familienfesten. Und immer am Abend, gerade dann, wenn wir Kinder am meisten Spaß hatten, riefen uns unsere Eltern zum gemeinsamen „Schluss machen“ (so nannten wir das 😉 ) und als krönender Abschluss kam das gemeinsame Gebet.
Mein Opa hat gebetet, was das Zeug hielt. Mit ganzem Herzen… und lange. Und ich weiß, wie ich als Kind darüber dachte: Was für eine unendliche Zeitverschwendung! Wie hätten wir diese letzten 45 Minuten (vielleicht waren es auch nur 15 Minuten? Wenn man sich langweilt, vergeht Zeit einfach nicht schnell genug…) doch so unglaublich sinnvoll nutzen können! Tja, als Kind hab ich das gering geschätzt, was ein riesen Segen für mein Leben war und ist: Die Gebete meiner Großeltern und Eltern.
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Aber jetzt bin ich erwachsen, und weiß eines: auch als Erwachsene finde ich manche Gebetstreffen unglaublich ermüdend. Und ich weiß, dass sehr viele Erwachsene das Gebet vermutlich ähnlich ermüdend empfinden. So ermüdend, dass sie es ganz abgeschafft haben.
Aber vielleicht existiert in dir auch noch ein Funke, der denkt: es wäre aber schon gut wenn ich wüsste, wie ich mit Gott in Kontakt treten kann…
Gebet als qualvolle Pflicht
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Die Anziehungskraft von Gebet scheint mir vergleichbar mit der des Zähneputzens: Es ist eine lästige Pflicht. Vielleicht findest du etwas anderes mühsam – bei mir ist es das Zähneputzen (besonders die Zahnseide). Ich liebe geputzte Zähne, sehe den Sinn und hasse es absolut, wenn meine Zähne nicht geputzt sind. Aber der Weg dahin löst bei mir keine Begeisterung aus.
Vor gut 14 Jahren spitzte sich die Lage zu. Ich musste nicht mehr nur meine eigenen 30 Zähne putzen. Nein, jetzt kamen auch noch die von bis zu vier Kindern dazu. Und die bekommen jedes Jahr mehr!
Dann hat der Zahnarzt dem ganzen irgendwann noch „die Krone aufgesetzt“: Wir sollen bei uns allen auch noch jeden Tag Zahnseide benutzen – jeder Zahn zweimal!
Was um alles in der Welt hat sich Gott beim Thema Gebet gedacht? Ist das wirklich wie es sein muss? Eine Qualvolle Pflicht? Oder kann es sein, dass ich Gebet falsche verstehe und es deshalb so erlebe? Was für Lügen sind da, die mich und vielleicht auch dich so effektiv davon abhalten, Gott selbst tatsächlich zu begegnen? Wie Johannes Hartl einmal gesagt hat: Der Gott, der auf kreativste Weise eine atemberaubende, faszinierende Welt erschaffen hat, kann unmöglich selbst eine absolute Schlaftablette sein.
Ein Gott der sich nach dir sehnt?
Jesus hat unter anderem auch über Gebet geredet. An einer Stelle mit einer Frau an einem Brunnen. Diese Frau nutzte ziemlich wahrscheinlich die Mittagshitze zum Wasser holen, damit sie den anderen Frauen nicht begegnen musste.
Die Frau kommt aus Samarien. Jesus ist ein Jude. Er bittet sie, ihm Wasser zu geben. Die Juden damals hielten sich von den Samaritern so fern, dass sie nicht einmal durch das Land reisen wollten.
Ihre Reaktion auf seine Bitte ist fast geschockt: „Wie ist es möglich dass du dich als Jude dazu herablässt, mich um Wasser zu bitten? Mich, eine Samariterin und dazu noch eine Frau?“ Denn das Ansehen der Frauen damals war etwas anders als heute.
Szene von The Chosen www.the-chosen.net
Jesus antwortet: „Wenn du wüsstest, wie sehr ich mich herabgelassen habe: Dann würdest du mich bitten. Und ich würde dir dann Wasser geben, das die Kraft des Lebens in sich trägt… Dieses Wasser von dem Brunnen kann deinen Durst nicht dauerhaft stillen. Immer wieder wird es dich hier hertreiben, um mehr davon zu bekommen…
„Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt“ (Joh 4,14).
Gebet ist wie das Trinken aus einer Quelle.
Das Ganze hört sich an wie aus einem Marvel-Film. Versteh ich. Aber versuch mal zu hören was Jesus da sagt: Er erschafft in dir eine innere Quelle, die bewirkt, dass du lebendig wirst: anders lebendig als nur am Leben zu sein. Und diese innere Quelle bewirkt auch, dass dein Grab nicht das Ende von dir ist, sondern eher eine Tür, durch die du gehst.
Hört sich fiktiv an? Naja, vielleicht sind die Marvel-Comics ja eher von Gedanken aus der Bibel inspiriert, als dass die Bibel von Marvel inspiriert wurde 😉.
Im Deutschen gibt es das Sprichwort, dass man auf dem Holzweg ist. Ein Holzweg entsteht bei Holzfällarbeiten während dem Transport der Bäume aus dem Wald. Wenn man auf ihm in den Wald hineinläuft, endet er im Nichts.
Beim Thema Gebet oder Kontaktaufnahme mit Gott gibt es echt viele dieser Holzwege. Sie hören sich (teilweise) logisch an, führen aber ins Nichts. Das erlebst du dann als ein enttäuschtes Gebetsleben/ spirituelle Reise.
Kennst du einen der folgenden Gedanken?
Du müsstest:
… Gott zeigen, wie ernst du es meinst!
… ein besserer Mensch sein, damit er dich hört!
… bestimmte Körperpositionen einnehmen, um dich zu öffnen.
… dich noch von Erbsünde befreien und reinigen. Dunkles liegt in deiner Vergangenheit – das hindert Gott daran, sich dir zu zeigen…
… meditieren, bestimmte Mantras beten.
… deine Wohnung reinigen.
… in ein buddhistisches Kloster gehen, um Gott zu erleben.
…
Was sind deine eigenen Gedanken, was du müsstest? Das sind die Holzwege.
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Aber es gibt eben auch den richtigen Weg durch den endlosen Wald an Wegen zu Gott. Und Gott kämpft dafür, dass du ihn findest!
Aus „Ich muss“ wird „Gott schenkt“
Eine meiner Töchter war als kleines Kind extrem stur und temperamentvoll. Keiner hat sich gefreut, wie sie sich freuen konnte – und keiner hat gezürnt wie sie. Der Drang, alles selbst zu machen und es dabei auch beim ersten Mal perfekt hinzubekommen, war extrem groß. An irgendeinem Punkt konnte ich über diese regelmäßigen Wutausbrüche nur den Kopf schütteln und lachen.
Eine Situation im Urlaub haben wir auf Video festgehalten. Soweit ich mich erinnere, haben wir ihren Groove gestört, weil wir etwas für sie gemacht haben. Und das wollte sie eigentlich selbst machen. So tobte und hüpfte sie bis zur völligen Erschöpfung auf einem Parkplatz in England. Ich wollte ihr aus der Situation helfen. Aber sie wollte es alleine schaffen.
Sie konnte das nicht akzeptieren:
„Es gibt einfach Dinge, die schaffst du nicht alleine und auch nicht perfekt. Gib es einfach zu: Du brauchst meine Hilfe und das ist nicht schlimm!“
Darf Gott dir helfen?
Ich glaube, bei Gott bin ich als Mensch oft so wie ein tobendes Kind, das alles alleine schaffen will.
Das schwerste, was ich je bei Gott lernen musste, war das: aufhören aus meiner menschlichen Kraft bei ihm etwas zu erreichen. Und das ist immer noch meine Tendenz:
Versuchen gut zu sein, ihn überreden, alles richtig zu machen, so zu beten, dass etwas passiert. Nicht zweifeln, Glauben haben, der Berge versetzt. Frieden, Hoffnung und eine positive Einstellung produzieren. Und vor allem: IHN ERREICHEN.
Stolz gegen Demut – Autonomie gegen Abhängigkeit
Gibt es ein Opfer, das Gott von dir fordert? Ja. Du musst deinen Stolz und deine Sturheit opfern, alles selbst machen zu wollen. Aber auch die Last, alles hinbekommen zu müssen. Und den Holzweg-Glauben, dass du es tatsächlich schaffen könntest.
Jeder hat seine eigene Lebensgeschichte. Du hast deine ganz eigenen Erfahrungen und hast vielleicht auch deine eigenen Holzwege entdeckt.
Meistens haben diese Wege eine Gemeinsamkeit: Du als Mensch musst dich anstrengen, um Gott zu erreichen oder ihn zum Handeln zu bewegen. Aber er wirkt und begegnet dir, weil er es kann und will – nicht, weil du es durch deine Willenskraft endlich geschafft hast, ihn zu erreichen.
Kannst du das akzeptieren? Das ist dein Beitrag. Vertrauen ist ein wichtiges anderes Wort für Glauben.
Glaubst du, dass du es nötig hast, dass er dich rettet? Und glaubst du, dass er jetzt gerade schon versucht dir zu begegnen? Das heißt es, Gott zu vertrauen.
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Gottesbegegnungen kannst du nicht herstellen. Aber du kannst Gott ausschließen. Oder du kannst für ihn offen sein. „Jesus, ich will dir begegnen. Aber ich weiß nicht wie. Hilf mir!“
Jesus antwortet! „Merkst du nicht, dass ich vor der Tür stehe und anklopfe? Wer meine Stimme hört und mir öffnet, zu dem werde ich hineingehen, und wir werden miteinander essen – ich mit ihm und er mit mir“ (Offb 3,20).
Du bestimmst, wie eure Beziehung läuft
Gebet bedeutet sich mit Gott austauschen und mit ihm Zeit verbringen.
Wenn ich mit meinem Mann wirklich Zeit verbringen und ihn verstehen will, gibt es nur einen Weg: Gespräch. Wir können viele andere Dinge unternehmen. Aber sie werden nie das erreichen, was ein Gespräch kann.
Wir könnten uns als Ehepaar auch einfach darauf konzentrieren, dass die Liebessprache des anderen irgendwie abgedeckt wird. Aber wenn wir nicht um ehrliche – und manchmal auch anstrengende – Kommunikation kämpfen, dann fehlt etwas Entscheidendes. So ist auch die gezielte Zeit mit Gott so entscheidend für deine Beziehung mit ihm.
Und in der Beziehung zu einem Menschen oder der Beziehungen zu Gott braucht es Worte. Wir Menschen sind in diesem Punkt unter allen Lebewesen einzigartig.
Nur durch Gottes Worte lernst du ihn kennen. Und nur durch deine Worte – laute oder auch innere Worte und Gedanken – erlaubst du Gott, dich kennenzulernen.
Das ist schon faszinierend: Gott erlaubt dir diese Abgrenzung ihm gegenüber. Ob du ihn in dein Leben einlädst entscheidest du. Und wenn du ihn in dein Leben einlädst, entscheidest du immer noch, in welche Bereiche du ihn lässt. Nicht er.
Stell dir vor, dein Leben ist ein Haus mit vielen Räumen. Bei vielen Menschen darf Gott zwar rein, aber nicht weiter als in den Flur. Wie ist das bei dir? Darf er in das Zimmer deiner Süchte? Deiner Wut auf einen Menschen? Deiner Geldgier? Deiner Traurigkeit… Du hast in dir unendlich viele Bereiche, die du vor Gott „verstecken“ kannst. Aber er will dir im Schmutz deines Lebens begegnen und hat keine Angst, sich die Füße dreckig zu machen. Durch dein Reden mit ihm gibst du ihm Zutritt. Lass Jesus nicht im Flur stehen.
by Max Vakhtbovych
Dein Gebet: gute oder schlechte Gesprächskultur?
Vielleicht fragst du dich, wie genau Reden mit Gott geht? Einfach reden wie mit einem Menschen? Ja und Nein. Denn Gespräche mit einem Mitmenschen können total schieflaufen und einseitig sein: wenn dein Gegenüber zum Beispiel ständig redet und nie zuhört. Noch schlimmer ist nur: nie reden und trotzdem nicht zuhören. Das tötet jede Beziehung. Auch wenn es nach außen keiner bemerkt.
Du kannst jeden Tag hundert Infos über Dinge austauschen, die dein Partner erledigen soll, oder besser noch: was er falsch gemacht hat. Oder was bei den Kindern los ist. Der neuste Tratsch aus der Nachbarschaft. Was am Haus gemacht werden muss. Aber du weißt: „Mein Partner weiß eigentlich überhaupt nicht, wer ich wirklich bin und wie es in mir wirklich aussieht.“
Solche Kommunikation macht auch Gebet anstrengend. Gott darüber zu informieren, was er in der Welt ändern sollte.
Neulich hat mir ein junger Christ gesagt: Er will ja mehr beten, aber irgendwann weiß er einfach nicht mehr was. Ja, was gibt es denn jetzt noch zu sagen? Nochmal alles von vorne erzählen? Diesmal mit etwas mehr Leidenschaft?
Gott eine To-Do-Liste zu geben ist ermüdend. Denn eigentlich hungert dein Herz wirklich verzweifelt danach, ihn zu erleben. Vielleicht nimmst du das oft nicht wahr. Aber der Hunger nach schönen Erlebnissen ist in deiner DNA tief eingespeichert! Und ich bin mir sicher: auch du unternimmst sehr viel, um diesen Hunger zu stillen. Deshalb treff dich mit ihm damit du innerlich satt wirst.
Ein weiterer Punkt, der Gebet sehr anstrengend macht, ist die falsch Vorannahme: Ich muss mich verändern, um Gott zu erleben.
Dieser Glaube, oder vielmehr diese Lüge, hält dich lebenslang von beidem ab: Gott zu begegnen und innere Veränderung und Befreiung zu erfahren.
Deine Entscheidung – seine Kraft
Gemeinschaft mit Gott geschieht vor allem wegen einer Person: Gott selbst, der vor deiner inneren Türe steht, höflich anklopft und wartet, bis du ihn reinlässt. Und dann kommt er rein. Punkt.
Deshalb will ich dir diese Frage stellen: Darf Jesus bei dir reinkommen? Darf Jesus die Wahrheit über dich sehen und Dinge ansprechen? Und darf er dich lieben?
By Gabby K from Pexels
Gott hat Leidenschaft und Interesse für dich. Er macht es möglich, dass du von ihm hören und seinen Frieden erleben kannst.
Dein Beitrag dabei ist es, dein Herz zu öffnen und es ihm zu schenken. Er hat sich schon für dich entschieden. Die Frage ist: entscheidest du dich für ihn?
Gott liebt es, wenn du ihn suchst. Aber vor allem liebt er es, wenn du ihn findest.
Ich freu mich zu hören, ob ich dir in diesem Prozess weiterhelfen kann.
Als ich in diesem Jahr Zwiebeln gepflanzt habe, hat es mich wirklich fasziniert wie die Zwiebel anfängt Wurzeln zu schlagen. Es muss nichts weiter geschehen, als dass diese trockene, kleine Knolle feuchte Erde berührt. Und zack, zwei Tage später fangen schon die ersten Wurzeln an zu wachsen. Nur die leichte Berührung mit der Erde reicht aus, um einen komplizierten Prozess in Gang zu setzen.
Was, wenn du mit einer ähnlichen Fähigkeit geschaffen bist? Mit der Fähigkeit Gott zu berühren, und dass aus dieser Berührung, genau wie bei der Zwiebel, etwas in dir zu wachsen beginnt?
Dazu muss du deinen Körper nicht mit Erde einreiben (auch wenn das bestimmt gesund ist und wirklich guttun kann) oder ab jetzt barfuß laufen (auch wenn wir viel zu wenig barfuß laufen), um mit der Energie der Erde verbunden zu sein.
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Mit Gott in Kontakt kommen ist kinderleicht. Und zwar geht das bei ihm so, dass wir einfach im Herzen etwas denken und es dann sagen – laut oder leise: „Ich will dich als meine Erde haben! Ich wünsche mir Kontakt mit dir“. Diese Entscheidung im Herzen zu treffen ist wichtig. Denn wir können viel sagen, es aber nicht ernst meinen.
Wenn das in deinem Herz auf einer täglichen Basis geschieht, kann etwas beginnen zu wachsen. Täglich hört sich für dich jetzt vielleicht anstrengend an? Ich will versuchen zu erklären warum.
Gute Gewohnheiten „pflanzen“
Ich liebe Gärtnern und wenn ich eine Sache gelernt habe, dann die: Es tut keiner Pflanze gut, sie jeden zweiten Tag auszugraben und dabei einen Tag in der Sonne liegen zu lassen. Am nächsten Tag wird sie wieder eingegraben. Aber der Schaden ist zugefügt. Egal wie gut die Erde ist, egal wieviel Wasser du ihr dann beim Einpflanzen gibst, sie wird es sehr schwer haben! Selbst wenn die Pflanze diese ständige Prozedur tatsächlich überlebt, wird sie doch ein sehr mickriges Dasein fristen.
Du bist wie diese Pflanze und Gott ist wie deine Erde, der dir Leben und Kraft spendet. Deshalb ist es sinnvoll dein Herz täglich für Gott zu öffnen. Nicht weil er das braucht, sondern weil du ihn brauchst.
Seinen Einfluss merkst du oft erst dann, wenn er fehlt. Wenn du entwurzelt lebst, hat das Folgen. Sonne und Sturm schaden eine Pflanze sehr viel mehr, wenn sie entwurzelt ist. Stress, schlimme Ereignisse, Ängste, Streit, etc. schaden dir sehr viel mehr, wenn du entwurzelt von Gott lebst.
Jeder Tag, an dem es dir egal ist, ob er bei dir ist, hat Auswirkungen: Du hast keinen Schutz und keine Nahrung bei ihm gefunden. Seine Nahrung sieht unter anderem so aus: Er will dir Liebe, Freude, Hoffnung, Frieden – mitten im Sturm –, Geduld, Ausdauer, Freundlichkeit, Selbstbeherrschung geben. Das ist der Gott, wie die Bibel ihn beschreibt.
Früher habe ich mich oft gefragt, warum sich Gott so weit weg anfühlt. Ich glaube es geht sehr vielen Menschen täglich so. Ein Grund – aber nicht der einzige! – ist der: Ich nehme mir nicht täglich Zeit, die Beziehung zu diesem unglaublich tollen Gott, der mich liebt, wie eine Pflanze zu pflegen.
Wenn deine Beziehung zu ihm wie eine Pflanze ist, die nicht gepflegt wird: Wen wundert’s, dass sich deine Gebete dann nur mühsam anfühlen und nichts von Gott „rüberkommt“? Es ist dann nicht überraschend, dass sich die Notfall-Einpflanzaktion für dich eher wie Stress anfühlt. Das gilt im Übrigen auch für alle Liebesbeziehungen zwischen zwei Menschen.
Aber Gott wäre nicht Gott, wenn ihn das überfordern würde. Er kennt dich ja. Und anders als bei einer Pflanze schützt er dich trotzdem, auch wenn du nicht an ihn denkst.
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Jesus sagt über sich selbst, dass er wie ein Hirte ist. Dieser sucht das verlorene Schaf und sorgt sich um es. Und in dieser Geschichte denkt das Schaf an wirklich alles, außer an den guten Hirten.
Gott berühren – Was es bedeutet an Gott zu glauben
Es macht nichts aus, wenn du nicht ständig an ihn denkst. Aber wenn Gott dir an fast jedem Tag ziemlich scheißegal ist – und das, was er sagt und denkt auch –, dann wird das einen sehr großen Einfluss auf dein Leben haben.
Ich bin überzeugt: es ist kinderleicht Gott täglich zu berühren.
Und es ist nicht anstrengend. Aber damit Gott dich berühren kann, braucht es zwei Dinge:
Erstens, dass du ihm vertraust: er kann und will dich berühren.
Glaubst du das, dass er dich wirklich leidenschaftlich liebt?
Zweitens, dass du akzeptierst: du brauchst Gott, um lebendig zu werden. Dafür musst du natürlich erst mal feststellen: ich bin irgendwie so tot wie eine Zwiebel ohne Erde, wenn er mich nicht berührt.
Kannst du das glauben?
„Bei dir Gott, ist die Quelle meines Lebens
und in deinem Licht sehe ich das Licht“ (Psalm 36,10).
Hast du Fragen mit denen ich dir weiter helfen kann? Ich freu mich von dir zu hören.